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Ikea bringt Anleitungen zum Zerlegen von Möbeln heraus

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Ikea: Das bedeuten die seltsamen Möbelnamen

Ikea- Das bedeuten die seltsamen Möbelnamen

Darum haben Ikea-Möbel so seltsame Namen

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Ikea will, dass Kunden ihre Möbel auch nach einem Umzug noch nutzen. Und hat sich daher etwas einfallen lassen: Demontage-Anleitungen.

Berlin. Billy, Pax, Malm, Brimnes und wie sie nicht alle heißen – die Produkte des schwedischen Möbelherstellers Ikea sind zum Selbstaufbau gedacht. Steht allerdings ein Umzug an, so kann es mitunter schwierig werden, Tische, Betten und Regale ab- und später wieder richtig aufzubauen.

Aufbauanleitungen legt Ikea seinen Produkten bei, neu ist nun, dass es für einige beliebte Modelle auch „Demontage-Anleitungen“, also Instruktionen zur Zerlegung, gibt. Diese sind Teil der Nachhaltigkeitsoffensive des Möbelhauses. Ikea will verhindern, dass Möbel weggeschmissen werden. Kunden sollen sie auch in einer neuen Wohnung noch weiter benutzen oder weiterverkaufen.

Demontage-Anleitung: Ikea setzt auf Nachhaltigkeit

Die Anleitungen gibt es zum Beispiel für Billy-Bücherregale, das Brimnes-Bett, das Lycksele-Schlafsofa, den Malm-Schreibtisch, den Pax-Kleiderschrank und den Pöang-Stuhl.

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"Nachhaltigkeit ist das Herzstück von allem, was wir bei Ikea tun, und wir sind weiterhin bestrebt, neue Wege zur Förderung der Kreislaufwirtschaft einzuführen, um unser Ziel zu erreichen, bis 2030 ein vollständig zirkuläres und klimafreundliches Unternehmen zu werden, und um nachhaltiges Leben für alle zugänglich und erschwinglich zu machen", sagt Hege Sæbjørnsen, Country Sustainability Manager bei Ikea UK & Ireland laut "w&v".

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Ikea: Möbelkonzern will nachhaltiger werden

Ikea hatte sich zuletzt ambitionierte Ziele gesetzt, um nachhaltiger und umweltfreundlicher zu wirtschaften. So will das Unternehmen bis 2030 die Klimabilanz seiner Produkte drastisch verbessern: Die durchschnittliche Klimaeinwirkung pro Produkt soll um 70 Prozent vermindert werden.

Gleichzeitig plant Ikea in zehn Jahren nur noch Produkte anzubieten, die aus erneuerbaren oder recycelten Materialien bestehen und für eine Weiterverwendung, beispielsweise durch den Second-Hand-Laden, designt sind. Auch interessant: Zum Durchklicken - Ikea stellt alle Kataloge seit 1950 online

Seit 2019 testet Ikea bereits eine Art „Leasing“-Modell für Möbel. Produkte, die retourniert werden und teilweise beschädigt sind, können Kunden derweil schon seit Langem in der sogenannten „Fundgrube“ zu reduzierten Preisen kaufen. Laut Ikea wurden auf diese Weise allein 2019 rund 47 Millionen Artikel weiterverwertet. (jb)

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