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Hat Whatsapp heimlich seine Einstellungen geändert?

| Lesedauer: 4 Minuten
WhatsApp-Änderungen: Mehr Daten gehen an Facebook

WhatsApp-Änderungen: Mehr Daten gehen an Facebook

In Zukunft teilt der Messanger-Dienst WhatsApp Daten der Nutzer mit dem Mutterkonzern Facebook. Darunter sind Telefonnummer und auch Interaktionen der User.

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Ein aktuell kursierender Kettenbrief behauptet, Whatsapp hätte heimlich die Gruppen-Einstellungen geändert. Doch stimmt das überhaupt?

Berlin. 
  • Viele Nutzerinnen und Nutzer von Whatsapp sind wegen einer vermeintlichen Änderung der Gruppen-Einstellungen verunsichert
  • Diese sollen heimlich verändert worden seien
  • Wir erklären, was hinter der Behauptung steckt

Die Meldung scheint zunächst nicht zu überraschen: Whatsapp soll heimlich seine Einstellungen geändert haben. Viele Nutzerinnen und Nutzer haben in den vergangenen Tagen entsprechende Nachrichten erhalten, meist von Freunden oder Bekannten. Das Problem: Die Meldung ist falsch.

Whatsapp: Meldung über veränderte Gruppen-Einstellungen ist ein Kettenbrief

Tatsächlich handelt es sich um einen Kettenbrief, der derzeit über den Messengerdienst Whatsapp verbreitet wird. Darin heißt es, Nutzerinnen und Nutzer könnten wegen veränderter Einstellungen von jedem anderen Whatsapp-Nutzer zu Gruppen hinzugefügt werden, auch wenn dieser nicht Teil der eigenen Kontaktliste sei. Ein Update habe diese Neuerung mit sich gebracht.

Zwar ist es richtig, dass jeder einen anderen Nutzer zu einer Gruppen hinzufügen kann – sofern er über dessen Nummer verfügt. Neu ist das jedoch nicht. Vielmehr ist diese Einstellung schon immer Standard. Nutzer können sie aber deaktivieren, um sich künftig nur noch von eigenen Kontakten zu Gruppen hinzufügen zu lassen. Um die Einstellung zu verändern, gehen Sie so vor:

  • Klicken Sie auf die drei Punkte rechts oben auf der Startseite von Whatsapp
  • Wählen Sie "Einstellungen"
  • Klicken Sie auf "Account"
  • Wählen Sie "Datenschutz"
  • Unter dem Punkt "Gruppen" können Sie auswählen, wer Sie zu diesen hinzufügen darf

Kettenbriefe bei Whatsapp: Harmlos oder gefährlich?

Immer wieder kursieren solche oder ähnliche Kettenbriefe auf Whatsapp. Die gab es schon lang bevor der Messengerdienst die digitale Kommunikation revolutionierte. Doch seitdem Mitteilungen in Echtzeit und ohne Aufwand an eine Vielzahl von Kontakten verschickt werden können, sind die Spam-Nachrichten noch häufiger geworden – und noch nerviger.

Meist handelt es sich bei den vermeintlich wichtigen Nachrichten um Humbug: Sie versprechen etwa, dass dem Nutzer oder der Nutzerin etwas Gutes passiere, wenn er oder sie die Nachricht an zehn Kontakte weiterleite. Ein ähnlicher Kettenbrief macht auch aktuell auf Whatsapp die Runde, wie der Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch Mimikama berichtet.

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Kettenbrief kündigt an: Whatsapp soll kostenpflichtig werden

In der Nachricht heißt es, dass der kostenlose Messenger-Dienst Whatsapp bald kostenpflichtig werden solle. Solche Nachrichten gab es schon oft – wahr waren sie jedoch nie. Laut dem Kettenbrief soll man die Kosten von einem Cent pro Nachricht umgehen können, wenn man diesen an zehn Kontakte weiterleite. Dann werde zudem das Whatsapp-Logo blau, verspricht der Kettenbrief.

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Mimikama gibt Entwarnung: Whatsapp werde nicht kostenpflichtig – und auch eine Blaufärbung des Logos sei "bis jetzt noch nie eingetreten". Letztlich handelt es sich bei dem Kettenbrief um eine nervige, aber harmlose Nachricht, die getrost ignoriert werden kann.

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Doch nicht immer sind die Spam-Nachrichten so ungefährlich. Teilweise sind in ihnen auch Links enthalten. Wer diese anklickt, läuft Gefahr in einer teuren Abofalle zu landen – oder das Smartphone mit einem Virus zu infizieren. Daher sollten sich Nutzerinnen und Nutzer genau überlegen, welchen über Whatsapp erhaltenen Nachrichten sie trauen können und welchen nicht.

In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir fälschlicherweise behauptet, Whatsapp hätte die Einstellungen für Gruppen tatsächlich verändert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

(nfz)

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