Pandemie

Corona-Pandemie: Die aktuellen Zahlen des RKI im Überblick

| Lesedauer: 4 Minuten
Kirche in Corona-Zeiten: "Alleinlebende haben es schwer"

Abgesagte Gottesdienste, Konfirmandenunterricht via Zoom: Die Kirchengemeinden in Deutschland müssen im Lockdown unter erschwerten Bedingungen ihren Aufgaben nachkommen. Eindrücke aus einer Gemeinde in Berlin.

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Das RKI veröffentlich jeden Tag aktuelle Daten zur Corona-Lage in Deutschland. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen zusammengefasst.

Berlin. 
  • Täglich meldet das Robert Koch-Institut (RKI) die aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie in Deutschland
  • Mit über 11.000 Neuinfektionen stieg der Wert am Donnerstag wieder deutlich an
  • Alle wichtigen Werte und Zahlen des RKI zum Infektionsgeschehen im Überblick

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages 11.869 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind über 1600 Fälle mehr als vor einer Woche: Vergangenen Donnerstag hatte das RKI binnen eines Tages 10.207 Neuinfektionen verzeichnet.

Außerdem wurden 385 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Vor einer Woche waren es 534 Menschen, die innerhalb eines Tages an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben waren.

Corona in Deutschland: Höchstwerte bei Todeszahlen im Januar

Der Höchststand von 1244 registrierten Todesfällen binnen 24 Stunden war am 14. Januar gemeldet worden. Der höchste Wert bei den innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember erreicht worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

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Corona-Zahlen des RKI: Sieben-Tage-Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 61,7 - und damit höher als am Vortag (59,3).

Vor vier Wochen, am 28. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 98 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz so zu drücken, dass die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Kontakten der Corona-Infizierten leisten können. Wegen der möglicherweise viel ansteckenderen Corona-Mutationen haben Bund und Länder zudem bestimmte Öffnungsschritte an eine Inzidenz unter 35 gekoppelt.

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Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Seit Beginn der Pandemie zählte das RKI 2.426.660 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 69.327.

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Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Der bundesweite R-Wert lag laut Lagebericht des RKI vom Donnerstag bei 0,92 (Vortag: 0,89). Liegt der R-Wert über eins, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen langfristig. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

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Datum 25. Februar 24. Februar
4-Tage-R-Wert 0,92 0,89
7-Tage-R-Wert 1,05 0,98

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht einen sogenannten 7-Tage-R-Wert an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am 25. Februar bei 1,05. Am Vortag lag er bei 0,98. Dieser Wert bildet das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen ab.

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen häufig?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Gesamtzahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 24. Februar):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 526.695
Bayern 432.364
Baden-Württemberg 313.518
Sachsen 192.399
Hessen 185.434
Niedersachsen 161.643
Berlin 127.930
Rheinland-Pfalz 101.009
Brandenburg 75.649
Thüringen 74.886
Sachsen-Anhalt 59.480
Hamburg 50.919
Schleswig-Holstein 41.739
Saarland 28.525
Mecklenburg-Vorpommern 23.938
Bremen 17.705

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