Corona-Impfung

Anmeldung, Reihenfolge: Alle Infos zur Impfung beim Hausarzt

| Lesedauer: 5 Minuten

Jetzt impfen die Hausärzte flächendeckend

Jetzt impfen die Hausärzte flächendeckend

Bundesweite flächendeckende Impfungen bei den Hausärzten sollen ab heute Schwung in die stockende Impfkampagne in Deutschland bringen. Allerdings stehen den Praxen in der ersten Woche nicht einmal eine Million Impfdosen zur Verfügung. Ende des Monats soll es weitaus mehr Impfstoff geben.

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Muss ich mich für die Corona-Impfung beim Hausarzt anmelden? Gibt es eine Reihenfolge? Hier finden Sie Antworten auf wichtige Fragen.

Berlin. 
  • Die Hausarzte sind in dieser Woche mit den Corona-Impfungen gestartet
  • Nun soll es mit dem Impftempo in Deutschland deutlich schneller vorangehen
  • Doch wie laufen die Terminvergaben ab? Muss ich mich anmelden? Gibt es eine Reihenfolge? Welche Impfstoffe werden verabreicht?
  • Alle wichtigen Fakten zu den Corona-Impfungen bei den Hausärzten

Pieks frei: Seit dem 6. April sind die Hausärzte und -ärztinnen bundesweit offiziell in die Impfkampagne in Deutschland eingebunden. Im ganzen Land wollen allein in der Woche nach Ostern 35.000 Hausarztpraxen mit dem Immunisieren loslegen. Nach und nach sollen auch Fachärzte die Impfungen vornehmen können. Bislang wurde vor allem in den rund 430 Impfzentren geimpft.

Lesen Sie hier: Alle wichtigen Fragen und Antworten zu den Corona-Impfstoffen und der Impfung.

Da zunächst nur wenig Dosen Impfstoff zur Verfügung stehen, wird es in den Praxen allerdings zunächst langsam losgehen. In der ersten Woche erhalten alle Praxen zusammen nur 940.000 Impfdosen. Das macht rein rechnerisch nur gut 26 Dosen pro Praxis. Der Wirkstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca wird erst später eingsetzt. Lesen Sie hier: Astrazeneca fehlt beim Impfstart bei Hausärzten.

Doch was bedeutet der Start der dezentralen Impfungen für den Einzelnen? Alle wichtigen Fragen und Antworten im Überblick.

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Wie bekomme ich einen Impftermin beim Hausarzt?

Eine zentrale Einladung für die Patienten gibt es nicht, wie das Bundesgesundheitsministerium erläutert. Wie sie Impftermine vergeben, können die Hausarztpraxen selbst regeln – zum Beispiel per Telefon oder mit Online-Buchungen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) rät den Ärztinnen und Ärzten dazu, ihre Patienten selbst zu kontaktieren, da sie ja am besten über die Krankengeschichte der Betroffenen Bescheid wüssten und so unkompliziert Termine an besonders vulnerable Personen vergeben könne.

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Impfung beim Hausarzt: Gibt es eine Reihenfolge?

Solange der Impfstoff noch knapp ist, wird Impfreihenfolge auch bei den Immunisierungen durch niedergelassene Ärzte streng berücksichtigt. Dadurch sollen vor allem die geschützt werden, denen das Coronavirus besonders schaden kann. Das sind unter anderem ältere Menschen oder Patienten mit anderen Vorerkrankungen. Sie sind zuerst dran.

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Welche Impfstoffe verabreichen die Hausärzte?

In den ersten zwei Wochen der Impfkampagne bei Ärzten soll nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in den Hausarztpraxen ausschließlich das Vakzin von Biontech/Pfizer eingesetzt werden. Ab dem 19. April komme auch noch der Impfstoff von Astrazeneca hinzu, anschließend solle auch der Impfstoff von Johnson & Johnson an die Hausärzte geliefert werden. Lesen Sie hier: Kann man sich seinen Impfstoff aussuchen - welchen bekomme ich?

Wann gibt es mehr Impfstoff für die Arztpraxen?

Ende April können die Praxen mit bis zu drei Millionen Impfdosen pro Woche für die Hausarztpraxen rechnen, teilte Jens Spahn mit.

Von den teilweise aufwendig aufgebauten Impfzentren wollen die Länder sich aber noch nicht verabschieden: Sie sollen noch mindestens bis zum 30. September betrieben werden und in den kommenden Wochen auch die wichtigste Stütze der Impfkampagne bleiben. Im April sollen jede Woche 2,25 Millionen Dosen bundesweit an die Zentren ausgeliefert werden.

Corona - Mehr Infos zum Thema

Kommen bald noch andere Anlaufstellen für Impfungen hinzu?

Das Bundesgesundheitsministerium hatte erklärt, langsam auch Fachärzte in die Impfkampagne einbeziehen zu wollen. Später sollen außerdem auch Betriebsärzte Menschen impfen dürfen. Wann genau das der Fall sein wird, ist aber offen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Ende März gesagt, Betriebsärzte sollen erst nach Hausärzten dazu kommen. „Noch ist es zu knapp“, sagte er über den verfügbaren Impfstoff. Er finde es schwierig, jüngere Mitarbeiter von Unternehmen zu impfen, solange die Älteren noch nicht geschützt seien.

Lesen Sie hier: Corona - Das passiert mit dem übrig gebliebenen Impfstoff

Wie soll die Impfkampagne zusätzlich an Fahrt aufnehmen?

Zur Beschleunigung der Impfkampagne soll auch beitragen, dass der Abstand zwischen der Verabreichung der Erst- und der Zweitdosis auf das Maximum ausgedehnt wird. Bei Astrazeneca sind dies zwölf Wochen, beim Wirkstoff von Biontech/Pfizer 42 Tage. Damit können mehr Menschen früher eine Erstimpfung erhalten, mit der bereits ein deutlicher Schutz gegen das Virus entsteht. Außerdem hat die Europäische Union mittlerweile den Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen. Lesen Sie auch: So gut ist der neue Wirkstoff von Johnson & Johnson

Corona-Impfung – Mehr zu den Impfstoffen:

(fmg/mit dpa)

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