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DSDS-Finale: Wie Bohlen und Gottschalk übereinander stänkern

| Lesedauer: 5 Minuten
Oliver Stöwing
Dieter Bohlen: Sein Weg zum Pop-Titan

Dieter Bohlen- Sein Weg zum Pop-Titan

Aus unserer Welt ist Dieter Bohlen heute nicht mehr wegzudenken. Doch können Sie sich noch an seine ersten Schritte im Musikbusiness erinnern? Und an seine Frauen?

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Am Samstag sitzt Thomas Gottschalk statt Dieter Bohlen beim DSDS-Finale in der Jury. Auslöser für heftige gegenseitige Sticheleien.

Köln. 
  • Am Samstag findet das DSDS-Finale statt - mit Thomas Gottschalk in der Jury
  • Dieter Bohlen hat sich krank gemeldet, nachdem RTL die Zusammenarbeit mit ihm beendete
  • Seitdem sticheln die beiden Show-Größen nun gegeneinander, unter anderem auf Instagram

Wie ein gütiger König, der nach dem Rechten sieht, schritt Thomas Gottschalk vergangenen Samstag zur Probe durch das Studio von „Deutschland sucht den Superstar“. Promi-Fachfrau Frauke Ludowig folgte ihm beflissen wie eine oberste Hofdame.

Spontan war der 70-Jährige eingesprungen, um bei den letzten beiden Liveshows von „Deutschland sucht den Superstar“ in der Jury zu sitzen.

RTL hatte zuvor überraschend Chefjuror Dieter Bohlen gekündigt. Fast 20 Jahre prägte der 67-Jährige „DSDS“ nicht nur, er WAR „DSDS“. Eine weitere Staffel mit ihm soll es nicht geben. Bohlen meldete sich daraufhin für das Halbfinale und das Finale krank. „Ein Titan lässt den anderen nicht hängen“, erklärte Gottschalk nun gönnerhaft. Auch interessant: Thomas Gottschalk wird 70 - So genießt er sein neues Leben

Gottschalk stichelt gegen Bohlen

Man kann sich nur vorstellen, wie fuchsteufelswild Bohlen die ungebetene Hilfe seines Dauerrivalen gemacht hat. Der drang mit demonstrativer Unaufgeregtheit in Bohlens Revier ein und gab zu verstehen, seinen neuen Job und sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen: „Die können alle toll singen“, sagte er über die Kandidaten. „Ich kann also nichts falsch machen.“

Dann begann der unsinkbare Showtitan gegen Bohlen zu sticheln. „Wir kennen uns ja über lange Jahre, wir sind ja parallel groß geworden. Der eine groß, der andere größer ...“ Als Ludowig versicherte, sich die Sendung ansehen zu wollen, entgegnete er: „Du bist mir wichtiger als der Dieter.“

Im „DSDS“-Halbfinale am Samstag sagte Grandmaster Gottschalk dann doppeldeutig: „Auch Titanen können stürzen, und das ist dem Dieter passiert. Wir wünschen ihm natürlich, dass er schnell wieder aufsteht. Gute Besserung.“ Auch interessant: „Aussichtslos“ – darum teilt Gottschalk gegen die ARD aus

Bohlens rätselhafte Krankschreibung

Damit meinte er wohl weniger Bohlens Schlittenunfall von Februar – der Grund für Bohlens Krankschreibung ist nicht bekannt – als vielmehr die Tatsache, dass sein Haussender RTL ihn vom Hof gejagt hat.

Insider behaupten, dass der neue RTL-Chef Henning Tewes Bohlens Mobbingsprüche nicht mehr zeitgemäß fand.

Und so gab sich Gottschalk dann auch als Anti-Bohlen: Seine Aufgabe sehe er weniger darin, die Kandidaten zu bewerten, sondern eher darin, ihnen „Mut zu machen und ihnen zu erklären, was auf sie zukommt“.

Gottschalk holte die Siegerquote

Zu Bohlens Lieblingskandidaten Ludi sagt er: „Du warst kurz davor, aus Dieter einen guten Menschen zu machen.“ Schließlich gab der nette Show-Onkel der Jugend noch eine Weisheit mit auf den Weg: „Nur weil ich jetzt hier sitze, heißt das nicht, dass im Leben immer das Gute gewinnt.“

Diesmal aber gewann tatsächlich Gottschalk: Seine Sendung erreichte mit 3,22 Millionen bessere Quoten als die mit Bohlen in der Vorwoche.

Auf Instagram zeigte Bohlen sich dann in dieser Woche gar nicht kränklich, stattdessen mit frischer Mallorca-Bräune und angriffslustig. Er habe „super viele Angebote“ bekommen und plane „Großes“: „Es öffnen sich 1000 neue Türen, wenn eine zugeht.“

Die Opferrolle liegt ihm nicht. Dann zahlte er es Gottschalk in einem Clip, in dem er Fan-Fragen beantwortet, heim, ohne auf Nebensächlichkeiten wie Niveau zu achten: „Die ganz Jungen haben gefragt, wer war dieser ältere Herr? Leute, es war Thomas Gottschalk.“ Mehr zum Thema: Thomas Gottschalk und Frau Thea - Trennung nach 42 Jahren

Bohlen und die Frage nach Omas Haarteilen

Eine andere Frage war: „Warum trägt der Haarteile von seiner Oma? Keine Ahnung, aber die Leute sahen 1970 in etwa so aus.“ Und weiter: „Ja, er macht Werbung für Hörgeräte. Aber man kann mit Hörgeräten, glaub ich, auch Musik beurteilen, das weiß ich aber nicht so genau.“

Man spürt: Die Wut hätte nicht größer sein können, wenn Gottschalk ihm den Erstgeborenen entrissen hätte. Dass zwei Titanen einer zu viel sind, war bereits 2012 deutlich. Gottschalk befand sich damals im Karrieretief, die ARD hatte seine Talkshow „Gottschalk live“ eingestellt. RTL nahm ihn auf.

Doch dort regierte Bohlen als König der Castingshows.

Gottschalk muss arbeiten – Bohlen relaxt auf Malle

Gottschalk beklagte als neues Jurymitglied beim „Supertalent“ mangelnden Teamgeist. Hinterher ätzte er: „Beim ,Supertalent’ habe ich eine Runde mitgemacht, weil ich nur das US-Original kannte. Ich hätte mir die deutsche Version vielleicht erst mal anschauen sollen, bevor ich zugesagt habe.“

Während nun Gottschalk am Samstag zum Finale an die Arbeit musste, machte Bohlen es sich auf Mallorca gemütlich. Paparazzi lichteten ihn ab, wie er sich ohne Anzeichen eines Gebrechens am Strand sonnte. Seinem Noch-Arbeitgeber dürften solche Aufnahme nicht geschmeckt haben, musste er noch für zwei Titanen zahlen - wobei der Ersatzmann bedauerlicherweise nur ein Quotentief erzielte und der Streit zwischen Bohlen und Gottschalk damit in die nächste Runde ging. Aktualisierung vom 6. April: DSDS-Quoten: Dieter Bohlen teilt weiter gegen Gottschalk aus

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