Kriminalität

"Ziemlich selten": Zoll bei Routinekontrolle überrascht

Foto: Frank May / picture alliance / dpa / Frank May

Bei einer Routinekontrolle in Frankreich entdecken Zollbeamte in einem deutschen Auto mehrere Sporttaschen – mit verdächtigem Inhalt.

Berlin. Sporttaschen im Kofferraum bei einer Routinekontrolle – kaum ein Ganovenfilm, der dieses Klischee nicht auf die Leinwand bringt. Der Inhalt ist dabei oft genauso verdächtig, wie der Fund an sich: Drogen, Waffen oder Bargeld, meist in großen Mengen. Genau das haben jetzt französische Zollbeamte gefunden – in einer Szene, wie aus einem Drehbuch.

Bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn beschlagnahmten die Beamten Bargeld im Wert von umgerechnet einer Million Euro. Die Beamten fanden im Kofferraum eines Autos mit deutschem Kennzeichen über 800.000 britische Pfund und 3500 Euro in kleinen Scheinen, wie der Zoll im nordfranzösischen Lille am Freitag mitteilte. Der Fahrer war nach eigenen Angaben auf dem Weg nach Luxemburg.

Zoll von Fund überrascht

„Eine Beschlagnahmung von einer Million Euro in bar ist ziemlich selten“, sagte Zoll-Regionaldirektor Simon Decressac der Nachrichtenagentur AFP. Die Geldscheine waren demnach in Sporttaschen verstaut und hatten ein Gewicht von rund 50 Kilogramm. Das Auszählen dauerte knapp zwölf Stunden.

„Das Geld war so verpackt, dass man an Drogen denken könnte“, sagte Decressac. „Aber die Ermittlungen werden zeigen, ob es sich um Geld aus Zuhälterei, Drogenhandel, Steuerbetrug oder anderem handelt.“ Der Fahrer des Wagens wurde in Untersuchungshaft genommen. (pcl/AFP)

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