Sommeranfang

Wetter: Erst kommt die Hitzewelle, dann die Gewitter

| Lesedauer: 3 Minuten
Tobias Eßer
Videografik: Ursachen und Folgen des Klimawandels

Videografik: Ursachen und Folgen des Klimawandels

Das Jahr 2020 zieht laut Wissenschaftlern mit dem Hitze-Rekordjahr 2016 gleich und geht damit ebenfalls als wärmstes Jahr in die Geschichtsbücher ein. Die Videografik erläutert Ursachen und Folgen des Klimawandels.

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Die erste schwere Hitzewelle des Jahres erreicht Deutschland - und zwar das ganze Land. Wo es richtig heiß wird, zeigt die Übersicht.

Berlin. 
  • Eine Hitzewelle kommt auf Deutschland zu
  • Am Donnerstag steigen die Temperaturen in ganz Deutschland auf über 30 Grad
  • Freitag kann es zu schweren Gewittern und Unwettern kommen

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen kommen vielerorts in Deutschland genau zur richtigen Zeit. Denn pünktlich zur Wiedereröffnung von Schwimmbädern und der Möglichkeit, mit Freundinnen und Freunden zu grillen, rollt eine Hitzewelle auf ganz Deutschland zu.

Dafür ist das Hoch Yuna verantwortlich. Schon am Dienstag bringt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) heiße Luft in den Südwesten Deutschlands - vor allem die deutsch-französische Grenzregion in Baden-Württemberg und dem Saarland, aber auch Teile Südhessens sind betroffen. Hier klettern die Temperaturen auf bis zu 32 Grad.

Hitzewelle beginnt im Südwesten

Am Mittwoch erreicht die Hitzewelle dann Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Während die Temperaturen hier "nur" 30 bis 32 Grad erreichen, kommen Menschen im Südwesten bei bis zu 34 Grad ordentlich ins Schwitzen. Auch im Norden kratzen die Temperaturen vereinzelt an der 30-Grad-Marke.

Richtig heiß wird es dann am Donnerstag. Das liegt nach Angaben des DWD an einem Tiefdruckgebiet über Westeuropa, das warme Mittelmeerluft nach Deutschland leitet. Landesweit steigen die Temperaturen auf über 30 Grad, örtlich sogar auf über 35 Grad. Gerade ältere oder schwächere Menschen brauchen dann Abkühlung. Nur auf den Inseln könnte es ein paar Grad kühler werden.

Donnerstag: Schwere Gewitter nach der Hitze

Am Donnerstag steigt auch die Luftfeuchtigkeit an und lässt die hohen Temperaturen schwül wirken. Außerdem kühlt die Luft nachts deutlich langsamer ab. An manchen Orten in Deutschland könnte es selbst um Mitternacht noch bis zu 25 Grad warm sein. In vielen großen Städten gibt es tropische Nächte - also mehr als 20 Grad in der gesamten Nacht.

Die Schwüle bringt schon am Donnerstagabend erste schwere Gewitter mit sich. Gerade im Westen können heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen die Nacht zum Freitag aufrütteln und vielerorts für unruhigen Schlaf sorgen.

Im Osten erreicht die Hitze am Freitag ihren Höhepunkt

Während der Westen Deutschlands durch die Gewitter minimal abkühlt, wird es am Freitag im Osten richtig heiß. Bis zu 36 Grad sind im südlichen Brandenburg und in Berlin möglich. Wer in dieser Hitze das Haus verlässt, sollte seine Haut vor der Sonneneinstrahlung schützen.

Die anderen Teile des Landes sind von drückender, schwüler Hitze und Gewittern mit Unwetterpotential betroffen. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg herrscht wegen der Hitze große bis sehr große Waldbrandgefahr - und das, obwohl die Wälder schon genug unter Dürre und Klimawandel leiden.

Die Hitze macht vor allem älteren und geschwächten Menschen zu schaffen, warnt der DWD. "Die Nächte werden immer milder und die Wohnungen heizen sich von Tag zu Tag weiter auf", schreibt Dr. Markus Übel vom DWD am Montag auf der Website des Wetterdienstes. "All diese Faktoren belasten den menschlichen Organismus in zunehmendem Maße". Auch Sportlerinnen und Sportler sollten sich gegen die Hitze schützen. Der Meteorologe verspricht allerdings: "Bisher ist jede Hitzewelle früher oder später zu Ende gegangen."

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