Corona-Pandemie

Merkel nach Corona-Gipfel: "Kontakte weiter beschränken"

| Lesedauer: 3 Minuten
15-km-Bewegungsradius: Corona Maßnahmen werden verschärft

Bund und Länder haben sich laut Berichten auf eine Einschränkung des Bewegungsradius in Hotspots geeinigt. Gelten soll dies für Landkreise mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

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Die Beratungen von Merkel und den Länder sind beendet, der Lockdown geht weiter. Die Kanzlerin erläuterte die Beschlüsse des Gipfels.

Berlin. 
  • Kanzlerin Angela Merkel hat in einer Pressekonferenz über die Beschlüsse des Corona-Gipfels informiert
  • Der Lockdown wird bis 31. Januar verlängert, die Kontakte weiter eingeschränkt
  • Merkel warb zudem für Verständnis für die Impstrategie der Bundesregierung

Der Lockdown in Deutschland wird bis zum 31. Januar verlängert. Das hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach den Beratungen zwischen Bund und Ländern in einer Pressekonferenz verkündet. Das bedeutet auch, dass Schulen und Kitas bis Ende Januar im Lockdown bleiben.

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Mit der Verlängerung geht auch eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen einher. Statt fünf Personen wie bisher, sind nur noch Treffen mit einer haushaltsfremden Person erlaubt. Aufgrund der aktuellen Inzidenzzahlen und der Bedrohung durch das mutierte Coronavirus, sehe man sich dazu gezwungen, sagte Merkel. "Obwohl das für viele Menschen hart ist."

Zudem wird auch die Bewegungsfreiheit der Menschen in Corona-Hotspots eingeschränkt. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt.

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Söder besorgt über neue Variante des Coronavirus

Bayerns Ministerpäsident Markus Söder (CSU) zeigte sich auf der Pressekonferenz zum Corona-Gipfel ebenfalls besorgt über die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien. Aufgrund dieser gebe es jetzt "keine Möglichkeit zur Entwarnung". Söder verteidigte daher auch die Verlängerung des Lockdowns mit härteren Maßnahmen. "Wir machen keine Experimente, wir setzen auf Sicherheit."

Die Einschnitte seien "belastend für viele Menschen, gar keine Frage", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Aber die Belastungen in Krankenhäusern und Intensivstationen seien weiterhin hoch. Daher sei offensichtlich, dass noch einiges zu tun sei, um die Pandemie einzudämmen.

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Merkel wirbt für Verständnis der Impfstoffstrategie

Kanzlerin Merkel verteidigte auf der Pressekonferenz zudem die Impfstrategie der Bundesregierung. Diese war in den vergangenen Tagen teils heftig kritisiert worden. Es sei richtig, dass Deutschland die Impfungen gemeinsam mit den anderen EU-Staaten in der Europäischen Union organisiere, sagte Merkel. Nach ihrer Einschätzung könnten im zweiten Quartal des Jahres deutlich mehr Menschen eine Impfung gegen Corona erhalten.

Merkel betonte die Bedeutung des Terminmanagements bei den Impfungen. Wenn Impfstoff da sei, müsse dieser auch verimpft werden können. Dies bedürfe eines Höchstmaßes an Berechenbarkeit, "ohne dass wir den Zulassungsbehörden vorgreifen können".

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(bml/jb/jas/afp/dpa)

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