Schadstoff

Spaghetti im Öko-Test: Glyphosat in vielen Nudeln gefunden

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Spaghetti gehören zu den beliebtesten Nudelsorten. Doch beim Kauf sollte man auf die Inhaltsstoffe achten.

Spaghetti gehören zu den beliebtesten Nudelsorten. Doch beim Kauf sollte man auf die Inhaltsstoffe achten.

Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn/dpa

Sie gehören zu den Lieblingsnudeln der Deutschen: Spaghetti. Öko-Test fand in vielen Bandnudeln jedoch Rückstände von Schadstoffen.

Frankfurt/Main. Pasta geht eigentlich immer – und viele Zutaten braucht man auch nicht: Wasser, Salz und Hartweizengrieß. Doch Öko-Test fand jetzt heraus, dass viele Spaghetti aus dem Supermarkt auch noch andere, zum Teil schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Immerhin: Acht der 20 von Öko-Test untersuchten Nudelsorten erhielten die Bestnote „Sehr gut“. Unter den Testsiegern sind nicht nur teure Markenspaghetti wie die für 2,33 Euro von „De Cecco“, sondern auch Discounternudeln wie „D’Antelli“ von Aldi Nord, die es schon für 48 Cent im Handel gibt.

Öko-Test: Acht Spaghetti sind „Sehr gut“

Ebenfalls auffällig: Alle fünf getesteten Bio-Spaghetti konnten mit der Bestnote abschließen. Kundinnen und Kunden, die gerne die „Alnatura Spaghetti No. 3“ oder die „Dm Bio Spaghetti“ kaufen, können also aufatmen.

Sieben weitere Pasta-Marken wurden immerhin noch mit der Note „Gut“ bewertet, darunter die bekannten Nudeln von „Barilla“.

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Glyphosat in mehr als der Hälfte der getesteten Nudeln

Bei zwölf der 15 getesteten konventionellen Pasta-Marken fanden die Testerinnen und Tester Spuren des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat – die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft es als wahrscheinlich krebserregend ein.

Zwar sind die von Öko-Test gefundenen Spuren für Endverbraucherinnen und -verbaucher nicht gefährlich, jedoch gefährdet der Einsatz des Unkrautvernichters die biologische Vielfalt und zerstört die Lebensgrundlage vieler Insekten- und Vogelarten.

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Schimmelpilzgift und Mineralölbestandteile in mehreren Nudelsorten

Neben Glyphosat fand Öko-Test bei vier getesteten Marken „leicht erhöhte“ Gehalte an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH), die sich in Organen und im Fettgewebe ansammeln können. Öko-Test vermutet, dass die Mineralölbestandteile im Herstellungsprozess in die Nudeln gerieten.

Außerdem wurde bei zwei Spaghettisorten das Schimmelpilzgift Deoxynivalenol (DON) gefunden. Laut Öko-Test nimmt ein 60 Kilogramm schwerer Mensch mit einer Portion der Nudeln mehr als die Hälfte der täglich tolerierbaren Menge des Giftes auf - das ist gefährlich, denn DON kann das Immunsystem schädigen.

Sichere Nahrungsmittel: Alle getesteten Bio-Nudeln sind schadstofffrei

Wegen der gefundenen Schadstoffe fielen zwei Nudelsorten im Test durch: Die Eigenmarke von Edeka bekam nur ein „Mangelhaft“, die Penny-Eigenmarke wurde von Öko-Test sogar nur mit „Ungenügend“ bewertet.

Wer bei seinen Nudeln auf der sicheren Seite sein will, sollte also eine Packung der getesteten Bio-Nudeln kaufen. Oft sind diese nicht unbedingt teurer als die konventionellen Nudeln, jedoch wurden keine Schadstoffe in den getesteten Bio-Nudeln weder Glyphosat, noch Mineralöl oder Schimmelpilzgift gefunden. (te/dpa)

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