Atomkraft

China bestätigt Probleme im Atomkraftwerk Taishan

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Bericht über möglichen Zwischenfall in chinesischem Atomkraftwerk

Bericht über möglichen Zwischenfall in chinesischem Atomkraftwerk

Im Kernkraftwerk Taishan in Südchina ist es möglichweise zu einem Zwischenfall gekommen. Der US-Fernsehsender CNN berichtet über ein Leck, aus dem radioaktive Strahlung auszutreten drohe. Laut dem französisches Atomkonzern Framatome, der an dem Kraftwerk beteiligt ist, arbeitet der Meiler indes innerhalb der Sicherheitsvorgaben.

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In einer dicht bevölkerten Industrieregion Chinas lösen Probleme in einem Atomkraftwerk Nervosität aus. Wie groß ist die Gefahr?

Peking. 
  • Die chinesische Atomaufsicht hat Probleme mit dem Atomkraftwerk Taishan bestätigt
  • Nun meldet die Behörde für nukleare Sicherheit mehrere beschädigte Brennstäbe
  • Ein Leck im Atomreaktor soll es aber nicht geben, entsprechende Medienberichte seien unwahr
  • Der Atom-Meiler liegt südlich der Millionenmetropole Hongkong
  • Lesen Sie hier, ob von dem Atomkraftwerk jetzt eine Bedrohung ausgeht

Gibt es ein Leck im südchinesischen Atomkraftwerk Taishan? Der US-Nachrichtensender CNN hatte Anfang der Woche berichtet, dass die US-Regierung einem Hinweis des französischen Energieunternehmens Framatome über ein mögliches Leck und eine „bevorstehende radiologische Bedrohung“ nachgegangen sei.

Nachdem die chinesische Regierung die Meldung umgehend dementiert hatte, räumt Chinas Atomaufsicht nun Probleme mit Brennstäben in dem Atomkraftwerk ein.

Die Behörde für nukleare Sicherheit teilte über den Kurznachrichtendienst Weibo mit, es seien schätzungsweise fünf der 60.000 Brennstäbe beschädigt. Dadurch gebe es in einem Reaktor einen erhöhten Wert an Radioaktivität, der aber innerhalb erlaubter Grenzen liege. „Die Betriebssicherheit des Atomkraftwerkes ist garantiert“, hieß es.

China bestreitet Leck im Atomkraftwerk Taishan

CNN hatte berichtet, dass die Atomaufsicht eine Erhöhung des Grenzwerts erlaubt haben soll. Ein Verantwortlicher bezeichnete diesen Bericht als „nicht wahr“. Es habe nichts mit einem Leck zu tun, da alles innerhalb der Schutzhülle des Reaktors geschehe. Messungen außerhalb des Atomkraftwerks hätten gezeigt, dass alle Werte normal seien.

Das Atomkraftwerk liegt südlich von Hongkong an der Küste der Provinz Guangdong, rund 40 Kilometer südlich der Millionenstadt Taishan. Die beiden mit französischer Hilfe und im neuen Design gebauten Druckwasserreaktoren wurden 2018 und 2019 in Betrieb genommen. Beteiligt ist das französische Atomunternehmen Framatome.

Das Atomkraftwerk Taishan ist das erste weltweit, das mit Druckwasserreaktoren der neuesten Generation Strom produziert. Die Technologie galt bislang als besonders sicher.

Atomkraftwerk: Keine ernsthafte Bedrohung in China

Nun aber hatte die Framatome-Mutter EDF mitgeteilt, man sei über eine erhöhte Edelgaskonzentration im Primärkreis in einem der Reaktoren informiert worden. Dass es dort überhaupt Edelgase gebe, sei bekannt und vorgesehen. Die Erhöhung deute auf eine mögliche Verschlechterung der Brennstoffhüllen hin. Die Menge liege unterhalb der Grenzwerte. Auch Framatome hatte mitgeteilt, der Reaktor funktioniere derzeit entsprechend der geltenden Sicherheitsparameter.

Es sei selten, dass sich radioaktive Gase im Wasser um die Brennstäbe bis zu dem Punkt ansammelten, dass überprüft werden müsse, welche Menge sicher sei, sagte Najmedin Meshkati, Professor für nukleare Sicherheit an der amerikanischen University of Southern California, der „New York Times“. Nicht ungewöhnlich sei aber, dass neue Brennstäbe in einem Atomreaktor Schäden erlitten. Eine ernsthafte Bedrohung liege wahrscheinlich nicht vor.

(amw mit dpa)

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