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Harry und Meghan schütten in Interviews ihre Herzen aus

| Lesedauer: 7 Minuten
Prinz Harry: Interview lässt Royals zittern

Prinz Harry: Interview lässt Royals zittern

Harry und Meghan haben sich von einem Leben in der "Royal Family" verabschiedet. In zwei Interviews sprechen sie offen über diesen Bruch.

Los Angeles. 
  • In einem überraschend offenen und sehr persönlichen TV-Interview mit Kult-Moderator James Corden plauderte Prinz Harry aus dem Nähkästchen
  • Der Prinz verteidigte den Umzug mit seiner Frau Meghan und Sohn Archie in die USA
  • Am Montag wurden zudem erste Auszüge aus dem mit Spannung erwarteten Interview mit Oprah Winfrey vorab veröffentlicht
  • Harry erklärt darin seine dramatischen Beweggründe, das britische Königshaus zu verlassen
  • Die Queen soll Verständnis für die Offenheit ihres Enkels haben

„Die britische Klatschpresse hat meine psychische Gesundheit zerstört.“ Es sind harte Worte, die Prinz Harry (36) wählt, wenn er über die Zeit vor seinem Umzug in die USA spricht, vor seinem Bruch mit dem britischen Königshaus. Es sei ein „wirklich schwieriges Umfeld“, das toxisch gewesen sei, erklärte der Enkel der Queen jetzt in einem Interview mit Moderator James Corden.

Dieses Umfeld ist laut Harry der Grund, weshalb er mit seiner Frau Meghan (39) und ihrem Sohn Archie (1) nach Amerika gezogen seien. Er habe seine Familie aus der Schusslinie bringen müssen, sagt Harry im Gespräch, das aufgezeichnet wurde bevor der endgültige Bruch von Harry und Meghan mit dem britischen Königshaus verkündet wurde.

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Interview mit Oprah Winfrey: Harry fühlt sich an das Schicksal von Lady Di erinnert

Am Montag wurden Auszüge aus dem mit Spannung erwarteten Interview des Paares mit US-Moderatorin Oprah Winfrey veröffentlicht. Harry erzählt darin, wie seine Situation mit Meghan ihn an das Schicksal seiner auf der Flucht vor Paparazzi gestorbenen Mutter Diana erinnert. „Meine größte Sorge war, dass sich die Geschichte wiederholt“, sagt der 36-Jährige in dem gemeinsamen Interview mit seiner Frau.

Harry bezog sich dabei offensichtlich auf den Tod seiner Mutter Prinzessin Diana, die 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam, als sie vor Fotografen floh. Das Interview soll am Sonntag ausgestrahlt werden – und lässt laut Medienberichten das britische Königshaus zittern.

„Ich bin wirklich erleichtert und glücklich, hier zu sitzen und mit meiner Frau an meiner Seite mit Ihnen zu sprechen“, sagt in den Auszügen Harry, der Markles Hand hält. Er könne sich nicht vorstellen, wie es für Diana gewesen sein muss, „diesen Prozess vor all den Jahren alleine durchzustehen“, sagt Harry weiter. Der Rückzug vom Königshaus sei „unglaublich hart“ für beide gewesen, „aber wenigstens haben wir uns gegenseitig“.

Öffentlicher Druck: Prinz Harry verteidigt Netflix-Serie „The Crown“

Der Prinz verteidigte schon im Gespräch mit James Corden den Umzug des Paares in Meghans Heimat USA. Sie seien nicht davongelaufen, sagte er. „Es war vielmehr ein Beiseitetreten denn ein Zurücktreten.“ Harry sprach in dem Interview offen über die Anspannung, die der Dienst im Königshaus bedeute. Das sehe man beispielsweise gut in der Netflix-Serie „The Crown“. Die Folgen seien zwar fiktiv, beruhten aber lose auf der Wahrheit, so der Queen-Enkel.

„Natürlich ist es nicht sehr exakt, aber es gibt eine grobe Vorstellung davon, wie dieser Lebensstil ist, welcher Druck es ist, die Pflicht über die Familie zu stellen, und über alles andere, was daraus entstehen kann“, sagte Harry. „Ich fühle mich mit "The Crown" wohler als mit den Geschichten, die über meine Familie, meine Frau oder mich selbst geschrieben wurden.“

In Großbritannien war scharf kritisiert worden, dass die Macher der Serie, bei der unter anderem die Eheprobleme von Harrys Eltern Prinz Charles und Prinzessin Diana eine große Rolle spielen, nicht darauf hinweisen, dass es sich um Fiktion handelt.

Harry und Meghan telefonieren per Zoom mit Queen und Prinz Philip

Über seine Pläne für das Leben in den USA erklärte Harry, sein Leben werde sich weiter um den Dienst an der Allgemeinheit drehen, und auch Meghan habe sich dafür entschieden. Das Paar lebt mittlerweile in Los Angeles. Laut Harry wollen sie sich auch hier für wohltätige Zwecke engagieren – wie genau blieb im Interview mit Corden offen.

Den Kontakt mit der Familie in London hält das Paar in der Pandemie digital aufrecht: Mit der Queen und ihrem Ehemann Prinz Philip (99) hätten sie schon mehrmals per Video telefoniert, berichtete der Enkel. „Wir haben ein paar Mal gezoomt, sie haben Archie herumlaufen sehen.“ Sein Großvater beende das Gespräch aber nicht, indem er den Aus-Knopf drückt, sondern klappe den Laptop zu, sagte Harry lachend.

Harry über sein Kennenlernen mit Meghan: „Von Null auf 100 in zwei Monaten“

In Plauderlaune erzählte der Prinz auch von seinem Sohn Archie: Die Queen habe ihrem einjährigen Urenkel zu Weihnachten ein Waffeleisen geschenkt, da dies sein allerliebstes Frühstück sei. Archie, der im Mai zwei wird, könne auch schon einige Wörter sprechen und singe viel vor sich hin. Sein erstes Wort sei „Krokodil“ gewesen.

Harry erzählte auch von seinem Kennenlernen mit Meghan. „Dating mit mir und vermutlich mit jedem Mitglieder der Königsfamilie ist quasi umgedreht“, sagte er. Man treffe sich zu Hause und gehe erst ins Restaurant oder ins Kino, wenn man bereits ein Paar sei. Dadurch hätten sie viel Zeit ohne Ablenkungen miteinander verbringen können. „Es war großartig. Es ging von Null auf 100 in zwei Monaten.“

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Mit Spannung erwartet: Interview mit Oprah Winfrey am 8. März

Aktuell verbrächten Harry und Meghan ihre Abende vor allem damit, Archie einen Tee zu machen, ihn zu baden und ihm vorzulesen. Danach schaue das Paar Fernsehen, etwa die Quiz-Show „Jeopardy“ oder Netflix.

Doch wie fand die Queen diese plötzliche Offenheit ihres Enkels? Bekanntermaßen bleiben royale Geheimnisse eigentlich stets hinter verschlossenen Türen. Doch ein Insider verriet der britischen Zeitung "The Sun" nun, dass sich die Queen für ihren Enkel „freue“. Gleichzeitig ermahnte sie ihn jedoch auch, die Werte seiner Familie zu wahren.

Die Queen soll viel Verständnis für ihren Enkel haben: „Sie hat gesehen, wie er mit seiner Position in der Familie zu kämpfen hatte und hatte immer viel Zuneigung und Sympathie für ihn“, fügte er hinzu.

Das Gespräch mit James Corden wurde wenige Tage vor einem aufsehenerregenden Termin veröffentlicht: In der Nacht zum 8. März (MEZ) soll ein großes Interview von Harry und Meghan mit der US-Moderatorin Oprah Winfrey ausgestrahlt werden. (bml/dpa)

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