Corona-Newsblog

Corona: Minister Peter Altmaier und Heiko Maas in Quarantäne

Mit Heiko Maas und Peter Altmaier sind zwei Minister in Quarantäne; Neue Risikogebiete in der EU. Alle Nachrichten im Corona-Newsblog.

Neuverschuldung des Bundes steigt auf fast 100 Milliarden Euro

Das Bundeskabinett hat den Haushaltsentwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gebilligt. Dieser sieht für das kommende Jahr eine weitere Neuverschuldung von gut 96 Milliarden Euro vor. Ab 2022 will die Regierung wieder die Schuldenbremse im Grundgesetz einhalten - doch sollen bis 2024 neue Kredite von gut 22 Milliarden Euro aufgenommen werden.

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Berlin. 
  • Mit Heiko Maas und Peter Altmaier befinden sich zwei deutsche Minister in Corona-Quarantäne
  • Deutschlands Amtsärzte schätzen die Wirksamkeit der Corona-Warn-App bei der nationalen Pandemie-Bekämpfung als äußerst gering ein
  • Die Bundesregierung hat Regionen in elf Ländern zu Risikogebieten erklärt – darunter auch Kopenhagen, Lissabon und Dublin
  • Google Maps führt neue Funktion ein, damit Nutzer Gebiete mit hohen Corona-Fallzahlen umfahren können
  • Christian Drosten mahnt: Deutschland muss vor dem Herbst seine Corona-Strategie überdenken
  • Die Bundesregierung macht den Weg für 20.000 neue Pflegehilfskräfte frei. Außerdem beschließt das Kabinett einen Zusatz-Bundeszuschuss von fünf Milliarden Euro
  • In Deutschland gibt es unseren Recherchen zufolge mehr als 279.000 registrierte Corona-Infektionen und mehr als 9400 Todesfälle
  • Weltweit wurden rund 31,8 Millionen Corona-Infektionen registriert, mehr als 975.000 Menschen starben an der Lungenerkrankung Covid-19

Nachdem sich Bundesaußenminister Heiko Maas vorsorglich in Quarantäne begeben hatte, weil einer seiner Personenschützer mit dem Coronavirus infiziert hat, ist nun auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Quarantäne. „Heute Nachmittag erfuhr ich, dass ein beim Handelsministerrat in Berlin anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv auf Corona getestet wurde“, teilte der CDU-Politiker auf Twitter mit.

Die Bundesregierung hat diverse weitere Regionen wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter fallen auch die dänische Hauptstadt Kopenhagen, die Region Dublin in Irland, die Provinz Utrecht in den Niederlanden und die Region Lissabon in Portugal.

Die Amtsärzte in Deutschland sehen nur einen sehr geringen Nutzen der Corona-App. Da die Daten der App nicht automatisch an die Gesundheitsämter weitergeleitet werden, sei dieses Instrument „für uns keine große Unterstützung bei der schnellen Bekämpfung und Eindämmung von Corona-Ausbrüchen“, sagte die Verbandsvorsitzende unserer Redaktion.

Corona-News-Ticker: 2143 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Laut Robert Koch-Institut (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland innerhalb eines Tages 2143 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das RKI am Donnerstag bekannt. Am Samstag waren 2297 Neuinfektionen gemeldet worden – der höchste Wert seit Ende April. Alle aktuellen RKI-Fallzahlen für Deutschland lesen Sie hier : Aktuelle RKI-Fallzahlen und Corona-Produktionszahl

Donnerstag, 24. September: Corona-Ausbruch bei Fleischverarbeiter im Kreis Steinfurt

6.40 Uhr: Mindestens 26 Beschäftigte eines mittelgroßen Betriebs der Fleischverarbeitung im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt sind nach Angaben der Verwaltung positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Das Ausmaß ist uns noch nicht bekannt, unsere Ermittler arbeiten mit Hochdruck“, sagte eine Sprecherin des Kreises auf dpa-Anfrage.

Betroffen ist die Allfrisch Geflügel-Produktions GmbH, ein Zerlegebetrieb für Geflügel in Emsdetten. Insgesamt arbeiten in dem Betrieb rund 300 Mitarbeiter, vor allem Leiharbeiter aus Osteuropa. Alle Mitarbeiter sowie ihre Angehörigen würden am Freitag getestet. Es gehe darum, Infektionsketten rasch zu unterbrechen.

Karl Lauterbach hält zweiten Lockdown für sehr unwahrscheinlich

5.06 Uhr: Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält trotz steigender Corona-Zahlen in Deutschland einen Lockdown wie zu Beginn der Pandemie für unwahrscheinlich. „Die Wahrscheinlichkeit, noch einmal so einen Lockdown wie vor ein paar Monaten zu erleben, halte ich für gleich null“, sagte er dem Nachrichtenportal watson.de. Die Bevölkerung werde größtenteils freiwillig tun, was notwendig sei, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden. „Da bin ich absolut sicher.“

Die breite Bevölkerung sei zu sehr alarmiert und sensibilisiert für das Thema, sagte Lauterbach. „Sie hat begriffen, wie gefährlich Covid-19 sein kann, welche Langzeitschäden nach der Krankheit drohen, und dementsprechend werden die Menschen bereit sein, zeitnah Maßnahmen zu ergreifen, um das Schlimmste zu verhindern.“

Positiver Coronatest bei Gouverneur von Missouri – erklärter Masken-Gegner

4.56 Uhr: Der Gouverneur des US-Staates Missouri, Mike Parson, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte das Büro des erklärten Gegners einer Maskenpflicht für Bürger mit. Demnach war zuvor bei Parsons Frau Teresa das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Bei ihr seien nur milde Symptome aufgetreten, etwa Husten und eine verstopfte Nase, ergänzte eine Sprecherin.

Ein erster Schnelltest bei Gouverneur Parson verlief positiv, er wartet nun noch auf die Ergebnisse eines Abstrichs. Ihm und seiner Ehefrau gehe es gut, erklärte Parson in einem auf seiner Facebook-Seite geposteten Video. „Keine Symptome irgendeiner Art.“ Doch müssten sie sich nun in Quarantäne begeben, ergänzte der Republikaner.

Corona: Nach Heiko Maas nun auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Quarantäne

2.30 Uhr: Nach Außenminister Heiko Maas hat sich auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Corona-Quarantäne begeben. „Heute Nachmittag erfuhr ich, dass ein beim Handelsministerrat in Berlin anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv auf Corona getestet wurde“, teilte der CDU-Politiker am Abend auf Twitter mit.

„Ich habe mich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Ich wurde am Freitag negativ getestet, es geht mir sehr gut“, schrieb er weiter. Am Sonntag und Montag war Altmaier Gastgeber beim EU-Handelsministertreffen in Berlin und hatte dabei die strengen Corona-Auflagen für das Treffen hervorgehoben.

Amtsärzte sehen kaum Nutzen der Corona-Warn-App bei der Pandemie-Bekämpfung

1.00 Uhr: Deutschlands Amtsärzte schätzen die Wirksamkeit der Corona-Warn-App bei der nationalen Pandemie-Bekämpfung als äußerst gering ein. „Da die Daten der App nicht automatisch an die Gesundheitsämter weitergeleitet werden, ist dieses Instrument in seiner derzeitigen Form für uns keine große Unterstützung bei der schnellen Bekämpfung und Eindämmung von Corona-Ausbrüchen“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, unserer Redaktion.

Teichert betonte, die App spiele „in der alltäglichen Arbeit der deutschen Gesundheitsämter so gut wie keine Rolle.“ Es komme „äußerst selten vor, dass sich ein App-Nutzer wegen eines entsprechenden Warnhinweises bei uns meldet“. Die Politik habe entschieden, „den Datenschutz über den Pandemieschutz zu stellen“. Dies müsse man so akzeptieren, sagte die Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen. Lesen Sie hier: Die Corona-Warn-App – Erfolgsgeschichte oder Flop?

Mittwoch, 23. September: Bars und Restaurants in Marseille müssen wegen Corona schließen

22.42 Uhr: Frankreich schließt im Kampf gegen das Coronavirus Bars und Restaurants in Teilen des Landes. Für die südfranzösische Hafenmetropole Marseille und das Überseegebiet Guadeloupe sei die „maximale Alarmstufe“ ausgerufen worden, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran am Mittwoch. Dort müssten ab Samstag alle Bars und Restaurants komplett schließen. In der Hauptstadt Paris und weiteren Großstädten wie Lille oder Rennes müssten Bars ab Montag um 22.00 Uhr schließen.

Dort gelte nun eine „hohe Alarmstufe“, es gebe daher eine Obergrenze von zehn Personen bei Treffen in der Öffentlichkeit, erklärte Véran. Im stark betroffenen Marseille würden zudem alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen geschlossen, sofern sie kein „strenges Gesundheitsprotokoll“ eingeführt hätten, sagte Véran. Theater und Kinos seien davon nicht betroffen. Ziel sei es, dass die Bars und Restaurants in der Hafenstadt nicht länger als zwei Wochen geschlossen sein müssten.

Regionen in elf EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt

21.00 Uhr: Die Bundesregierung hat Regionen in elf Ländern der Europäischen Union wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden, wie aus der am Mittwochabend aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Lesen Sie dazu: Diese Länder sind Corona-Risikogebiete

Google Maps mit neuen Kartendetails zu Covid-19-Fällen

18.57 Uhr: Google Maps führt eine neue Funktion ein, mit der Nutzer der App Regionen mit hohen Corona-Fallzahlen umfahren können. Ähnlich wie die Kartendetails zur Verkehrslage oder zu Fahrradrouten und öffentlichen Verkehrsmitteln sollen Nutzer eine in Google Maps dargestellte Übersicht zu Covid-19-Fallzahlen erhalten. Die Informationen werden auf Länderebene weltweit verfügbar sein.

Auch Daten auf Bundesstaat-, Provinz-, Bezirks- und Stadtebene werden angezeigt, sofern diese vorliegen. Die Funktion wird ab dieser Woche weltweit für Android und iOS eingeführt. Die Daten basieren laut Google auf Quellen wie Wikipedia, der New York Times und der Johns Hopkins University, die bereits ihre Informationen in der Google-Suche sichtbar machen. Die Datenbasis wird täglich in Google Maps aktualisiert.

Hunde sollen am Flughafen von Helsinki Coronavirus erschnüffeln

18.41 Uhr: Spürhunde sollen am internationalen Flughafen von Helsinki das Coronavirus erschnüffeln. Am Mittwoch nahmen vier Hunde verschiedener Rassen in der finnischen Hauptstadt ihre Arbeit auf. Sollte sich der viermonatige Test als erfolgreich erweisen, könnten auf kostengünstige Weise schnell infizierte Reisende ermittelt werden.„Es ist eine sehr vielversprechende Methode“, sagte eine Professorin für Kleintiermedizin an der Universität Helsinki, Anna Hielm-Björkman.

„Hunde sind sehr gut im Schnüffeln. Wenn es funktioniert, wird es eine gute (Coronavirus-)Testmethode an jeglichen anderen Orten sein.“ Die Spürhunde könnten etwa in Krankenhäusern, Häfen, in Seniorenheimen, bei Sportveranstaltungen und kulturellen Ereignissen zum Einsatz kommen, sagte sie.

Wissenschaftler liefern regionale Corona-Vorhersagen

15.25 Uhr: Wissenschaftler der Universität Osnabrück und des Forschungszentrums Jülich haben eine regionale Corona-Vorhersage entwickelt. Das Modell liefere tagesaktuelle Schätzungen für Neuinfektionen sowie eine Fünf-Tages-Prognose für jeden deutschen Landkreis, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch. Dazu würden Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mit einem wahrscheinlichkeitsgewichteten Modell auf Höchstleistungsrechnern statistisch analysiert.

Das im Internet abrufbare Modell berechne nicht nur einen einzelnen wahrscheinlichen Verlauf, sondern berücksichtige viele mögliche Verläufe, erläuterte Prof. Gordon Pipa, Leiter der Arbeitsgruppe Neuroinformatik an der Uni Osnabrück.

„Dies ermöglicht die Berechnung sogenannter Vorhersagehorizonte als Maß für die Streuung der Wahrscheinlichkeiten.“ So sei eine Einschätzung der Situation einschließlich statistischer Unsicherheiten möglich.

Corona: Heiko Maas wegen Infektion von Personenschützer in Quarantäne

14.33 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich wegen der Corona-Infektion eines seiner Personenschützer in Quarantäne begeben. Ein erster Test auf eine Covid-19-Erkrankung sei am Mittwoch aber negativ gewesen, teilte das Auswärtige Amt mit.

Drosten warnt: Corona-Pandemie „wird jetzt erst richtig losgehen“

12.55 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht Deutschland in der Corona-Pandemie noch nicht ausreichend für die kommende Zeit gewappnet. „Wir müssen, um die Situation in den kommenden Monaten zu beherrschen, Dinge ändern“, sagte er im Vorfeld der im Oktober anstehenden Gesundheitskonferenz World Health Summit in Berlin.

„Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns.“ Pragmatische Entscheidungen seien nötig, sagte Drosten dem World Health Summit zufolge. „Es werden schon Festtagsreden auf den deutschen Erfolg gehalten, aber man macht sich nicht ganz klar, woher er kam.“ Er gehe schlichtweg darauf zurück, dass Deutschland ungefähr vier Wochen früher reagiert habe als andere Länder.

Regierung ruft zu intensiverer Nutzung der Corona-App auf

11.50 Uhr: Die Bundesregierung hat dazu aufgerufen, die Corona-Warn-App für Smartphones auch mit Blick auf den Herbst und Winter intensiver einzusetzen. „Bitte nutzen Sie dieses Werkzeug in der Pandemie“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Zwischenbilanz der Anwendung nach 100 Tagen.

Dazu gehöre, bei einem eigenen positiven Testergebnis auch seine Kontakte darüber zu informieren. Bisher passiere dies nur in etwa der Hälfte der Fälle. Insgesamt hätten fast 5000 Nutzer eigene Kontakte auf diese Weise gewarnt, erläuterte Spahn. Bei je zehn bis 20 Kontakten hätten so einige Zigtausend Menschen informiert werden können.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) nannte die im Auftrag des Bundes entwickelte Anwendung eine „große Erfolgsgeschichte“. Mit rund 18 Millionen Downloads sei sie häufiger heruntergeladen worden als alle anderen Corona-Apps in Europa. Spahn betonte, die App sei „kein Allheilmittel“. Sie ergänze die Arbeit von Gesundheitsämtern und Gesundheitswesen, es komme zudem weiter auf Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken an.

Rekord an Corona-Infektionen in Israel – Fast 7000 neue Fälle

11.36 Uhr: Wenige Tage nach Beginn eines zweiten landesweiten Lockdowns sind die Corona-Zahlen in Israel auf einen Rekordwert gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 6923 Fälle registriert worden. So viele Neuinfektionen an einem Tag wurden in dem Land bislang noch nicht verzeichnet - allerdings nahm zuletzt auch die Zahl der Tests zu. Vor vier Monaten, am 23. Mai, waren lediglich 5 Neuinfektionen verzeichnet worden.

Zum Vergleich: In Israel leben rund neun Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner, dort wurden zuletzt 1769 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ausgewiesen. Seit Freitag gilt in dem Mittelmeerstaat erneut ein Lockdown. Die Menschen müssen sich mit Schulschließungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit arrangieren. Die Regierung will mit den zunächst für drei Wochen geltenden Restriktionen eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

Umfrage: Mehrheit für Maskenpflicht auch auf öffentlichen Plätzen

11.29 Uhr: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland könnte sich einer Umfrage zufolge eine Maskenpflicht auch außerhalb von Geschäften und Gebäuden vorstellen. 61 Prozent gaben in einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov an, das verpflichtende Tragen einer Maske auch etwa auf öffentlichen Plätzen und in Innenstädten als „angemessen“ oder „eher angemessen“ zu empfinden. Ältere Menschen sprachen sich häufiger für eine solche Beschränkung aus als jüngere.

Coronavirus: Kabinett macht Weg für 20.000 neue Pflegehilfskräfte frei

11.11 Uhr: Die Bundesregierung will den Pflegesektor personell verstärken: Ab dem kommenden Jahr sollen 20.000 zusätzliche Pflege-Assistenzstellen eingerichtet werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, der heute vom Bundeskabinett gebilligt wurde. Der Minister verspricht sich davon auch eine größere Attraktivität der Arbeit im Pflegebereich.

Die zusätzlichen Pflegehilfskräfte werden aus Mitteln der Pflegeversicherung finanziert, erklärte der Minister. „In der Pflege zu arbeiten wird wieder attraktiver, wenn mehr Kolleginnen und Kollegen mit anpacken“, sagte Spahn. Mit dem Gesetz sollen zudem die gesetzlichen Krankenkassen mehr Geld bekommen, um die Kosten aus der Corona-Pandemie finanzieren zu können.

Dafür wird der Bundeszuschuss um fünf Milliarden Euro auf 19,5 Milliarden Euro aufgestockt. Außerdem werden aus den Finanzreserven der Krankenkassen einmalig acht Milliarden Euro in die Einnahmen des Gesundheitsfonds überführt. Trotz der Milliardenspritzen wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag für die Kassen im kommenden Jahr voraussichtlich um 0,2 Punkte auf 1,3 Prozent steigen.

Leopoldina: Experten empfehlen einheitliche Regeln für Corona-Herbst

10.10 Uhr: Knapp eine Woche vor den nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit Blick auf den Corona-Herbst einheitlichere Regeln in Deutschland angemahnt.

„Um der Gefahr einer auch in Deutschland wieder schwerer zu kontrollierenden Entwicklung der Pandemie rechtzeitig zu begegnen, ist es dringend notwendig, dass sich die Verantwortlichen in Bund und Ländern rasch auf bundesweit verbindliche, wirksame und einheitliche Regeln für das Inkrafttreten von Vorsorgemaßnahmen einigen und diese konsequenter als bisher um- und durchsetzen“, heißt es in einer Stellungnahme der Akademie.

Die Wissenschaftler haben seit Beginn der Pandemie mehrfach in Stellungnahmen Politikempfehlungen abgegeben, die dann auch in die aktuellen Beratungen eingeflossen sind. Merkel und die Länderchefs wollen am kommenden Dienstag in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen sprechen. Hintergrund sind steigende Infektionszahlen in Europa und auch in Deutschland und Befürchtungen über eine Verschärfung der Lage im Herbst und Winter.

Berliner Amtsarzt würde jede Form von Party untersagen

9.25 Uhr: Der Amtsarzt Patrick Larscheid regt vor dem Hintergrund rasant steigender Neuinfektions-Zahlen in Berlin den Senat an, strenge Restriktionen in Erwägung zu ziehen. „Wir brauchen keine Aufklärungskampagnen“, sagt er der „Bild“-Zeitung. Jetzt müsse man radikal sein.

Berlin ist seit Montag bundesweit Spitzenreiter bei der Verbreitung des Corona-Virus mit einer sogenannten Inzidenz von fast 21 Infizierten pro 100 000 Einwohnern pro Woche. In Friedrichshain-Kreuzberg liegt die Inzidenz sogar bei 48,6, in Mitte bei 34,7. Die Zahlen der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen kletterte für ganz Berlin sogar auf 49,1 pro 100 000 Einwohner pro Woche.

„Junge Feiernde – das ist die Gruppe, die erreicht werden muss“, so Larscheid. „Die Leute wissen, sie können machen, was sie wollen, es wird nichts passieren.“ Sinnvoll seien neue Kontaktbeschränkungen. „Wenn der Senat es ernst meint, müsste er jede Form von Party oder Feier untersagen. Ja, das geht in Richtung Lockdown, aber eine Alternative ist nicht sichtbar“, so der Arzt.

Steigende Corona-Zahlen: Remscheid und Regensburg verschärfen die Maßnahmen

9.16 Uhr: Nach der zeitweisen Überschreitung des Corona-Signalwerts von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat die Stadt Regensburg am Dienstag zusätzliche Maßnahmen zum Infektionsschutz angeordnet: Kein abendlicher Alkoholverkauf an der Tankstelle, Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen, striktere Kontaktregeln und weniger Menschen bei Privatfeiern. Die Maßnahmen gelten ab heute.

Alle Regelungen gelten zunächst für eine Woche. „Die Stadt geht mit diesen Maßnahmen auf Nummer sicher“, sagt Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD). Sie vermutet, dass die gestiegene Zahl an Corona-Tests in den letzten Wochen auch dazu geführt hat, dass mehr Infektionen entdeckt wurden. Regensburg hatte den Signalwert von 35 am Montag knapp überschritten. Heute lag er mit 31,45 bereits wieder darunter.

9.00 Uhr: In Remscheid steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Wie die Stadt mitteilte, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 52,05. Heute will der Krisenstab die bereits getroffenen Maßnahmen verschärfen. Bereits gestern hatte das Gremium einen umfangreichen Maßnahmenkatalog entschieden, der die weitere Ausbreitung der Infektionen in der Stadt verhindern soll.

Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner. Wird in einer Stadt oder in einem Kreis die 50er-Grenze überschritten, sieht die Corona-Schutzverordnung in NRW „zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen“ vor.

Remscheid gehört zu den drei Städten in Nordrhein-Westfalen mit der höchsten Zahl der Corona-Neuinfektionen. Verursacher der stark steigenden Zahlen sind laut Stadt vor allem „reiserückkehrende Familienverbünde.“

Spanien meldet höchste Zahl an Todesfällen seit Mai

8.36 Uhr: Mehr als 10.000 neue Corona-Fälle meldete Spanien am Dienstag. Doch noch erschreckender: Die Zahl der Todesfälle lag mit 241 laut Worldometers so hoch wie seit dem 6. Mai nicht mehr. Bereits letzte Woche hatte es Anstiege zwischen 150 und 240 Toten gegeben, am Wochenende war die Zahl auf etwas mehr als 50 pro Tag zurückgegangen. Die aggregierte Kurve der Todesfälle in Spanien steigt nach einer langen Phase der Beinahe-Stagnation nun wieder klar sichtbar an.

Tschechien rechnet mit deutscher Reisewarnung für das ganze Land

8.15 Uhr: Die Regierung in Prag rechnet damit, dass Deutschland in Kürze ganz Tschechien zum Corona-Risikogebiet erklären dürfte. Angesichts des Anstiegs neuer Fälle müsse man davon ausgehen, dass diese Entscheidung bereits an diesem Mittwoch fallen könnte, sagte Tschechiens Außenminister Tomas Petricek nach Angaben der Agentur CTK. Die Zahl der Fälle sei, bezogen auf die Einwohnerzahl, in Tschechien „deutlich höher” als in Deutschland.

Petricek sprach nach eigenen Angaben am Rande von EU-Beratungen in Brüssel mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas über das Thema. „Für uns wird es vor allem wichtig sein, dass diese Entscheidung keine negativen Auswirkungen hat auf Grenzpendler, auf Menschen, die zum Studium oder zur Arbeit nach Deutschland fahren“, betonte der Sozialdemokrat. Nach Schätzungen sind mehr als 37.000 tschechische Grenzgänger in Deutschland beschäftigt, vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie.

Laut der EU-Behörde ECDC liegt die Anzahl der neuen Fälle in den vergangenen 14 Tagen, auf 100.000 Einwohner gerechnet, in Tschechien bei 207. In Deutschland liegt der Wert nur bei 26,3. Die Bundesregierung hatte vor kurzem bereits Prag und die angrenzende Mittelböhmische Region zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen.

Mindestens tausend Polizisten positiv auf Corona getestet

6.01 Uhr: Seit Beginn der Pandemie sind in Deutschland mindestens tausend Polizistinnen und Polizisten mit dem Coronavirus infiziert. Das ergab eine Umfrage der „Rheinischen Post“ bei den Landesinnenministerien und der Bundespolizei. Die meisten Infektionen gab es danach in Bayern mit 274 und Baden-Württemberg mit 262 positiv getesteten Beamten. NRW wollte die Zahlen aus einsatztaktischen Gründen nicht kommunizieren.

Bei der Bundespolizei wurden 191 infizierte Polizistinnen und Polizisten registriert, davon allein 55, bei denen die Erkrankung einen dienstlichen Bezug aufwies. Die meisten anderen Dienststellen führen keine Statistiken über im Einsatz erfolgte Ansteckungen.

In Bayern und Hamburg betrauerten die Polizisten jeweils einen nach der Covid-19-Erkrankung gestorbenen Kollegen. Der Vizevorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, kritisierte, dass es bei den Polizeibehörden „so gut wie keine Pandemiepläne“ gegeben habe. „Die Pandemie hat Defizite in der IT-Struktur offengelegt“, sagte Radek. Um im Innendienst für eine Entspannung der Lage durch mögliche Wechsel ins Homeoffice beizutragen, habe es an einer ausreichenden Zahl von Laptops gefehlt.

100 Tage Corona-Warn-App – SAP und Telekom ziehen positive Bilanz

5.31 Uhr: Die Macher der deutschen Corona-Warn-App, SAP und Deutsche Telekom, haben 100 Tage nach dem Start der Anwendung eine positive Bilanz gezogen. „Die App funktioniert und wir arbeiten weiter an Verbesserungen“, sagte Peter Lorenz, Chefentwickler bei der Telekom-Tochter T-Systems. Das sei auch der Grund, warum sich inzwischen mehrere Länder an dem Open-Source-Code des deutschen Projektes bedienen würden.

Die im internationalen Vergleich sehr hohen Download-Zahlen für die deutsche App wertete Lorenz als ein „Vertrauensbeweis der Bevölkerung“. Die Akzeptanz der App sage viel darüber aus, dass die Menschen in der Stimmung seien, solche Tools als einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu nutzen. Sie wurde in den vergangenen 100 Tagen 18,2 Millionen Mal heruntergeladen. Da aber auch einige Anwender die App deinstalliert oder deaktiviert haben, gehen Experten von rund 15 Millionen aktiven Nutzern aus.

Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert Maskenpflicht im Unterricht

5.02 Uhr: Im Kampf gegen eine Verbreitung des Coronavirus hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine generelle Maskenpflicht in Schulen gefordert. „Die meisten Lehrkräfte finden eine Maskenpflicht auch im Unterricht eher hilfreich. Diesen Schutz muss man ihnen bieten“, forderte die Vorsitzende Marlis Tepe in der „Passauer Neuen Presse.“ Pädagogisch sei dies zwar nicht sinnvoll, „aber es schützt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern“.

Derzeit gibt es in den meisten Bundesländern eine Maskenpflicht in Schulgebäuden, nicht aber im Unterricht. Die Kultusministerkonferenz hatte Anfang September festgestellt, dass die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung von den Ländern in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsgeschehen ausgesprochen und bei Bedarf in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden auf den Unterricht ausgeweitet werden könne.

Tepe forderte weiter Gefährdungsbeurteilungen für jede Schule und ein bundesweit einheitliches Konzept für das Lüften der Unterrichtsräume. „Es gibt marode Schulen, in denen nicht einmal die Fenster geöffnet werden können. Da muss es Alternativlösungen geben“, sagte die GEW-Chefin der Zeitung.

Corona-Impfungen: Selbstversuche von Forschern müssen reguliert werden

4.32 Uhr: Schon mehrfach gab es in den letzten Wochen Fälle, in denen Forscher von ihnen entwickelte Corona-Impfstoffe an sich selbst testeten. Derlei Selbstversuche müssten dringend reguliert werden, fordern Wissenschaftler aus den USA und Dänemark. Diese Form der Forschung werfe viele rechtliche und ethnische Fragen auf, erläutern sie im Fachmagazin „Science“. Wenn diese nicht angegangen würden, könne das Vertrauen der Menschen in die Entwicklung sicherer Corona-Impfstoffe beeinträchtigt werden.

Mehrere Wissenschaftler in den USA haben eigenen Angaben zufolge bereits selbst zusammengemischte Corona-Impfstoffkandidaten am eigenen Körper ausprobiert. Unter anderem aus Russland und China gibt es ähnliche Berichte. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wird derzeit weltweit in fast 200 Projekten nach geeigneten Impfstoffen zum Schutz vor Corona gesucht. Experten rechnen mit einer breiten Verfügbarkeit geeigneter Impfstoffe erst im kommenden Jahr.

Coronavirus – Zahl der Asylbewerber in der EU sinkt stark

4.16 Uhr: Die Zahl der Asylbewerber in der Europäischen Union ist in diesem Jahr stark zurückgegangen. In den ersten sechs Monaten 2020 beantragten 196.620 Menschen erstmals Asyl in einem der 27 EU-Staaten, das ist ein Rückgang um 34 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019. Das geht aus der Auswertung neuer Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat hervor, die unserer Redaktion vorliegen. Grund für den Rückgang ist offensichtlich die Corona-Krise, die Zahlen brachen erst mit Beginn des ersten Lockdown im März massiv ein.

In Deutschland beantragten den Daten zufolge zwischen Anfang Januar und Ende Juni 46.655 Menschen erstmals Asyl – ein Rückgang um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aus den Zahlen ergibt sich, dass Deutschland weiter das wichtigste Zielland für Asylbewerber in der Union ist, dahinter liegen Spanien und Frankreich – der deutsche Anteil aller Erstanträge in der EU liegt allerdings mit 23,7 Prozent deutlich niedriger als während der Flüchtlingskrise 2015/2016, als der Anteil über 30 Prozent betragen hatte.

Dienstag, 22. September: Covid-Patient in Mexiko bekommt neue Lunge

21.49 Uhr: In Mexiko ist nach Angaben eines Krankenhauses eine Lungentransplantation an einem Covid-19-Patienten geglückt. Laut einer Mitteilung war der 55-Jährige bereits am 31. August im Privatkrankenhaus Christus Muguerza in der Stadt Monterrey sieben Stunden lang operiert worden. Er war demnach zuvor 52 Tage lang künstlich beatmet worden, nachdem er im Juni erkrankt war.

„Ohne die Transplantation war die Lebenserwartung des Patienten null“, wurde der Chirurg Manuel Wong Jaén zitiert. Der Mann befinde sich auf dem Weg der Genesung. Er werde eine praktisch normale Lebensqualität haben.

Nach Angaben der Klinik soll es sich bei der OP um die erste erfolgreiche Doppel-Lungentransplantation an einem Covid-19-Patienten in Lateinamerika gehandelt haben. Im Mai war in Wien die erste Lungentransplantation an einer Covid-Patientin in Europa geglückt. Auch in den USA hat es das schon gegeben.

Corona-Podcast: Diese Testmethoden gibt es

21.24 Uhr: In der Corona-Podcast-Folge „Goldstandard bleibt der PCR-Test“ ging es um unterschiedliche Corona-Testmethoden. Virologin Sandra Ciesek und die NDR-Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig sprachen unter anderem über die Vor- und Nachteile von Fieberambulanzen. Lesen Sie hier: Corona-Podcast: Darum gelten PCR-Tests als „Goldstandard“

Frankreich meldet mehr als 10.000 Neuinfektionen

20.39 Uhr: Frankreich verzeichnet erneut mehr als 10.000 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 10.008 Corona-Fälle nach lediglich 5298 am Vortag hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In zwölf Tagen überschritt die Zahl der Neuinfektionen sechs Mal die Marke von 10.000. Insgesamt haben sich 468.069 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf 31.416.

Madrids Regionalregierung warnt vor Corona-Lockdown

19.46 Uhr: Angesichts der weiter rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen in Madrid hat Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso vor einem Lockdown in der gesamten Hauptstadtregion gewarnt. Bereits seit gestern sind Wohngebiete mit insgesamt 850.000 Einwohnern teilweise abgesperrt. Die Bewohner dürfen sie nur verlassen, um unter anderem zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gehen.

„Es macht keinen Sinn, Beschränkungen in einigen Vierteln anzuordnen und in anderen nicht“, sagte Ayuso spanischen Medien zufolge. Sie schloss nicht aus, dass womöglich auch die ganze Hauptstadtregion mit insgesamt 6,6 Millionen Einwohnern betroffen werden könnte, wie die Zeitung „El País“ berichtete.

Putin wirbt in UN-Rede für Corona-Impfstoff

19.23 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat bei den Vereinten Nationen für den ersten Impfstoff seines Landes gegen das Coronavirus geworben. Russland sei bereit, kostenlos alle UN-Mitarbeiter mit dem Vakzin impfen zu lassen, sagte Putin in einer Videoansprache, die bei der Generalversammlung in New York gezeigt wurde. Russland sei es als erstem Land der Welt gelungen, einen Impfstoff zu registrieren, betonte Putin. Der Kremlchef schlug auch eine Online-Konferenz auf höchster Staatsebene für Länder vor, die an einer Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines Impfstoffs interessiert seien.

Westen Österreichs führt wieder Sperrstunde um 22 Uhr ein

18.50 Uhr: In den österreichischen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg gilt ab Freitag eine Sperrstunde von 22 Uhr. Im Rest des Landes dürfen Lokale dagegen weiterhin bis 1 Uhr öffnen. Die Maßnahme gelte erstmal für drei Wochen, wie die Landesregierungen und das österreichische Kanzleramt mitteilten. Bundeskanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP appellierte auch an die Bundesländer Wien und Niederösterreich, die Sperrstunde anzupassen.

Hintergrund sind die zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen in Österreich. Zwar lebt mehr als die Hälfte der aktuell als erkrankt geltenden 8200 Menschen in Wien, aber auch Teile der drei westlichen Bundesländer, die an die deutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg grenzen, werden von österreichischen Experten als Gebiete mit hohem Risiko eingeschätzt.

Spahn: Keine Schnellzulassung bei Corona-Impfstoff

18.15 Uhr: Eine Schnellzulassung bei einem Corona-Impfstoff wird es nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht geben. Schnelligkeit sei nicht die Hauptpriorität bei der Entwicklung, sondern Sicherheit und Wirksamkeit, sagte Spahn am Dienstag in Frankfurt am Main. Der Minister betonte, es werde ein freiwilliges Impfangebot geben. Er sei sicher, dass die Bereitschaft in der Bevölkerung ausreiche.

EU-Gipfel wegen Corona-Fall verschoben

17.16 Uhr: Auch in Schweden steigen die Corona-Zahlen wieder, wenn auch auf niedrigem Niveau als in den meisten europäischen Ländern.

17.14 Uhr: Wegen eines Corona-Falls im Umfeld von EU-Ratspräsident Charles Michel wird der für diese Woche geplante Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs verschoben. Wie ein EU-Sprecher am Dienstag mitteilte, wurde ein Sicherheitsbeamter Michels positiv auf Corona getestet, weshalb sich der Ratspräsident nach den in Belgien geltenden Bestimmungen in Quarantäne begeben musste. Das Treffen soll demnach nun am 1. und 2. Oktober nachgeholt werden.

Trump macht China erneut schwere Vorwürfe

16.27 Uhr: Aus Sorge vor steigenden Corona-Zahlen erwägt Bad Königshofen in Bayern einen drastischen Schritt. Alle Schulen und Kita werden in der Stadt in Bayern wegen Corona geschlossen.

16.24 Uhr: Bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen hat US-Präsident Donald Trump schwere Vorwürfe gegen China wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus erhoben. „Wir müssen die Nation zur Rechenschaft ziehen, die diese Seuche auf die Welt losgelassen hat - China“, sagte Trump in seiner Videobotschaft für die UN-Vollversammlung am Dienstag. Die Regierung in Peking habe die weltweite Ausbreitung des „China-Virus“ nicht gestoppt.

„Die chinesische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation - die praktisch von China kontrolliert wird - haben fälschlicherweise erklärt, dass es keine Beweise für eine Übertragung von Mensch zu Mensch gäbe“, sagte der US-Präsident. Er forderte: „Die Vereinten Nationen müssen China für dessen Handlungen zur Rechenschaft ziehen.“

Trump sagte weiter: „75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Gründung der Vereinten Nationen sind wir erneut in einem großen globalen Kampf engagiert. Wir haben einen erbitterten Kampf gegen den unsichtbaren Feind - das China-Virus - geführt, das in 188 Ländern unzählige Menschenleben gefordert hat.“

In den USA habe die Pandemie zur größten Mobilisierung seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Donald Trump kündigte an: „Wir werden einen Impfstoff verteilen, wir werden das Virus besiegen, wir werden die Pandemie beenden, und wir werden in eine neue Ära von beispiellosem Wohlstand, Zusammenarbeit und Frieden eintreten.“

Corona – EU baut Reserve an Schutzmasken aus

15.47 Uhr: Mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen in Europa baut die Europäische Union weiter gemeinsame Reserven an medizinischen Schutzmasken auf. Nach Deutschland und Rumänien hätten sich nun auch Dänemark, Griechenland, Ungarn und Schweden bereit erklärt, im Auftrag aller EU-Staaten Depots anzulegen, erklärte EU-Kommissar Janez Lenarcic am Dienstag.

Der Aufbau der gemeinsamen Reserve hatte im Frühjahr begonnen, als viele Staaten in der Corona-Krise viel zu wenig Schutzausrüstung für Ärzte und Pfleger hatten. Aus dieser Reserve seien inzwischen 520.000 medizinische FFP2- und FFP3-Masken an die EU-Staaten Italien, Spanien, Kroatien und Litauen sowie an die Nachbarn Nordmazedonien, Montenegro und Serbien verteilt worden, sagte Lenarcic.

Die Vorräte werden aus dem Gemeinschaftsetat der EU finanziert. Einzelne EU-Staaten schaffen das Material an und lagern es. Im Notfall wird es nach Bedarf verteilt.

Brandeburg erlaubt mehr Zuschauer in Stadien bei Sportveranstaltungen

14.58 Uhr: In großen Stadien und Hallen erlaubt Brandenburg wieder mehr als 1000 Fans bei Sportveranstaltungen. Das Kabinett entschied am Dienstag in Potsdam, dass bei einer Kapazität von mehr als 5000 Plätzen 20 Prozent mit Zuschauern belegt werden dürfen.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte, dabei müssten ein strenges Hygienekonzept und der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Außerdem gelte ein Alkoholverbot.

Unter 5000 Plätzen greift die reguläre Obergrenze, nach der Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen verboten sind. Die Länder hatten sich vergangene Woche auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in Stadien und Hallen mit Auslastung von 20 Prozent geeinigt, zunächst als Testphase von sechs Wochen.

Rekordanstieg von Corona-Infektionen im Iran

14.23 Uhr: Im Iran wurde der höchste Anstieg von Infektionen seit Ausbruch der Pandemie registriert. Das Gesundheitsministerium meldete 3712 neue Fälle. Damit stieg die Anzahl der Ansteckungen auf 429.193. Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich um 178 auf 24.656.

Schärfere Regeln für Corona-Hotspots in Bayern

13.52 Uhr: In bayrischen Corona-Hotspots sollen die Regeln deutlich verschärft werden. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit. Die Staatsregierung hat am Dienstag beschlossen, dass Kommunen die Kontaktbeschränkungen verstärken, die Maskenpflicht ausweiten und den Verkauf und Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum einschränken sollen, falls besonders viele Neuinfektionen auftreten.

Zusätzlich appellierte Söder an die Fußball-Fans von Bayern München, nicht zum Supercup-Spiel nach Budapest zu reisen. Die Entscheidung für die Partie mit Fans sei eine Entscheidung der UEFA, nicht die von Bayern München. Jeder Fan solle sich wirklich überlegen, ob er in das Corona-Risikogebiet Budapest reisen wolle, sagte Söder. Auf jeden Fall würden nach der Rückkehr die Test- und Quarantäne-Regeln gelten.

Verband: Corona-Impfstoff könnte pro Einheit zwischen fünf und 15 Euro kosten

13.33 Uhr: Corona-Impfstoffe könnten nach Aussagen des Europäischen Pharmaverbands (EFPIA) pro Einheit zwischen fünf und 15 Euro kosten. Dies sei ein angemessener Preis pro Dosis, sagte die Vorsitzende der Verbandsgruppe Impfungen Europa, Sue Middleton, bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments am Dienstag in Brüssel.

Genaue Preise seien in den bisher geschlossenen Vereinbarungen zwischen Impfstoff-Herstellern und der Europäischen Union aber nicht festgelegt worden. Der Vizepräsident des Herstellers Sanofi, Thomas Triomphe, versicherte, dass es einen fairen und niedrigen Preis geben werde. Ein reduzierter Preis solle für Entwicklungsländer gelten. Wie viel genau eine Impfdosis kosten werde, könne man noch nicht sagen. Die Forschung sei noch nicht weit genug, um etwa die genaue Dosierung des Wirkstoffes zu kennen.

Die EU-Kommission hatte mit den Herstellern Sanofi und GSK sowie mit AstraZeneca Rahmenverträge über die Lieferung von mehreren Hundert Millionen Dosen Impfstoff geschlossen. Mit weiteren Herstellern sind Sondierungsgespräche abgeschlossen. Bisher ist allerdings noch keiner der Impfstoffe abschließend getestet und zugelassen.

Stadt Hamm reagiert auf steigende Corona-Zahlen

13.12 Uhr: Die Stadt Hamm in Nordrhein-Westfalen reagiert auf die stark gestiegenen Neuinfektionszahlen. Ab diesem Mittwoch dürfen im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Das kündigte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz für die 182.000 Einwohner-Stadt an.

Beschränkungen gibt es auch für die weiterführenden Schulen in Hamm. Ab Mittwoch gilt hier eine Maskenpflicht im Unterricht.

Diese Kontaktbeschränkung und die Maskenpflicht gelte für zunächst zwei Wochen. Am Montag kündigte die Stadt an, auf drastische Beschränkungen zunächst zu verzichten.

Jens Spahn möchte Corona-Schnelltests verstärkt ab Oktober einsetzen

12.33 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will ab Oktober verstärkt Corona-Schnelltests einsetzen, die für Reisende und in Pflegeeinrichtungen genutzt werden sollen. Es gebe jetzt Hersteller, die diese Schnelltests monatlich in „nennenswerter Größenordnung zur Verfügung“ stellen könnten, sagte der CDU-Politiker auf einer deutsch-französischen Parlamentarierversammlung in Berlin.

Die Qualität der Schnelltests sei zwar noch nicht so gut wie die von normalen PCR-Tests. „Aber sie ist gut genug“, fügte er hinzu. Deshalb sollten sie ab Oktober eine sinnvolle Ergänzung in der nationalen Teststrategie werden. Spahn räumte zudem Probleme bei den herkömmlichen Corona-Tests ein. „Denn sie fallen auch positiv aus, wenn eine Person nicht mehr infektiös ist“, fügte der Gesundheitsminister hinzu.

Man arbeite mit dem Robert Koch-Institut daran, Parameter zu entwickeln, wie man die Analyse des Tests verfeinern könne. Dies könnte etwa Auswirkungen auf Quarantäneregeln haben.

Corona-Experte Christian Drosten erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik

11.47 Uhr: Virologe Christian Drosten wird für seine Verdienste bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik ausgezeichnet. Die Verleihung soll am 1. Oktober in Berlin stattfinden.

„Nach Bekanntwerden der ersten Erkrankungsfälle in Wuhan ist es Christian Drosten sehr schnell gelungen, den Erreger als SARS-Virus zu identifizieren“, heißt es in der Bekanntmachung.

Hohe Corona-Zahlen: Stadt in Bayern schließt Schulen und Kitas

11.05 Uhr: Im unterfränkischen Bad Königshofen sind wegen hoher Corona-Zahlen alle Schulen und Kitas geschlossen worden. Das teilte der Bürgermeister der Stadt, Thomas Helbling, auf der Homepage der Stadt mit. Es ist die erste Stadt in Bayern, die im neuen Schuljahr zu diesen Maßnahmen greift.

Insgesamt sind damit alle sechs Schulen der Stadt und der dazugehörigen Stadtteile geschlossen sowie die drei Kindergärten. „Unser größtes Anliegen war es, derartige Schritte zu vermeiden, allerdings muss nun die Sicherheit und der Schutz aller Bürger und Bürgerinnen oberste Priorität haben“, schreibt der Bürgermeister auf der Website der Stadt.

Wichtige Kennziffer in Hamm weit über 50

10.16 Uhr: Die Stadt Hamm in Westfalen liegt jetzt auch nach den offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) weit über der wichtigen Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen. Das RKI wies einen Wert von 64,8 aus. Die Stadt selbst hatte am Montag von 71 gesprochen. Die Zahlen von RKI und Kommunen unterscheiden sich oft wegen der Meldewege.

In zwei weiteren Regionen nähert sich die Kennzahl unterdessen der ersten wichtigen Stufe von 35, ab der erste Maßnahmen beraten werden müssen. Siegen lag am Dienstag bei 27,0, Solingen bei 25,1 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen.

Ethikrat lehnt Corona-Immunitätsnachweis klar ab

10.02 Uhr: Der Deutsche Ethikrat lehnt eine Einführung von Immunitätsnachweisen für das Coronavirus derzeit klar ab. Grund seien „erhebliche Unsicherheiten“ über die Immunität und die Aussagekraft von Antikörpertests, erklärte das unabhängige Beratergremium in einer Stellungnahme. Zugleich sollten frei verkäufliche Tests zum Nachweis einer Unempfindlichkeit gegen das Coronavirus wegen „zweifelhafter Verlässlichkeit“ und eines daraus folgenden Gefährdungspotenzials strenger reguliert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte den Ethikrat im Frühjahr um eine Stellungnahme gebeten. Hintergrund war breite Kritik an ursprünglichen Plänen, dass Immunitätsausweise auch Ausnahmen von Alltagsbeschränkungen ermöglichen könnten. Spahn zog die Pläne auch nach scharfem Protest des Koalitionspartners SPD zurück.

Das Nein des Ethikrats zu Corona-Immunitätsnachweisen zum jetzigen Zeitpunkt fiel einstimmig aus. Für den Fall, dass eine Immunität künftig hinreichend verlässlich nachweisbar sein sollte, gab es demnach unterschiedliche Auffassungen, inwiefern eine Einführung solcher Bescheinigungen zu empfehlen wäre. Dem Gremium gehören 26 Wissenschaftler und Experten verschiedener Fachrichtungen an. Sie werden vom Bundestagspräsidenten berufen.

Großbritannien kündigt schärfere Maßnahmen an und empfiehlt Arbeit im Home Office

8.56 Uhr: Aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise in Großbritannien hat Premierminister Boris Johnson verschärfte Schutzvorkehrungen angekündigt. Pubs und Restaurants in England sollen von Donnerstag an spätestens um 22 Uhr schließen, wie die Regierung am Montagabend mitteilte. Außerdem wird nur noch Service am Tisch erlaubt sein.

Johnson will sich am heutigen Dienstag mit einer Rede an die Briten wenden, um ihnen den Ernst der Lage bewusst zu machen und an geltende Abstands- und Hygieneregeln zu erinnern. In Schottland wird eine Ankündigung von Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon erwartet.

In ganz Großbritannien steigen die Infektionszahlen rapide an: In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3500 bis 4000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen. Verbreite sich das Virus ungehindert im gleichen Tempo weiter, könnte Großbritannien Mitte Oktober fast 50 000 Fälle pro Tag zählen, warnen führende Gesundheitsexperten.

Die Regierung denkt deshalb auch über ein temporäres Herunterfahren des öffentlichen Lebens nach, eine Art Zwangspause von zwei bis drei Wochen, während der Restaurants und Pubs wieder ganz geschlossen werden könnten. Große Landesteile im Nordosten Englands, Nordirland und Wales leben bereits jetzt mit härteren Maßnahmen. Die britische Regierung empfiehlt ihren Bürgern im Kampf gegen das Coronavirus außerdem wieder die Arbeit im Home Office.

7.17 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hält wenig von weiteren Lockerungen der Corona-Regeln etwa für Clubs und Bars, wie sie in einigen Bundesländern diskutiert würden. Gerade beim Feiern würde sich das Virus besonders schnell übertragen. Deshalb müsse man im Herbst und Winter besonders vorsichtig sein.

In einem ARD-Interview erinnerte Spahn noch einmal daran, dass die Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin Ende August vereinbart hätten, dass es keine weiteren größeren Öffnungsschritte geben solle, „als die Zahlen auch noch niedriger waren als heute.“

Remscheid empfiehlt wohl Mundschutz für das ganze Stadtgebiet

6.00 Uhr: Wegen steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen schlägt eine weitere Stadt in Nordrhein-Westfalen eine etwas härtere Gangart ein, um die Pandemie zu bekämpfen. In Remscheid soll den Bürgern empfohlen werden, im ganzen öffentlichen Raum Mundschutz zu tragen – über diese Maßnahme und ein weitere Vorgaben will an diesem Dienstag der Krisenstab der 114.000-Einwohner-Stadt entscheiden. An weiterführenden Schulen soll ein Mund-Nasen-Schutz zudem wieder Pflicht sein. Am Montag hatten auch Hamm und Gelsenkirchen die Zügel etwas angezogen, auf einschneidende Maßnahmen aber ebenfalls verzichtet.

In Remscheid waren am Montag im Wochenschnitt 38 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. Ab 35 muss eine Stadt mit Landesbehörden Maßnahmen abstimmen. In einer Videobotschaft nannte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) die Situation in der Stadt „besorgniserregend“. Bei Verstößen gegen Coronaregeln würden Kontrolleure künftig hart durchgreifen. „Wir werden jeden Verstoß (...) ahnden müssen“.

5.00 Uhr: Steigende Fallzahlen gefährden zunehmend alte Menschen. Gesundheitsminister Jens Spahn setzt deshalb auf millionenfache Schnelltests. Lesen Sie hier: Corona im Altenheim – Wie werden Senioren geschützt?

Corona-Regeln in Gastronomie in England werden wieder verschärft

1.00 Uhr: Angesichts des wieder starken Anstiegs der Corona-Infektionszahlen werden in ganz England die Restriktionen in der Gastronomie verschärft. Ab Donnerstag müssen alle Restaurants, Pubs und Bars um 22.00 Uhr schließen, wie die Regierung in London am Montagabend mitteilte. Auch darf in den gastronomischen Einrichtungen nur noch am Tisch bedient werden.

Diese Regelungen gehören zu einem neuen Maßnahmenpaket gegen das Coronavirus, welches Premierminister Boris Johnson am Dienstag vorstellen will. In einzelnen Regionen von Nord- und Zentralengland sind derartige Einschränkungen in der Gastronomie bereits in Kraft. Die neuen landesweiten Maßnahmen seien notwendig, um „den Wiederanstieg der Virus-Fälle unter Kontrolle zu halten“, sagte ein Regierungssprecher.

Erster Nationalspieler infiziert: Gündogan positiv auf Coronavirus getestet

00.30 Uhr: Jetzt hat es auch den ersten deutschen Fußball-Nationalspieler erwischt: Ilkay Gündogan ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie sein Verein Manchester City am Montag mitteilte. Der 29-Jährige ist der nächste einer Reihe von Stars des Weltfußballs, die sich mit COVID-19 angesteckt haben. Er muss sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben.

Mit seinem Corona-Befund reiht sich Gündogan in die Riege von prominenten Spielern ein, die sich in den vergangenen Wochen angesteckt hatten. Allein der von Thomas Tuchel trainierte Champions-League-Finalist Paris St. Germain beklagte zahlreiche Fälle: Superstar Neymar und seine Teamkollegen Mauro Icardi, Angel Di Maria, Leandro Paredes, Marquinhos und Torhüter Keylor Navas hatten sich bei einem Urlaub auf Ibiza infiziert, Kylian Mbappe wurde bei der französischen Nationalmannschaft positiv getestet. Wo Gündogan mit dem Virus in Kontakt gekommen ist, blieb vorerst unklar.

Montag, 21. September: Bund und Länder wollen erneute Schulschließungen vermeiden

  • Bund und Länder wollen in der Corona-Krise vermeiden, dass erneut flächendeckend Schulen geschlossen werden. Lesen Sie hier: Vor dem Corona-Schulgipfel: SPD schlägt kostenlose Nachhilfe vor
  • Großbritannien hat die offizielle Covid-19-Alarmstufe angehoben. Die zweithöchste Stufe vier bedeutet, dass das Virus allgemein zirkuliert und die Übertragung hoch ist
  • Auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Angaben der Regierung 243 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Lesen Sie dazu: Moria: 243 Migranten positiv auf das Coronavirus getestet
  • Italien verlangt künftig von Einreisenden aus Paris und mehreren anderen französischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionsraten einen Virus-Test
  • Die Corona-Krise hat die Lufthansa hart getroffen. Trotz massiver Staatshilfen müssen Personal und Flotte noch mehr verkleinert werden. Alle Details lesen Sie hier.
  • Die Bundespolizei soll sich künftig um die sogenannten Aussteigekarten kümmern, um falsche Angaben von Einreisenden aus Corona-Risikogebieten zu verhindern
  • Die Stadt München hat zur Corona-Bekämpfung eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen der Innenstadt beschlossen
  • Inmitten steigender Corona-Infektionszahlen hat der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtech seinen Rücktritt erklärt. Er wolle neuen Raum für die Lösung der Krise eröffnen, sagte der 33-Jährige
  • „Geht Deutschland mit der richtigen Corona-Strategie in den Herbst?“, fragte Anne Will am Sonntagabend in ihrer ARD-Talkshow. Lesen Sie hier: „Anne Will“ – Virologe Hendrik Streeck fordert Corona-Strategiewechsel
  • Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen.

Sonntag 20. September: Madrid sperrt Corona-Viertel ab – Demonstrationen gegen „Ghettos“

  • Tausende Menschen haben in Madrid gegen die coronabedingte Abriegelung von mehreren einkommensschwachen Gebieten der spanischen Hauptstadt protestiert. Bei Großkundgebungen wurden die Maßnahmen am Sonntag als ungerecht und diskriminierend zurückgewiesen. Sie sollen am Montag in Kraft treten.
  • Wenige Tausend Menschen haben sich in Düsseldorf an einer Kundgebung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen beteiligt. Begleitet wurden die Demonstranten von starker Polizeipräsenz. Auf der gegenüberliegenden Rhein-Seite versammelten sich zeitgleich Demonstranten der Initiative „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer Gegenveranstaltung.
  • Vor dem zweiten Corona-Schulgipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Bundesländern schlägt SPD-Chefin Saskia Esken vor, sozial benachteiligten Schülern kostenlose Nachhilfe zu ermöglichen. Dafür könnte der bestehende Bildungs- und Teilhabepaket genutzt werden.
  • Wer in England gegen die Corona-Regeln verstößt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Wer etwa die Isolationspflicht nach einem positiven Corona-Test oder nach Aufforderung durch die Gesundheitsbehörden missachtet, muss künftig mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Pfund (11.000 Euro) rechnen, wie die britische Regierung am Samstag mitteilte.
  • Angesichts deutlich steigender Corona-Infektionszahlen hat Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt an die Solidarität der Deutschen appelliert. „Ein neuer Lockdown lässt sich vermeiden, wenn alle vorsichtig bleiben und die AHA-Regeln konsequent einhalten“, sagte sie unserer Redaktion.
  • Verkehrsminister Andreas Scheuer hat neue Corona-Hilfen für den Luftverkehr gefordert. ‚Ich werde schnellstens zu einem Luftverkehrsgipfel einladen, der sich mit den Folgen der Corona-Krise für die gesamte Luftverkehrswirtschaft beschäftigt’, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Da werden wir helfen und retten müssen.“ Unser komplettes Interview mit dem Bundesverkehrsminister lesen Sie hier: Zugverkehr in Europa: Scheuer plant Hochgeschwindigkeitsnetz

Samstag, 19. September: Gesundheitsministerin Huml rügt den FC Bayern

  • Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Top-Funktionäre des FC Bayern für ihr Verhalten beim Auftaktspiel der Fußball-Bundesliga gerügt. Der CSU-Politikerin zufolge wäre es für die Münchner Führungsriege „klüger gewesen, wenn sie nicht so eng aufeinander gesessen wären – weil auch ausreichend Platz war“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
  • Im Kampf gegen die steigenden Corona-Zahlen verhängen immer mehr Städte und Departements in Frankreich strengere Regeln. Ab Montag sind im Departement Indre-et-Loire in der Mitte des Landes Tanzabende, Aperitifs und Umtrunke verboten.
  • Nach Polen werden auch aus anderen Teilen beunruhigende Ost-Europas alarmierende Infektionszahlen vermeldet. In der Slowakei wurden am Samstag 290 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit wurden in dem Land mit 5,4 Millionen Einwohnern bislang mehr als 6500 Ansteckungen nachgewiesen.
  • In Litauen stieg die Zahl der Corona-Infektionen am Samstag um 99 auf mehr als 3600 Fälle. Tschechien hatte am Freitag einen Rekord von 3130 Neuinfektionen gemeldet. Am Samstag waren es gut 2100 neue Fälle. Für all diese Länder sind das neue Rekordstände an Neuinfektionen.
  • Die Polizei erwartet morgen rund 10.000 Teilnehmer einer Corona-Demonstration. Veranstaltet wird der Protest gegen die Corona-Politik von einem regionalen Ableger der Initiative Querdenken. Die Organisatoren hoffen sogar auf 50.000 Demonstranten.
  • Das deutsche Gesundheitssystem ist derzeit trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter. Lesen Sie hier: Gerät Corona außer in Deutschland erneut außer Kontrolle?
  • Trotz der Corona-Pandemie treffen sich heute beim FDP-Parteitag mehr als 600 Delegierte – auch wegen einer Veränderung an der Parteispitze. Lesen Sie hier, welche Bedeutung das Treffen für die Partei hat: Parteitag in der Pandemie wird für Lindner Corona-Stresstest
  • Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre umstrittene Empfehlung zurückgenommen, Coronavirus-Tests bei Personen ohne Symptome zurückzufahren. In einer Aktualisierung der CDC-Richtlinien vom Freitag heißt es nun wieder, dass auch sie getestet werden sollen, wenn sie Kontakt mit Infizierten hatten.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Verteilung von Corona-Impfstoffen in Deutschland bis Ende Oktober regeln: Dazu sollen Ärzte, Ethikexperten und Sozialwissenschaftler Grundsätze erarbeiten, wie unsere Redaktion aus Regierungskreisen erfuhr.

Freitag, 18. September: Trump kündigt Impfstoff für alle Amerikaner im April an

  • US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass das Land bis April kommenden Jahres genug Corona-Impfstoffe für alle Amerikaner haben werde. Es ist ein ambitioniertes Ziel, da bisher noch kein Impfstoff zugelassen wurde. Experten von Trumps Regierung hatten bisher gesagt, dass es eher bis zur Jahresmitte 2021 dauern werde, bis jeder eine Impfung bekommen könne.
  • In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schließen, wie die Regierung am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft. Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.
  • In Madrid werden erneut drastische Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus verhängt. Wie die Regierungschefin der spanischen Hauptstadtregion, Isabel Díaz Ayuso, am Freitag ankündigte, dürfen die Bewohner einer Reihe von Vierteln diese nur noch verlassen, wenn sie zur Arbeit gehen, zum Arzt oder wenn sie Kinder zur Schule bringen. Etwa 850.000 Madrilenen sind betroffen – rund 13 Prozent der 6,6 Millionen Einwohner der Stadt.
  • Im Kampf gegen die Corona-Krise will Finanzminister Olaf Scholz im Bundeshaushalt 2021 rund 96 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Der Krise solle nicht hinterhergespart werden.
  • Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 50,7. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bayernweit ermittelt. Für Donnerstag (Stand 23.59 Uhr) meldete die bayrische Landeshauptstadt 141 neue Corona-Fälle.
  • Hessen hebt die coronabedingten allgemeinen Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime auf. Es werde keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Anzahl der Besuche mehr geben, teilten Staatskanzlei und Sozialministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Maßgeblich seien nun die jeweiligen Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen.
  • Der Landkreis Cloppenburg hat den 7-Tages-Grenzwert bei Corona-Neuinfektionen überschritten. Am Freitag wurden 61,5 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gemeldet, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. Ab einem Wert von mehr als 50 müssen verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Innerhalb eines Tages hat Tschechien mehr Corona-Neuinfektionen verzeichnet als das viel größere Deutschland. Am Donnerstag wurde mit 3130 neuen Fällen erstmals die 3000er-Marke überschritten, wie am Freitag aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Prag hervorging.
  • Die Corona-Krise bleibt eins der Top-Themen im Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Nachdem erneut eine Ex-Regierungsmitarbeiterin den Präsidenten Donald Trump beschuldigte, die Pandemie wider besseren Wissens kleingeredet zu haben, hat Präsidentschaftskandidat Joe Biden mit deutlichen Worten reagiert. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Wegen Corona-Lügen: Biden ruft Trump zum Rücktritt auf
  • Die Punkband Die Ärzte verschiebt coronabedingt ihre ausverkaufte Tour um ein Jahr. Sie soll Ende 2021 nachgeholt werden. „Leider können aufgrund behördlicher Auflagen im Zusammenhang mit Covid-19 die Konzerte der „In The Ä Tonight Tour“ in 2020 nicht stattfinden“, teilte die Berliner Band am Freitag unter Hinweis auf den Veranstalter mit. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Die Ärzte: „In The Ä Tonight“-Tour auf 2021 verschoben
  • Die russische Operndiva Anna Netrebko befindet sich nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. „Sie helfen mir. Alles wird gut“, schrieb die 48-jährige Sopranistin im Online-Dienst Instagram. Sie befinde sich bereits seit fünf Tagen mit einer Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. „Ich werde mich bald erholen“, hieß es weiter. Ihr Manager sagte der „New York Times“, es gehe ihr bereits besser.
  • Die israelische Regierung will mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Von Freitagnachmittag an müssen sich die Menschen in dem Mittelmeerstaat für mindestens drei Wochen erneut mit starken Einschränkungen arrangieren. Während des erneuten Lockdowns sollen nun Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeitstätten und Strände müssen schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind aber weiterhin erlaubt. Die Menschen dürfen sich aber nur noch in Ausnahmefällen weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Ein parlamentarischer Ausschuss teilte allerdings am Donnerstag nach Medienberichten mit, die Entfernung könnte auf einen Kilometer ausgeweitet werden.

Donnerstag, 17. September: Wehrbeauftragte Högl in Corona-Quarantäne

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Anstieg der Corona-Infektionen in Europa als „alarmierend“ bezeichnet. Im Nordosten Englands gelten ab Freitag strikte Ausgehregeln, in Österreich werden private Treffen wieder stark eingeschränkt. Frankreich verschärft die Corona-Maßnahmen in Lyon und Nizza. In Europa – wozu die WHO 53 Länder inklusive Russland zählt – wurden bisher fast fünf Millionen Corona-Fälle registriert. Mehr als 227.000 Menschen starben an den Folgen der Viruserkrankung. Täglich werden der WHO zufolge derzeit zwischen 40.000 und 50.000 neue Ansteckungen festgestellt.
  • In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind für das deutsche Gesundheitssystem zusätzliche Kosten von mindestens zwei Milliarden Euro entstanden. Das geht laut einem Bericht der Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Getragen würden diese Kosten allein von den gesetzlichen Krankenkassen, private Krankenversicherungen blieben außen vor, hieß es dazu weiter.
  • Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, hat sich vorsorglich in Quarantäne begeben. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem sie bei einem Truppenbesuch Kontakt zu einer infizierten Soldatin gehabt habe, bestätigte ihr Büro der Nachrichtenagentur dpa. Ein Testergebnis liegt noch nicht vor.
  • Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle hat die österreichische Regierung die Sozialkontakte nochmals drastisch eingeschränkt. Bei privaten Feiern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind ab kommenden Montag nur noch zehn Teilnehmer erlaubt, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Donnerstag mitteilte. In Restaurants müssen auch Gäste künftig eine Schutzmaske tragen. Lediglich wenn sie an ihrem Tisch sitzen, dürfen sie diese abnehmen. Auch auf Märkten und Messen soll ab Montag eine allgemeine Maskenpflicht gelten – auch, wenn diese im Freien stattfinden.
  • Das Tragen einer Brille kann womöglich das Risiko senken, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Diese Schlussfolgerung legt eine Beobachtungsstudie aus China nahe, die jetzt im Fachjournal „Jama Ophthalmology“ veröffentlicht worden ist. Mehr dazu: Warum Brillen das Infektionsrisiko für Corona senken könnten
  • Der finanzielle Unterschied zum Altersruhegeld zwischen Rentnern und Pensionären ist groß. Die Corona-Krise könnte die Kluft noch weiter vertiefen. Lesen Sie hier: Vielen Rentnern droht wegen Corona eine Nullrunde
  • Mehr als 30 Corona-Fälle stehen möglicherweise im Zusammenhang mit einer Hochzeit nach einer Panne im Krankenhaus Vilshofen. „Aus der Hochzeitsgesellschaft direkt haben sich bisher rund 25 Infektionsfälle bestätigt“, teilte ein Sprecher des Landratsamts Passau mit. Zudem seien acht Personen positiv getestet worden, die im Kontakt mit Hochzeitsgästen gestanden hätten. Zwei Personen sind in stationärer Behandlung. Zuvor hatte es eine Testpanne im Krankenhaus Vilshofen gegeben, bei der zwei Personen mit Symptomen zunächst nicht getestet und isoliert wurden, wie das Krankenhaus bestätigte.
  • So ein Spielstand kommt selten vor: Aus Angst vor einer Corona-Infektion haben Fußballer der 3. Kreisklasse im niedersächsischen Uelzen absichtlich ein Spiel verloren – und zwar haushoch: 0:37 hieß es am Ende. mehr zum Spiel lesen Sie hier.

Mittwoch, 16. September: RKI weist Wien als Risikogebiet aus

  • Die Bundesregierung hat auch Budapest am Mittwochabend zu Corona-Risikogebieten erklärt. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, sind von der Einstufung als Risikogebiet auch weitere Regionen unter anderem in den Niederlanden, Kroatien, Frankreich und der Schweiz betroffen.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Wien auf die Liste der Corona-Risikogebiete gesetzt. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. I
  • Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss in – Quarantäne? Oder Isolierung? Wer ordnet das eigentlich an und wie lange dauert das? Eine Übersicht über die Begrifflichkeiten und die Quarantäne-Regeln, finden Sie hier: Wie lange dauert die Corona-Quarantäne?
  • Stammt das Coronavirus womöglich doch nicht von einem Tiermarkt im chinesischen Wuhan – sondern aus einem Militärlabor? Das glaubt die chinesische Virologin Li-Meng Yan und hat in einer Arbeit angebliche Beweise vorgelegt. Ob diese belastbar sind, lesen sie hier.
  • In der österreichischen Hauptstadt Wien steigen die Corona-Zahlen weiter an, die deutsche Bundesregierung ist laut Medienberichten alarmiert. Wie „Der Standard“ schreibt, erwäge Deutschland Wien zum Risikogebiet zu erklären und eine Reisewarnung für die Stadt auszusprechen.
  • Statt einem Mundschutz hat sich in Manchester ein Mann im Bus eine Schlange ums Gesicht gewickelt – eine lebendige. Mehr über die kuriose Geschichte lesen Sie hier.
  • US-Schauspieler Neil Patrick Harris (47), sein Ehemann David Burtka (45) und die gemeinsamen 9-jährigen Zwillinge Gideon und Harper kämpfen Ende März mit einer Coronavirus-Infektion. Lesen Sie hier: „How I Met Your Mother“: Das machen die Schauspieler heute
  • Zwei Tage vor Beginn eines Lockdowns in Israel hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen eine Rekordmarke erreicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, am Vortag seien 5523 neue Fälle registriert worden.
  • Darauf machen Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie aufmerksam. Welche Impfungen jetzt schützen sollen und warum sich die Corona-Übertragungen ab Oktober mehr als verdoppeln könnten, lesen Sie hier.
  • Indien hat mehr als fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen erfasst. In absoluten Zahlen gerechnet steigen die bekannten Neuinfektionen in der südasiatischen Nation seit Wochen schneller als in jedem anderen Land. In den vergangenen 24 Stunden kamen mehr als 90.000 neue Fälle dazu.
  • Babyboom, gestiegene Nachfrage nach Schwangerschaftstests, Rückgang der Frühgeburten im Frühjahr: Verliefen Schwangerschaften während der Corona-Pandemie unproblematischer? Lässt sich sagen, welche Auswirkungen der Lockdown auf Geburten und Schwangerschaften in Deutschland hat?
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut rechnet damit, dass es in Deutschland in Zukunft mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das neue Coronavirus geben wird.

Dienstag, 15. September: Drosten weißt Kritik an Corona-Maßnahmen zurück.

Montag, 14. September: Vereinigte Arabische Emirate geben grünes Licht für Notfall-Impfstoff

Sonntag, 13. September: Israels Regierung beschließt landesweiten Lockdown

  • Die Corona-Lage in Deutschland hat sich zuletzt stabilisiert – Virologe Streeck plädiert dafür, nicht nur auf die Ansteckungszahlen zu achten. Lesen Sie dazu: Pandemie – Virologe Streeck fordert einen Strategiewechsel
  • Israels Regierung hat angesichts steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Verhängung eines zweiten landesweiten Lockdowns beschlossen. Das Kabinett stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für neue drastische Ausgangsbeschränkungen.
  • Nach einem heftigen Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Konsequenzen für die mutmaßliche Verursacherin.
  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hatte in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ gefordert, in der Corona-Debatte nicht nur auf die Infektionszahlen zu schauen, sondern auch die nicht stark wachsenden Todeszahlen in den Blick zu nehmen.
  • Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) greift diese Forderung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter auf. Er teile nicht die Annahme, dass es bei leichten Fällen bleiben wird. „SarsCov-2 ist nicht harmloser geworden, dafür gibt es eine Evidenz.“
  • Die Zahl der Neuinfektionen auf Mallorca wurde pro 100.000 Einwohner für die vergangenen sieben Tage aufgrund der Übertragungsfehler mit deutlich unter 50 angegeben, obwohl sie tatsächlich wesentlich höher lag.
  • Bei der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in München sind mehrere Menschen festgenommen worden.
  • Die meisten am Frankfurter Flughafen positiv auf das Coronavirus getesteten Reiserückkehrer sind aus dem Kosovo eingereist.
  • Trotz der Pannen bei den Corona-Tests in Bayern halten die meisten Bürger den CSU-Vorsitzenden Markus Söder für die beste Option für das Kanzleramt. 31 Prozent trauen Söder den Posten zu, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die „Bild am Sonntag“ ergab.

Samstag, 12. September: Corona-Demos in München und Hannover

Freitag, 11. September: Garmisch-Partenkirchen verschärft die Corona-Maßnahmen

  • Über 80 Mitglieder einer kurdischen Jugendbewegung haben in einem Zug von Lüneburg Richtung Hamburg erst eine Zugbegleiterin heftig angepöbelt und danach die hinzugerufene Bundespolizei attackiert. Die Aktivisten waren am Donnerstag ohne Mund-Nasenschutz und gültige Fahrscheine unterwegs.
  • Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Maßnahmen wieder.
  • Durch die Corona-Krise hat sich die Lage am Ausbildungsmarkt nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek weiter verschlechtert.
  • Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat vor einer weiteren Isolation der Menschen in Alten- und Pflegeheimen gewarnt.
  • Eine Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage dafür, dass der Bundestag bei der Corona-Bekämpfung wieder die volle Entscheidungshoheit zurückerhält. Knapp 58 Prozent der Befragten vertraten in einer repräsentativen Erhebung die Auffassung, dass die im März zugebilligten Sonderrechte der Bundesregierung im Kampf gegen die Pandemie enden sollen.
  • Nutzer der Corona-Warn-App des Bundes bekommen auf iPhone-Modellen mit der neusten Betriebssystem-Version iOS 13.7 unter Umständen ein höheres Risiko angezeigt, als sie tatsächlich hatten. Darauf haben die Entwickler der App in einem Blogeintrag hingewiesen.
  • US-Präsident Donald Trump hat dementiert, die Amerikaner über die Gefahr durch das Coronavirus belogen zu haben. „Ich habe nicht gelogen“, sagte Trump im Weißen Haus auf eine entsprechende Frage eines Reporters. In Interviews des Investigativjournalisten Bob Woodward hatte Trump gesagt, er habe die Gefahr durch das Virus heruntergespielt.
  • Deutschland wird nach einer Prognose der EU-Kommission ein Gewinner des neuen Verteilungssystems für die Milliardenbeträge aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm sein. Nach den der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Zahlen könnte die Bundesrepublik rund 22,7 Milliarden der insgesamt 312,5 Milliarden Euro erhalten.

Donnerstag, 10. September: Trump gibt in Interview Lügen über Corona zu

  • Die Ärzte in Madrid wollen wegen der durch die Corona-Pandemie verursachten Überlastung streiken. Die größte Mediziner-Gewerkschaft der Region um die spanische Hauptstadt hat zu einem „unbefristeten und kompletten“ Streik ab dem 28. September aufgerufen.
  • Die Gesundheitsbehörden in Frankreich haben mehr als 8500 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden bestätigt. Das ist gut viermal so viel wie in Deutschland. Die französische Regierung will deshalb am Freitag über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen beraten.
  • Das Robert Koch Institut (RKI) hat für Würzburg einen Wert von 52,4 bei der Sieben-Tage-Inzidenz vermeldet. Doch die Stadt wollte die Zahl gegenüber dem Bayrischen Rundfunk (BR) nicht bestätigen. Zudem wies eine Sprecherin des Gesundheitsamtes Würzburg auf eine bayernweite Panne bei der Übertragung der Daten an das RKI hin.
  • Die Stadt München hat eine für Samstag angekündigte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit 5000 angemeldeten Teilnehmern auf dem Odeonsplatz untersagt. Stattdessen dürfe sie unter strikten Auflagen und mit weniger Teilnehmern auf der Theresienwiese stattfinden.
  • Schon früh soll der US-Präsident Donald Trump über die Gefährlichkeit des Coronavirus gewusst haben. Dennoch soll er die Öffentlichkeit bewusst angelogen haben. Lesen Sie hier: Trump soll Corona-Gefahr ganz bewusst heruntergespielt haben
  • In Österreich wurden am Donnerstag 664 Neuinfektionen registriert. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages seit März.

Wir starten unseren neuen Corona-News-Ticker. Alle vorherigen Nachrichten zur Corona-Pandemie finden Sie in diesem Newsblog.

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