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Nordsee: Alle wichtigen Fragen und Antworten zum Meer

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Sylt: Was man über die Trauminsel in der Nordsee wissen muss

Sylt: Was man über die Trauminsel in der Nordsee wissen muss

Über die berühmte nordfriesische Insel Sylt gibt es viel zu lernen. Sie steht zu weiten Teilen unter Naturschutz und beherbergt den nördlichsten Punkt Deutschlands.

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Der Sommer kommt näher, die Infektionszahlen sinken und viele packt die Sehnsucht nach Meer. Lesen Sie hier Infos zur Nordsee.

Berlin. Meeresluft, Ebbe und Flut, lange Strände und natürlich das Watt: Die Nordsee ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland. Kein Wunder, denn hier ist für fast jeden Geschmack dabei. Ob zurückgezogen entspannen oder mittendrin im Geschehen sein – beides ist an dem deutschen Meer möglich.

Der Sommer rückt näher und damit auch die Sehnsucht nach Reisen. Je weiter die Zahl der Corona-Neuinfektionen zurückgeht, desto realistischer wird der Urlaub trotz Pandemie, vor allem in Deutschland.

Gerade in Niedersachsen und Schleswig-Holstein gibt es für Touristen schon umfassende Lockerungen. In Niedersachsen dürfen Hotels und andere Quartiere schon wieder bei einer örtlichen Inzidenz von unter 100 öffnen. Kommen dürfen Gäste aus ganz Deutschland – mit negativem Test oder dem Nachweis einer Genesung oder vollständigen Impfung. Auch Schleswig-Holstein steht Touristen aus ganz Deutschland offen. Übernachtungsgäste müssen einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test mitbringen und diesen alle drei Tage erneuern. Außengastronomie ist im Norden bereits seit längerem erlaubt, mittlerweile auch die Innengastronomie.

Wer einen Urlaub an der Nordsee plant, kann sich hier einen Überblick über die wichtigsten Infos verschaffen.

Wo liegt die Nordsee und wie groß ist sie?

Die Nordsee, früher auch „Deutsches Meer“ genannt, ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans. Sie liegt im Nordwesten des europäischen Kontinents. Bis auf die Meerengen beim Ärmelkanal und beim Skagerrak ist sie auf drei Seiten von Land eingeschlossen.

Das Meer wird begrenzt von Großbritannien im Westen und den Festlandküsten von Norwegen, Dänemark, Deutschland, Niederlande sowie Belgien und Frankreich. Insgesamt dehnt sich die Nordsee auf 575.000 Quadratkilometer aus – bei einer durchschnittlichen Tiefe von 94 Metern. Der tiefste Punkt liegt 700 Meter unter dem Meeresspiegel.

Wie warm ist die Nordsee?

Die Temperatur der Nordsee ist stark abhängig von der Tiefe des Wassers und den Meeresströmungen. Die Temperatur kann im Sommer 25 °C erreichen und 10 °C im Winter. In der tieferen nördlichen Nordsee, Richtung Großbritannien, liegt die Wassertemperatur fast durchgängig bei 10 Grad Celsius.

An der sehr flachen Wattenmeerküste der Nordsee in Deutschland treten hingegen große Temperaturunterschiede auf. Ist es im Winter sehr kalt, kann es hier auch zu Eisbildung kommen. Die höchste Wassertemperatur erreicht der deutsche Teil der Nordsee meist im Juli, dann ist das Wasser schon mal um die 20 Grad Celsius warm.

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Welche Orte liegen am deutschen Teil der Nordsee?

Viele Städte an der Küste laden zum Shopping und Sightseeing an der Nordsee ein. Auch hier kann man urlauben – und die Nordsee zum Beispiel mit Fähren erkunden. Diese Städte sind besonders sehenswert:

  • Emden
  • Norden
  • Wilhelmshaven
  • St. Peter-Ording
  • Husum
  • Bremerhaven
  • Cuxhaven

Wie stark sind die Gezeiten an der Nordsee?

Flut und Ebbe dauern an der Nordsee etwas mehr als sechs Stunden. Im Wattenmeer strömen große Wassermassen bei der Ebbe ins offene Meer und bei Flut durch die Priele zurück ins Watt. Das Meer kann sich hier bis zu 15 Kilometer zurückziehen. Für Wattwanderer ist Vorsicht geboten – gegen die Schnelligkeit der Gezeiten lässt sich selbst als Profi kaum anschwimmen.

Wer auf Gezeiten verzichten möchte, kann beispielsweise die Halbinsel Butjadingen besuchen. Hier, zwischen den Mündungen von Jade und Weser, gibt es eine Lagune, auf die die Gezeiten keine Auswirkungen hat – quasi ein Salzwasser-Badesee.

Welche Inseln liegen in der Nordsee?

Vor allem die Nordsee-Inseln sind bei vielen Urlaubern beliebt. Sie werden an der deutschen Küste in nord- und ostfriesische Inseln unterteilt.

  • Sylt
  • Föhr
  • Pellworm
  • Borkum
  • Norderney
  • Amrum
  • Langeoog
  • Spiekeroog
  • Juist
  • Langeneß
  • Wangerooge
  • Baltrum
  • Hooge
  • Helgoland

Was ist der Unterschied zwischen den verschiedenen friesischen Inseln?

Die „Friesischen Inseln“ bilden eine Inselkette an der Nordseeküste, die durch das Wattenmeer vom Festland getrennt ist. Sie ziehen sich von Holland in der Niederlande bis zum dänischen Jütland.

Die Inselkette unterteilt man in drei Gruppen:

  • Die Nordfriesischen Inseln reichen von der Eidermündung bis nach Jütland und sind Teil von Nordfriesland und teilweise Dänemark. Teil dieser Gruppe sind beispielsweise Sylt, Amrum, Föhr, Pellworm und die Halligen.
  • Die Ostfriesischen Inseln liegen zwischen Ems- und Wesermündung und sind Teil von Ostfriesland und dem oldenburgischen Friesland. Als wichtigste Inseln gelten Borkum und Norderney.
  • Die Westfriesischen Inseln ziehen sich von Holland zu der Emsmündung und sind Teil der niederländischen Provinzen Noord-Holland, Fryslân und Groningen. Hierzu zählt zum Beispiel Texel.

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Welche Strände an der Nordsee sind am schönsten?

Im Sommer kann es an der Nordsee schon mal ganz schön voll werden. gerade auch, weil sich die Orte für viele Bewohner von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg für Tagesausflüge anbieten. Diese Strände sind besonders beliebt:

  • Norderney, Weiße Düne
  • Cuxhaven, Stadtstrand Duhnen
  • Borkum, Nordbad
  • St. Peter-Ording, Badestelle Ording
  • Amrum, Strand Nebel
  • Amrum, Kniepsand
  • Sylt, Lister Ellenbogen
  • Bensersiel
  • Föhr, Utersum
  • Juist

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(bml)