Ermittlungen

Razzien zu Missbrauchskomplex bringen 2000 neue Beweismittel

Bei Razzien bei Tatverdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach sind am Dienstag über 2000 Beweismittel beschlagnahmt worden.

Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach: Prozess in Köln

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs um einen Pädophilen aus Bergisch Gladbach haben die Ermittler erst einen Teil des Schleiers gelüftet, unter dessen Schutz Kindern schreckliche Gewalt angetan wurde. In Köln steht jetzt ein Koch aus Bergisch Gladbach vor Gericht, der die Ermittlungen ausgelöst hatte.

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Köln/Berlin. Bei den bundesweiten Razzien im Zuge von Ermittlungen um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat die Polizei am Dienstag rund 1000 Beamte eingesetzt. Es wurden insgesamt 60 Objekte in zwölf Bundesländern durchsucht. Mehr als 2000 Beweismittel seien sichergestellt worden, darunter Datenträger, Smartphones und Tresore, teilte die zuständige Ermittlungsbehörde in Köln mit.

Die meisten Einsätze habe es in Bayern gegeben. Schwerwiegendere Verbrechen wie direkten sexuellen Missbrauch von Kindern werde den Verdächtigen nach derzeitigem Stand nicht vorgeworfen, sagte der Leiter der zentralen Ermittlungsgruppe der Kölner Polizei, Michael Esser.

Die Identitäten der Beschuldigten seien zuvor in aufwendigen und langwierigen Ermittlungen herausgefunden worden. Es ging um Vorwürfe des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie.

Missbrauchskomplex von Bergisch Gladbach: 2000 Beweismittel sichergestellt

Die Aktion vom Dienstag richtete sich gegen 48 Männer und zwei Frauen, die über Chats in einem Messengerdienst untereinander entsprechendes Material getauscht haben sollen.

Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach geht es um ein Netzwerk aus Pädokriminellen, die Kinder missbrauchten und untereinander in Chats kinderpornografisches Material austauschten.

Das Netzwerk wurde vor bald einem Jahr bei Ermittlungen gegen einen Mann aus Bergisch Gladbach entdeckt, daher die Bezeichnung. Seither laufen großangelegte Auswertungen. Nach Angaben der Ermittler sind inzwischen bundesweit 207 Tatverdächtige namentlich identifiziert.

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(afp/bef)

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