Meteorstrom

Perseiden: Wann die meisten Sternschnuppen zu sehen sind

Jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Ende August ist der Perseiden-Meteorstrom aktiv – wann Sie besonders viele Sternschnuppen sehen.

Naturspektakel Perseiden: Hunderte Sternschnuppen am Himmel

Jedes Jahr im August gibt es eine Nacht, in der man hunderte Sternschnuppen in Deutschland erblicken kann. Die sogenannten Perseiden erreichen immer am gleichen Tag ihren Höhepunkt.

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Berlin. 
  • Bis Ende August sind besonders viele Sternschnuppen am Himmel zu sehen – dann kreuzt die Erde die Umlaufbahnen des Perseiden-Meteorstroms
  • Besonders in der Nacht vom 11. zum 12. August gab es viele Sternschnuppen zu bewundern
  • Doch auch in den Nächten nach dem Maximum sind den Angaben zufolge immer noch 20 bis 50 Sternschnuppen pro Stunde möglich
  • Um wieviel Uhr ist die Chance, eine Sternschnuppe zu sehen, besonders hoch?

Wer gerne Sternschnuppen zählt, hat im August besonders Glück. Wenn die Erde um den 12. August herum, auf ihrem Weg um die Sonne die Umlaufbahnen des Perseiden-Meteorstroms kreuzt, sind besonders viele Sternschnuppen am Himmel zu bewundern.

Aktiv sind die Perseiden zwar von Mitte Juli bis Ende August, doch am besten kann man den Meteorstrom in den Nächten vom 11. zum 12. und vom 12. zum 13. August beobachten, wie die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und das Heidelberger Haus der Astronomie mitteilen.

Nacht der Sternschnuppen: Spätabends nach Osten blicken

Der jährlich wiederkehrende Sternschnuppenstrom erreicht am Vormittag des 12. August seinen Höhepunkt. In der Nacht zum 12. August konnte man ungefähr ein Mal pro Minute eine Sternschnuppe bestaunen.

In den Nächten nach dem Höhepunkt geht der Mond erst nach Mitternacht auf, so dass die späten Abendstunden nicht vom Mondlicht aufgehellt werden – ideale Bedingungen also, um nach den legendären Perseiden Ausschau zu halten.

Himmelsgucker sollten dazu in Richtung Osten blicken. Dort geht das Sternbild Perseus auf, nach dem diese Sternschnuppen benannt wurden.

Perseiden: Bis zu 50 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar

Doch auch in den Nächten nach dem Maximum sind den Angaben zufolge immer noch 20 bis 50 Sternschnuppen pro Stunde möglich. Zwar tauchen die meisten Perseiden normalerweise in den frühen Morgenstunden auf. In diesem Jahr steht in der zweiten Nachthälfte allerdings auch der abnehmende Mond am Himmel, der mit seiner Helligkeit die schwächeren Sternschnuppen überstrahlt.

Nach dem 11. August bietet sich auch am 12. August eine sehr gute Sicht auf die Perseiden. Der Himmel sollte in den späten Abendstunden vor Mondaufgang betrachtet werden – wolkenfreien Himmel natürlich vorausgesetzt.

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August: Sternschnuppen kommen aus unmittelbarer Erdumgebung

Seit jeher markieren die Augustmeteore für Sternschnuppenfans einen festen Termin im astronomischen Jahreskalender. Die Sommersternschnuppen wurden nach dem Sternbild Perseus benannt, weil dort ihr scheinbarer Ausgangspunkt liegt. Astronomen sprechen vom sogenannten Radianten des Schwarms.

In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückließ.

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Sternenhimmel: Partikel dringen mit 60 Kilometern pro Sekunde in Erdatmosphäre ein

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein – also mit der unfassbaren Geschwindigkeit von 216.000 Stundenkilometern. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

Eine besondere Ausrüstung brauchen Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht – ein Liegestuhl oder eine Isomatte und eine gute Rundumsicht reichen aus. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bietet ein Platz fernab der von Kunstlicht durchfluteten Städte. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte ein Weitwinkelobjektiv verwenden, die Kamera auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

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Planeten: Mars, Saturn und Jupiter beobachten

Neben den Perseiden hat der Sternhimmel derzeit nach Angaben der VdS und des Hauses der Astronomie auch eine wahre Planetenparade zu bieten: Der auffällig helle Jupiter ist fast die gesamte Nacht hindurch gut zu sehen und wandert zusammen mit dem etwas lichtschwächeren Saturn von Südost nach Südwest.

Kurz nach Mitternacht gesellt sich im Osten der Rote Planet Mars dazu. Venus steht früh morgens als heller Morgenstern im Osten, und vor Sonnenaufgang ist in der ersten Augusthälfte auch der flinke Merkur unmittelbar über dem Osthorizont zu sehen. (mbr/afp)

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