Kriminalität

Bundeweite Razzia gegen Kinderpornografie - kein Haftbefehl

Mit einer bundesweiten Razzia geht Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Verdächtige im Kindermissbrauchs-Fall Bergisch Gladbach vor.

Mit einer bundesweiten Razzia geht Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Verdächtige im Kindermissbrauchs-Fall Bergisch Gladbach vor.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Mit einer Großrazzia gehen Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Verdächtige im Kindesmissbrauchs-Komplex Bergisch Gladbach vor.

Köln. Bei einer bundesweiten Razzia gegen Kinderpornografie war die Polizei in zehn Bundesländern aktiv. Durchsuchungen habe es in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Berlin gegeben, teilte Michael Esser, Leiter der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) „Berg“ der Kölner Polizei, am Dienstag in Köln mit.

Die genauen Örtlichkeiten wollte die Polizei am Nachmittag noch nicht nennen, da die Durchsuchungen teilweise noch andauerten.

Razzia wegen Kinderpornografie mit mehr als tausend Beamten

Mehr als tausend Beamte waren im Einsatz. Schwerpunkte waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch Bayern und Niedersachsen. Die Verfahren haben sich aus den Ermittlungen rund um den Kindesmissbrauchskomplex Bergisch Gladbach ergeben.

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Die Aktion richtete sich gegen 65 Tatverdächtige - darunter zwei Frauen. Ihnen werden Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte vorgeworfen. Es gebe keine Hinweise, dass aktive Missbrauchtäter unter ihnen seien, es habe auch keine Haftbefehle gegeben.

In einem Fall sei ein 13-jähriges Kind angetroffen worden, sagte Esser, es habe „unklare Wohn- und Familienbeziehungen“ gegeben. Das Jugendamt habe daher entschieden, das Kind in Obhut zu nehmen. Auch Pistolen mit 148 Schuss Munition und scharfe Patronen wurden entdeckt. „Das zeigt mir, dass wir die richtigen Täter identifizieren konnten“, sagte Esser. (dpa/fmg)

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