Meteorstrom

Perseiden 2021: Wo und wann Sie die Sternschnuppen sehen

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Naturspektakel Perseiden: Hunderte Sternschnuppen am Himmel

Naturspektakel Perseiden- Hunderte Sternschnuppen am Himmel

Jedes Jahr im August gibt es eine Nacht, in der man hunderte Sternschnuppen in Deutschland erblicken kann. Die sogenannten Perseiden erreichen immer am gleichen Tag ihren Höhepunkt.

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Jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Ende August ist der Perseiden-Meteorstrom aktiv – wann Sie besonders viele Sternschnuppen sehen.

Berlin. 
  • Im August sind wieder die Perseiden am Himmel zu beobachten
  • Das Himmelsphänomen kann sogar ganz ohne technische Hilfsmittel verfolgt werden
  • Lesen Sie hier, wann die Chance besonders hoch ist, den Perseidenschwarm zu sehen

Für Hobbyastronomen und Sterngucker ist der August jedes Jahr ein Highlight. Dann kreuzt der legendäre Perseidenschwarm die Erdumlaufbahn. Dann lassen sich zahlreiche Sternschnuppen mit dem bloßen Augen am Nachthimmel beobachten.

Jede Menge Gelegenheiten also sich nach altem Brauch etwas zu wünschen, wenn die Meteore in der Atmosphäre verglühen. Doch wann stehen die Chancen besonders hoch das Spektakel zu sehen und spielt das Wetter mit?

Höhepunkt der Perseiden: Wolken könnten einen Strich durch die Rechnung machen

Der Höhepunkt des Meteorschauers wird rund um den Donnerstag, 12. August erwartet. Doch schon jetzt lassen sich vereinzelt Sternschnuppen erhaschen. Allerdings nur bei Lücken in der Wolkendecke. Die bleibt laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch noch eine Weile stabil. Teilweise sind auch noch Gewitter und Starkregen in Teilen Deutschlands angesagt.

Pünktlich zum 12. August klärt sich das Wetter laut DWD jedoch auf. Doch das Zeitfenster ist kurz. In der Nacht zu Donnerstag ist noch eine geringe Bewölkung angesagt. Dann soll der Himmel unter einem Hochdruckeinfluss aufklären bevor aber schon am Freitag wieder unbeständiger Schauer und teils kräftige Unwetter vorausgesagt sind.

Sternschnuppen sehen: Mit diesen Tipps steigt die Wahrscheinlichkeit

Himmelsgucker sollten für einen Blick auf eine Sternschnuppe Richtung Osten schauen. Dort geht das Sternbild Perseus auf, nach dem diese Sternschnuppen benannt wurden. Die beste Uhrzeit liegt in den späten Abendstunden vor Mondaufgang.

Eine besondere Ausrüstung brauchen Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht – ein Liegestuhl oder eine Isomatte und eine gute Rundumsicht reichen aus. Ferngläser oder gar Teleskope sind beim Aufspüren der in Sekundenschnelle verglühenden Meteore sogar hinderlich, denn das Blickfeld solcher Instrumente ist für die flinken Himmelskreuzer viel zu klein.

Neben Wolken ist für Hobbyastronomen die Lichtverschmutzung das größte Problem. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich also fernab von Städten, die den Himmel mit Kunstlicht fluten. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte ein Weitwinkelobjektiv verwenden, die Kamera auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

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August: Sternschnuppen kommen aus unmittelbarer Erdumgebung

Seit jeher markieren die Augustmeteore für Sternschnuppenfans einen festen Termin im astronomischen Jahreskalender. Die Sommersternschnuppen wurden nach dem Sternbild Perseus benannt, weil dort ihr scheinbarer Ausgangspunkt liegt. Astronomen sprechen vom sogenannten Radianten des Schwarms.

In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückließ.

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also mit der unfassbaren Geschwindigkeit von 216.000 Stundenkilometern. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

(mbr/afp)