Königshaus

Royaler Streit: Prinz Harry klagt über seine Erziehung

| Lesedauer: 3 Minuten
So leben Harry und Meghan in Kalifornien

So leben Harry und Meghan in Kalifornien

Schon seit knapp zwei Jahren wohnen Prinz Harry und Herzogin Meghan in Kalifornien - nun hat sich das Paar mit Sohn Archie an einem ruhigen Ort in der Nähe von Santa Barbara niedergelassen: Montecito.

Beschreibung anzeigen

Prinz Harry legt gegen seinen Vater nach: In einem Interview nennt er den Thronfolger Prinz Charles als Grund für seinen Ausstieg.

Los Angeles. 
  • Nach seinem Ausstieg aus dem britischen Königshaus übt Prinz Harry weiter Kritik an den Royals
  • In einem Interview sprach er nun von einem Kreislauf aus "Schmerz und Leid"
  • Zudem erhob der Ex-Royal nun Vorwürfe gegen seinen Vater Prinz Charles

Eines lässt sich mit Sicherheit sagen – die erhoffte Versöhnung zwischen Prinz Harry (36) und seinem Vater Prinz Charles (72) bei der Beerdigung von Prinz Philip blieb aus. In seinem Interview, das er zusammen mit seiner Frau Herzogin Meghan (39) der US-Talkerin Oprah Winfrey (67) gegeben hatte, beklagte Harry, dass er sich von seinem Vater im Stich gelassen fühle.

Nun legt er nach und macht den Thronfolger und dessen Art und Weise, ihn großzuziehen, als Hauptgrund für seinen Ausstieg aus dem royalen Leben aus.

Er sei mit seiner Frau Meghan und seinem Sohn Archie (2) in die USA gezogen, um den Kreislauf aus „Schmerz und Leid“ in seiner Familie zu durchbrechen. „Ich möchte nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen oder jemandem die Schuld geben, aber in Bezug auf Erziehung habe ich den Schmerz erfahren, den mein Vater wahrscheinlich auch schon erlebt hat“, sagte Harry in einem Interview für den Podcast „Armchair Expert“. Mehr zum Thema: Tod Prinz Philips: Harry offenbar in Großbritannien gelandet

Aufwachsen als Royal: Prinz Harry fühlte sich wie im goldenen Käfig

Deshalb habe er sich entschieden, es anders zu machen. Es sei nicht leicht, im Königshaus aufzuwachsen, betonte Harry.

Ihm sei aufgegangen, dass es auch sein Vater in seiner Kindheit und Jugend nicht einfach hatte. Und dann habe Charles ihn „so behandelt, wie er auch behandelt wurde“, sagte Harry. Das aber wolle er für seine Kinder nicht mehr. Schon mit Anfang zwanzig sei ihm klar geworden, dass er die königlichen Pflichten nicht wolle. Auch interessant: „Megxit“ ist endgültig: Harry und Meghan verlieren Ämter

Er habe sich wie in einem Käfig gefühlt und gedacht: „Ich will diesen Job nicht. Ich möchte hier nicht sein. Ich möchte das nicht machen. Seht, was es mit meiner Mutter gemacht hat. Wie kann ich jemals sesshaft werden und eine Frau und eine Familie haben, wenn ich weiß, dass es wieder passiert?“ Seine Familie und psychische Gesundheit gingen vor. Harrys Mutter Prinzessin Diana war 1997 in Paris tödlich verunglückt, als ihr Fahrer vor Paparazzi flüchtete.

Prinz Harry räumt Drogenkonsum ein

Indem Harry verkündet, dass er schon früh an einen Ausstieg dachte, will er offenbar Vermutungen entkräften, Meghan habe ihn und die Familie entzweit. In Kalifornien, der Heimat seiner Frau, genieße er nun nie gekannte Freiheiten: „Ich kann mit Archie auf dem Rücksitz meines Fahrrads umherfahren. Ich hatte vorher nie die Chance, das zu tun.“ Lesen Sie hier: Wie Prinz Harry vor Gericht um seinen guten Ruf kämpft

Auch über seine wilden Partyjahre sprach Harry – und räumte Drogenkonsum ein. „Auf einmal nimmst du jede Menge Drogen und feierst hart“, sagte er. „Schauen Sie, wie viele andere Leute das genauso machen. Sie machen sich währenddessen keine Gedanken. Ich habe mir auch keine Gedanken gemacht.“ Stattdessen habe er gedacht: „Nun, warum nicht? Ich bin in meinen Zwanzigern, wenn nicht jetzt, wann dann.“ (ost)