Newsblog

Corona: CDU-Politiker fordert Reiseverbot in Risikogebiete

Ab Samstag gilt Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten. Der CDU-Wirtschaftsrat fordert ein Reiseverbot. Alle Infos im Newsblog.

Spahn: Testpflicht für Reiserückkehrer ab Sonnabend

Menschen, die aus Corona-Risikogebieten nach Deutschland kommen, müssen sich künftig bei der Einreise auf das Virus testen lassen. Dies sei ein "zumutbarer Eingriff in die Freiheitsrechte", erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Beschreibung anzeigen

Berlin. Die wichtigsten Nachrichten im Newsblog zur Corona-Krise:

  • In Düsseldorf soll im September erstmals wieder ein Großkonzert stattfinden – vor 13.000 Menschen
  • Australien hält an dem im März verhängten Einreiseverbot fest
  • Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es inzwischen über 1 Million bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Am schwersten betroffen ist Südafrika
  • Experten und Expertinnen rechnen bis zum 1. Dezember mit 300.000 Corona-Toten in den USA
  • Ab Samstag gilt die Testpflicht für Einreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten. Der CDU-Wirtschaftsrat fordert nun Reiseverbote in die Gebiete
  • Mit Strandampel und Maskenpflicht: Die Ostsee-Badeorte bereiten sich auf Ansturm am Wochenende vor
  • Das Robert Koch-Institut hat 1147 neue Corona-Infektionen in Deutschland registriert
  • In Deutschland gibt es unseren Recherchen zufolge bislang mehr als 215.000 registrierte Corona-Infektionen und mehr als 9180 Todesfälle
  • Weltweit wurden mehr als 19 Millionen Corona-Infektionen registriert, mehr als 713.000 Menschen starben an der Lungenerkrankung Covid-19 – davon allein mehr als 160.000 in den USA

Ab Samstag müssen sich Reiserückkehrende in Deutschland auf das Coronavirus testen lassen, wenn sie ein sogenanntes Risikogebiet mit hohem Infektionsgeschehen besucht haben. Bisher waren diese Tests freiwillig. Nun will ein CDU-Politiker sogar noch weiter gehen: Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, forderte ein Verbot für Reisen in Risikogebiete.

Steiger zufolge solle so ein neuer Lockdown vermieden werden. Virologe Christian Drosten führte in einem Gastbeitrag in der „Zeit“ eine andere Strategie aus. Lesen Sie hier: Virologe Drosten: Jeder Bürger sollte ein Kontakt-Tagebuch führen

Corona-News-Ticker: Über 1000 Neuinfektionen in Deutschland

Zum ersten Mal seit dem 7. Mai hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag wieder mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Auch am Freitagmorgen bestätigte sich der Trend: 1147 neue Fälle wurden dem RKI innerhalb eines Tages gemeldet.

Seit der Hochphase war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Alle aktuellen RKI-Fallzahlen lesen Sie hier: RKI meldet neue Fallzahlen – Reproduktionszahl gesunken

Freitag, 7. August 2020: CDU-Politiker will Verbot für Reisen in Risikogebiete

9.48 Uhr: In Indien sind die Zahlen der Neuinfektionen erneut dramatisch in die Höhe geschossen. Innerhalb eines Tages waren zuletzt über 60.000 neue Fälle gemeldet worden, die Gesamtzahl stieg damit auf über zwei Millionen. Das teilten die Behörden am Freitag mit. Erst vor drei Wochen war die Marke von einer Million überschritten worden.

Zuletzt stiegen die Infektionszahlen vor allem in kleineren Städten und ländlichen Gegenden. Dort leben rund 70 Prozent aller Inder und Inderinnen. Indien ist das am drittstärksten von der Pandemie betroffene land weltweit.

9.41 Uhr: Am 4. September soll in Düsseldorf ein Konzert vor 13.000 Zuschauern und Zuschauerinnen stattfinden. Der Veranstalter Marek Lieberberg plant das Konzert laut einer Mitteilung mit Sarah Connor, „The Boss Hoss“ und Bryan Adams. Es wäre das erste Großkonzert in Deutschland seit Mitte März.

Das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion werde in Abstimmung mit den Behörden geplant, der Infektionsschutz solle streng eingehalten werden. Fans müssten Schutzmasken tragen, zwischen den Sitzplätzen würde der Sicherheitsabstand gewahrt. „Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben“, so Lieberberg.

8.39 Uhr: Die Moderatorin Dunja Hayali musste am Wochenende einen Dreh bei der Corona-Demo in Berlin abbrechen, weil die Situation für das Team zu gefährlich war. In ihrer Sendung zeigte sie die Ausschnitte. Mehr dazu: „Dunja Hayali“: Wie umgehen mit den Corona-Leugnern?

Corona: Australien will Grenzen geschlossen halten – Einreiseverbot seit März

8.34 Uhr: Australien will seine Grenzen vorläufig weiter geschlossen halten. Es werde noch „einige Monate“ dauern, bis wieder Ausländer und Ausländerinnen einreisen dürften, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag. Das Einreiseverbot für Australien gilt seit März, zudem gibt es ein Ausreiseverbot für Australierinnen und Australier. Das Land hat insgesamt mehr als 20.000 registrierte Infektionen mit dem Coronavirus, 266 sind in dem Zusammenhang gestorben.

8 Uhr: Israels Regierung lockert die Corona-Beschränkungen an den Wochenenden, nachdem die Zahlen der Neuinfektion zuletzt wieder leicht zurückgegangen waren. Das Kabinett teilte am Donnerstagabend mit, dass die Geschäfte an den Wochenenden wieder normal öffnen dürften und öffentliche Spielplätze besuchbar seien. Zuvor hatten bestimmte Geschäfte vom Freitagnachmittag bis zum Sonntagmorgen schließen müssen.

7.38 Uhr: Auf dem afrikanischen Kontinent wurden inzwischen über eine Million Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Bis Donnerstagabend gab es in Afrika 1.000.054 offiziell gemeldete Fälle. Die am schlimmsten betroffenen Länder sind Südafrika, Ägypten und Nigeria. In Südafrika gab es bisher rund 538.000 Infektionen und etwa 9600 Tote. Das Land liegt weltweit an fünfter Stelle hinter den USA, Brasilien, Indien und Russland.

Die am stärksten betroffenen Weltregionen sind allerdings Lateinamerika und die Karibik mit knapp 5,3 Millionen verzeichneten Infektionen und fast 212.000 gezählten Verstorbenen.

Bis Dezember: Forschende rechnen mit 300.000 Corona-Toten in den USA

7.20 Uhr: Experten und Expertinnen befürchten bis Dezember insgesamt rund 300.000 Corona-Tote in den USA. Diese Schätzung basiert auf einem wissenschaftlichen Modell und dem aktuellen Infektionsgeschehen. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forschenden des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle.

7.15 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einem Verteilkampf des möglichen Corona-Impfstoffes gewarnt. „Impfstoff-Nationalismus ist nicht gut, er wird uns nicht helfen“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. In der globalisierten Welt seien alle Länder miteinander verflochten. Die reichen Länder könnten das Virus nicht alleine besiegen, solange es in ärmeren Ländern weiterhin auf dem Vormarsch sei, so Tedros.

Um sich den Zugang zum Impfstoff zu sichern, haben einige Länder bereits vorab Kaufverträge für Millionen von Impfdosen mit Pharmafirmen abgeschlossen.

6.39 Uhr: Der CDU-Wirtschaftsrat fordert ein Reiseverbot für Corona-Risikogebiete. Das sagte der Generalsekretär des parteinahen Verbands, Wolfgang Steiger, der „Bild“-Zeitung: „Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden, als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht.“ Steiger erwarte zudem vorausschauendes Handeln von der Politik. Deutschland könne es sich „nur unter erheblichsten Schwierigkeiten nochmal leisten“, das Arbeits- und Schulleben ein zweites Mal herunterzufahren, so Steiger.

Donnerstag, 6. August 2020: Spahn beschwichtigt: Kritische Schwelle ist nicht überschritten

22.31 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. „Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag dem ZDF-„Heute Journal“.

„Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen.“

22.07 Uhr: Die USA haben ihre wegen der Coronavirus-Pandemie ausgerufene weltweite Reisewarnung wieder aufgehoben. Das US-Außenministerium kündigte am Donnerstag an, fortan wieder Reisehinweise und Reisewarnungen zu einzelnen Ländern zu veröffentlichen.

Während sich die Lage in einigen Ländern verbessere, könne sie sich in anderen jederzeit wieder verschlechtern. Grundsätzlich sollten US-Bürger bei Auslandsreisen wegen des „unvorhersehbaren Charakters der Pandemie“ Vorsicht walten lassen.

21.45 Uhr: Die Lufthansa hat heute ihre Quartalszahlen präsentiert und Umsatzverluste in Milliardenhöhe verkündet. Trotz des Rettungspaketes der Bundesregierung platzte heute zudem die Hoffnung, dass Entlassungen verhindert werden. Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte den Abbau von 22.000 Vollzeitstellen an.

Spanien verzeichnet höchste Infektionsrate in ganz Europa

20.53 Uhr: Spanien verzeichnet die höchste Infektionsrate mit dem Coronavirus in ganz Europa. Im Schnitt verzeichneten die Behörden dort täglich rund 3000 Neuinfektionen in den vergangen sieben Tagen. Auch wenn immer noch der Norden Spaniens am Schlimmsten betroffen ist, haben nun mehrere Länder eine Reisewarnung für ganz Spanien ausgesprochen. Für den Tourismus dort sind das katastrophale Nachrichten. Die Buchungen brechen ein.

20.44 Uhr: Der niederländische Premierminister Mark Rutten hat wegen steigender Infektionszahlen vor einem zweiten Lockdown gewarnt. Er appellierte an die Bürger auch weiterhin die Corona-Regeln einzuhalten. Touristen in den Niederlanden sollten belebte Plätze in Amsterdam meiden.

Ab sofort gelten in den Niederlanden strengere Auflagen für Restaurants und Cafés. Die Reservierungspflicht wurde reaktiviert und Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Zudem sollen Reisende aus Risikogebieten künftig schärfer auf Einhaltung der Quarantäne-Pflicht kontrolliert werden.

Testpflicht erhält großen Zuspruch in der Bevölkerung – Die Kostenübernahme nicht

18.16 Uhr: In Österreich gilt ab Montag eine Reisewarnung für das gesamte spanische Festland im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Alle Festland-Provinzen Spaniens sind betroffen, ausgenommen sind die Inselgruppen der Balearen, zu denen Mallorca und Ibiza gehören, und die Kanarischen Inseln mit Gran Canaria und Teneriffa. „Es wird ausdrücklich vor Reisen auf das spanische Festland gewarnt“, teilte das Außenministerium in Wien am Donnerstag mit. Die Warnung tritt um Mitternacht von Sonntag auf Montag in Kraft.

18.06 Uhr: Die meisten Menschen in Deutschland sehen laut dem ARD-„Deutschlandtrend“ die Kostenübernahme der Corona-Tests für Reiserückkehrer durch den Staat kritisch: Demnach antworteten 57 Prozent der Befragten, dass sie es für besser halten würden, wenn die Menschen, die in Risikogebiete reisen, die Testkosten selbst tragen würden. 39 Prozent finden es hingegen richtig, dass der Staat die Tests bezahlt.

Insgesamt 93 Prozent befürworten die von Spahn verkündete Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten.

Spanische Gemeinde in Kastilien unter Quarantäne gestellt

18.04 Uhr: Die spanische Gemeinde Aranda del Duero in der Region Kastilien und León wird wegen steigender Corona-Infektionszahlen für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Das entsprechende Dekret werde am Freitag in Kraft treten, teilte die Regionalregierung am Donnerstag in Valladolid mit. Nur mit triftigen Gründen werde man in die Gemeinde einreisen oder diese verlassen dürfen, hieß es.

Die 150 Kilometer nördlich von Madrid gelegene Stadt hat gut 32 000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Weinbaugebiets Ribera del Duero. Die Zahl der Neuinfektionen steigt dort seit einigen Tagen rapide. Binnen 24 Stunden wurden zuletzt 199 Fälle registriert.

17.43 Uhr: Wer aus Frankreich, Monaco, der Schweiz, Tschechien und einigen schwedischen Regionen nach Norwegen einreist, muss künftig für zehn Tage in Quarantäne. Die neuen Regeln sollen nach Angaben der zuständigen Behörde am Samstag in Kraft treten.

Die Schweiz hat ihre Liste der Risikoländer und -Regionen ebenfalls aktualisiert. Mit wenigen Ausnahmen müssen sich alle Personen, die aus Ländern außerhalb des Schengen-Raums zurückkehren, in eine zehntägige Quarantäne begeben. Auch diese Regelung gilt ab kommenden Samstag. Davon ausgenommen sind 20 Staaten, darunter Australien, Japan und Thailand.

Ostsee-Badeorte bereiten sich auf Ansturm vor

17.39 Uhr: Für Strandurlauber an der Ostsee ist es bereits vor dem Wochenende eng geworden. Die Strände an der Lübecker Bucht waren am Donnerstag bei bestem Sommerwetter und Temperaturen um die 30 Grad voll.

Auch das Ostseebad Timmendorfer Strand zeigt jetzt im Internet an, wie voll seine Strände sind. Schon zum Start am frühen Donnerstagnachmittag stand die Ampel auf der Internetseite strandticker.de für die meisten Strandabschnitte von Timmendorfer Strand auf rot. Auch für das Ostseebad Scharbeutz sowie die Orte Haffkrug, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin signalisierte der Strandticker: „Der Strand ist voll.“ Für das Wochenende werden zusätzliche Tagesgäste erwartet.

Mit Hilfe der Internetseite wollen die Orte an der Lübecker Bucht die Strandbesucher zu weniger frequentierten Bereichen umleiten, damit die wegen der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregeln am Strand eingehalten werden können. Timmendorfer Strand hatte es bislang bei einem Appell an Tagesgäste belassen, gar nicht erst anzureisen.

15.53 Uhr: Eine Kampagne, mit der die spanische Hauptstadt Madrid ihre Bürger zu Einhaltung der Maskenpflicht aufruft, hat zu heftigen Diskussionen geführt. Das Video mit den Titel „Beschütze dich, beschütze uns!“ zeigt am Ende eine Feuerbstattung und warnt die Maskenverweigerer; „Einäscherungsofen: 980 Grad. Es gibt Dinge, die mehr Hitze verursachen als eine Schutzmaske“.

In den sozialen Netzwerken beklagten sich Nutzer, die Kampagne sei „pietätlos“. Einige Medien bezeichneten sie als „hart“ und „brutal“.Viele Menschen in Madrid beklagen sich darüber, dass das Tragen von Masken im Freien bei Temperaturen von über 35 Grad unangenehm sei.

YT- Video der umstrittenen Maskenwerbung in Madrid

15.52 Uhr: In den USA haben wegen der Coronavirus-Pandemie erneut mehr als eine Million Menschen ihren Job verloren. In der vergangenen Woche meldeten sich knapp 1,19 Millionen Menschen neu arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das waren aber deutlich weniger als in der Vorwoche, als knapp 1,44 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosengeld gestellt hatten. Experten hatten eine höhere Arbeitslosenzahl erwartet.

15.12 Uhr: Auch an einem weiteren Standort der Mamminger Konservenfabrik im niederbayerischen Simbach haben sich sieben Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Bei 79 Beschäftigten fiel das Testergebnis negativ aus, wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Donnerstag mitteilte.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass sich 166 von 600 Mitarbeitern des Betriebs in Mamming mit Sars-CoV-2 infiziert hatten. Daraufhin wurden auch Reihentestungen an den zwei weiteren Standorten in Simbach und Eichendorf veranlasst. Von den 83 getesteten Mitarbeitern in Eichendorf sei niemand infiziert, hieß es. Ein Befund stehe aber noch aus.

Brandenburg streicht möglicherweise die Osterferien wegen Corona

14.55 Uhr: Wegen möglicher Bildungslücken bei den Schülern behält sich Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) vor, für die Osterferien kommenden Jahres Pflichtunterricht anzuordnen. Es gebe auch durch die Einschränkungen im vergangenen Schuljahr sicherlich Nachholbedarf, sagte Ernst am Donnerstag vor Journalisten zum Schulbeginn am Montag.

Daher solle in den ersten drei Wochen des neuen Schuljahres der Lernstand der Schüler in den Kernfächern ermittelt werden. Nach der Auswertung Mitte September soll Ernst zufolge zunächst entschieden werden, ob es in den Herbstferien freiwillige Angebote gibt und ob Unterricht an Samstagen erforderlich ist. Bis Ende November werde dann Klarheit herrschen, ob Pflichtunterricht in den Osterferien notwendig sei.

14.53 Uhr: Die US-Metropole Los Angeles will Veranstaltern illegaler großer Hauspartys von Freitag an Strom und Wasser abstellen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Damit reagierten die Behörden auf vermehrte Berichte über große Feiern, die während der Pandemie eigentlich verboten seien, sagte Bürgermeister Eric Garcetti am Mittwoch.

Bei wiederholtem Verstoß gegen die Sicherheitsanordnungen könne Party-Veranstaltern binnen 48 Stunden Strom und Wasser abgedreht werden. Die großen Feiern fänden vor allem in leerstehenden Häusern oder Unterkünften statt, die kurzzeitig gemietet werden können. Bars und Nachtklubs in der kalifornischen Stadt sind derzeit geschlossen.

14.46 Uhr: Wegen steigender Infektionszahlen in den betroffenen Ländern beschränkt Finnland am Montag erneut die Einreise für Menschen aus den Niederlanden, Belgien und Andorra. Reisende, die aus diesen Staaten einreisen oder zurückkehren, werden aufgefordert, sich für 14 Tage in Quarantäne zu begeben.

Für Deutschland und Dänemark hat die finnische Regierung trotz erhöhter Fallzahlen noch keine Einschränkungen beschlossen. Die deutschen und dänischen Anstiege ließen sich auf lokale Ausbruchsherde zurückführen, so die Regierung in Helsinki, die Situation würde neu bewertet, sollten die Zahlen weiter ansteigen.

13.45 Uhr: Durch den Corona-Ausbruch im österreichischen Ferienort St. Wolfgang sind bislang offenbar 107 Menschen erkrankt. Das ergab eine Analyse der österreichischen Gesundheitsbehörden. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter und Anwohner, aber auch um österreichische Touristen. Zuletzt hatten örtliche Behörden nur 79 Fälle zum Ausbruch gezählt, dabei aber nicht alle Diagnosen in anderen Teilen Österreichs einberechnet.

Unter ausländischen Gästen sei bislang trotz internationaler Kontakt-Nachverfolgung kein Fall gefunden worden, erklärte das Gesundheitsministerium.

WHO: Fast eine Million Corona-Fälle in Afrika

13.29 Uhr: Die Corona-Pandemie breitet sich in Afrika nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiter stark aus. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle habe fast die Marke von einer Million erreicht, erklärte die WHO-Regionaldirektorin für Afrika, Matshidiso Moeti. Etwa 21.000 Infizierte seien gestorben, erklärte Moeti.

Vor einer Woche waren demnach 890.000 bestätigte Fälle von Covid-19 auf dem Kontinent erfasst worden. Die Regionaldirektorin wies auf den großen Mangel an Testkits in Afrika hin. Aufgrund der fehlenden Diagnosemöglichkeiten könne die tatsächliche Zahl der Covid-19-Fälle wesentlich höher liegen als die gemeldete.

13.16 Uhr: Die britische Regierung wird 50 Millionen zum Höhepunkt der Corona-Krise gekaufte Gesichtsmasken nicht benutzen. Sie würden aus Sicherheitsgründen nicht verteilt werden, geht aus Dokumenten hervor, die bei Gericht eingereicht wurden: Die Masken liegen möglicherweise nicht eng genug an und ihre Schlaufen gehen um die Ohren statt um den Kopf.

Die Dokumente wurden im Rahmen eines Gerichtsverfahrens gegen die Regierung eingereicht. Geklagt hatten die Aktivistenorganisationen Good Law Project und EveryDoctor.

13.05 Uhr: Die Sorgen vor einem Coronavirus-Ausbruch auf einem weiteren Kreuzfahrtschiff in Norwegen haben sich nicht bestätigt. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder auf der „Seadream 1“ seien negativ auf das Virus getestet worden, teilte das Unternehmen Seadream Yacht Club mit.

Das Schiff mit mehr als 160 Menschen an Bord war zuvor im Hafen der Stadt Bodø vor Anker gegangen, weil ein Passagier einer vorherigen Kreuzfahrt auf der „Seadream 1“ nach der Heimkehr nach Dänemark positiv auf das Virus getestet worden war. Das Schiff darf nun weiterfahren, wie die Gemeinde Bodø mitteilte.

12.53 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW fordert regelmäßige und kostenlose Corona-Tests für Polizisten. Das Land müsse seine bisherigen Schutzmaßnahmen ergänzen „und allen Beschäftigten im 14-tägigen Rhythmus einen Corona-Test mindestens anbieten“, heißt es in einem Schreiben an die GdP-Mitglieder.

11.58 Uhr: Gegner der Corona-Politik wollen am 29. August erneut in Berlin auf die Straße gehen. Für eine Demonstration unter dem Titel „Versammlung für die Freiheit“ wurden 17.000 Teilnehmer angemeldet, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Bei einer anschließenden Kundgebung erwartet die Stuttgarter Initiative Querdenken 711 insgesamt 22.500 Teilnehmer.

Spahn: Testpflicht für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten

11.09 Uhr: Einreisende aus internationalen Corona-Risikogebieten müssen sich von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Berlin mitteilte. „Jede unentdeckte Infektion, die wir dadurch finden, macht einen Unterschied“, erklärte er.

Zu den meisten Infektionen komme es derzeit immer noch innerhalb Deutschlands, so Spahn. Hat sich ein Infizierter im Ausland angesteckt, seien die Quellen meist der Westbalkan oder auch die Länder Kosovo, Serbien und teilweise die Türkei. Lesen Sie hier: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag

9.27 Uhr: Weil NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach seiner Griechenland-Reise keinen Corona-Test gemacht hat, wird er jetzt von der SPD kritisiert. Die Landesregierung hatte einem Facebook-Nutzer, der von Laschet eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, in dem sozialen Netzwerk geantwortet, es bestehe „kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind“.

SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty sagte der „Neuen Westfälischen“, er hätte „von einem Ministerpräsidenten mit Vorbildfunktion erwartet, dass er sich nach seiner Rückkehr sofort testen lässt. Er hätte damit ein wichtiges Zeichen setzen können“.

Kutschaty ergänzte: „Wie soll man Armin Laschet seine Appelle noch abnehmen können, wenn er sich selbst nicht daran hält?“

Laschet hatte am Dienstag mehrere Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Lesbos besucht und danach von einem „Aufschrei der Verzweifelten“ gesprochen.

9.10 Uhr: Sandra Maischberger widmete sich am Mittwochabend brennenden Fragen: Gibt es eine zweite Welle der Corona-Pandemie? Und wenn ja: Wie geht man damit um? Mit SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und Grünen-Politiker Boris Palmer hatte sie zwei Gäste eingeladen, die eine Garantie für Wortgefechte sind. Mehr zur Sendung: Maischberger: Palmer spricht von „geopferten Kindern“

8.08 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Pressekonferenz angekündigt. Um 11 Uhr will sich Spahn zum aktuellen Infektionsgeschehen und zur nationalen Teststrategie äußern.

RKI meldet 1045 Neuinfektionen in Deutschland

7.30 Uhr: Die Lufthansa verschärft angesichts stockender Verhandlungen mit den Gewerkschaften ihre Gangart beim Abbau tausender Arbeitsplätze. Der Plan, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, sei angesichts der Pandemie-bedingten Entwicklungen im weltweiten Luftverkehr und der Verhandlungen mit den Gewerkschaften auch für Deutschland nicht mehr realistisch, teilte der inzwischen teilverstaatlichte Konzern bei der Vorlage seiner Quartalsbilanz mit.

Die Lufthansa will weltweit rund 22.000 Vollzeitstellen abbauen und verhandelt mit der Arbeitnehmerseite über ein Entgegenkommen, um die Einschnitte zu begrenzen.

5.13 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 6. August, 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175.

5.01 Uhr: Rund die Hälfte aller Corona-Testlabore in Deutschland sind aktuell vollständig digital angebunden und können Corona-Tests vom Scan des Auftragsformulars bis zur Übermittlung der Daten an die Corona-Warn-App digital abwickeln.

Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage des stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Frank Sitta hervor. Demnach werden die Labore sukzessive mit den technischen Komponenten ausgestattet. 74 Prozent der Labore werden zum aktuellen Zeitpunkt an den entsprechenden Verifikationsserver der App angebunden.

Dass nur die Hälfte der Labore über eine vollständige digitale Anbindung verfügt, ist nach Auffassung Sittas ein „Defizit im Kampf gegen die Nachverfolgung von Infektionsketten“.

Ägypten verlangt Aufhebung der Reisewarnung

4.35 Uhr: Nach der Türkei verlangt auch Ägypten von der Bundesregierung eine Aufhebung der Reisewarnung für seine Urlaubsgebiete. Der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, verwies in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur auf sinkende Corona-Infektionszahlen in seinem Land und weitgehende Sicherheitsvorkehrungen für Touristen.

Die ägyptische Regierung hat laut Abdelhamid drei Regionen als „sichere Zonen“ für deutsche Touristen ausgewiesen: Matruh am Mittelmeer, Hurghada am Roten Meer und Scharm el Scheich auf der Sinai-Halbinsel. „Wir haben null Infektionen in diesen Gebieten.“

Die Bundesregierung hatte am Dienstag die Reisewarnung für Urlauber für vier der beliebtesten Regionen in der Türkei aufgehoben: Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Lesen Sie auch: Nach Ende der Reisewarnung – so ist Urlaub wieder möglich

4.31 Uhr: Anders als Berlin wird NRW das Arbeitsverbot für Prostituierte vorerst nicht lockern. Das stellte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur klar.

Sexuelle Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen seien laut Coronaschutzverordnung ausdrücklich untersagt, stellte die Behörde von Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) fest.

Alyssa Milano beschreibt schwere Covid-19-Erkrankung

3.49 Uhr: US-Schauspielerin Alyssa Milano („Melrose Place“, „Charmed – Zauberhafte Hexen“) hat auf Instagram schwere Symptome einer Covid-19-Erkrankung beschrieben. Die 47-Jährige postete ein Foto von Anfang April, auf dem sie eine medizinische Gesichtsmaske trägt.

Sie sei niemals zuvor so krank gewesen, schreibt Milano. Alles habe weh getan, sie habe nicht atmen können, dazu habe sie unter Fieber sowie schrecklichen Kopfschmerzen gelitten. Sie habe sich übergeben müssen und habe ihren Geruchssinn verloren. „Ich dachte, ich würde sterben.“ Nach vier Monaten haben sie immer noch Beschwerden, wie Schwindel, Kurzatmigkeit und Magenprobleme.

Sie habe praktisch jedes Covid-Symptom gehabt, aber zwei Corona-Tests und ein Antikörpertest seien negativ ausgefallen. Erst ein weiterer Antikörpertest sei nun positiv gewesen.

Tests seien fehlerhaft, man kenne die wahren Infektionszahlen nicht, erklärte Milano. Sie werde nun Blutplasma spenden, in der Hoffnung, anderen damit zu helfen. „Haltet Abstand und tragt Masken“, mahnte die Schauspielerin.

3.31 Uhr: Die Ferien sind vorbei: Hamburgs Schüler starten wieder ins neue Schuljahr – mit strengen Hygieneregeln und einer Maskenpflicht. Ausnahmen beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelten nur am Arbeitsplatz im Klassen- und Lehrerzimmer sowie für Grundschüler bis zehn Jahren.

Hamburg ist das zweite Bundesland, in dem die Ferien enden. Kommende Woche folgen dann Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg. Lesen Sie hier: Die Schule startet wieder – was Eltern jetzt wissen müssen

Facebook hat wegen Falschinformationen ein Video von Donald Trump gelöscht

2.42 Uhr: Facebook hat ein von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Video gelöscht. Der Clip habe Falschinformationen zum Thema Coronavirus enthalten, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. In dem Ausschnitt eines Interviews mit dem Sender Fox News sagte Trump, Kinder seien in Bezug auf das Coronavirus „fast immun“, weswegen Schulen nach den Sommerferien trotz der Pandemie wieder für normalen Unterricht öffnen sollten.

Facebook erklärte, die „falsche Behauptung, wonach eine Bevölkerungsgruppe immun ist“, verstoße gegen die Regeln der Plattform zu Corona-Falschinformationen. Lesen Sie hier: Corona-Fake-News: Twitter und Facebook gehen gegen Trump vor

0.02 Uhr: Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer verlangt mehr Kompetenzen für die Zugbegleiter, damit die Maskenpflicht in Zügen besser durchgesetzt werden kann. „Die Ausgangsposition für die Zugbegleiter ist schon dadurch schlecht, dass die Pflicht zum Tragen einer Maske nicht Teil der Beförderungsbedingungen ist“, sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky der „Süddeutschen Zeitung“.

Aus unerfindlichen Gründen könne sich die Bahnspitze nicht dazu durchringen, dies zu ändern. Dadurch seien den Zugbegleitern „in letzter Instanz die Hände gebunden“.

Insgesamt registrierten die Zugbegleiter einen laxeren Umgang mit dem Mund-Nase-Schutz. Letztlich wachse damit auch für die Zugbegleiter das Infektionsrisiko.

Die Bahn will die Einhaltung der Maskenpflicht notfalls mit Verweisen durchsetzen. Weigerten sich Fahrgäste nach wiederholter Aufforderung, die Maske aufzusetzen, werde der Fahrgast am nächsten Halt aus dem Zug gebeten, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums – gegebenenfalls komme die Bundespolizei hinzu und zeige Verstöße auch an.

Mittwoch, 5. August 2020: Italien droht Ryanair wegen Corona-Verstößen mit Flugverbot

  • Auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming gab es 17 weitere Corona-Infektionen. Zuvor waren bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden
  • In Frankreich erreicht die Pandemie mit 1695 Neuinfektionen ein Zwei-Monats-Hoch. Damit haben sich insgesamt 194.029 Menschen angesteckt
  • Wegen des Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen
  • Die Kanaren versichern als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus während des Urlaubs auf den Inseln.
  • In Afghanistan hat sich einer Studie zufolge bereits fast ein Drittel der Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt, das entspricht etwa zehn Millionen Menschen
  • Die italienischen Behörden drohen Ryanair wegen Verstößen gegen die Sicherheitsregeln zum Schutz vor dem Coronavirus mit einem Flugverbot im italienischen Luftraum
  • Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle
  • Weil die Geschäfte während des Lockdowns geschlossen waren, haben die Leute vermehrt im Internet eingekauft. Davon hat auch die deutsche Post profitiert. Der Umsatz zwischen April und Juni stieg um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro
  • Mitten in der Corona-Krise durften sich die Rentner in Deutschland im vergangenen Juli über eine deutliche Erhöhung ihrer Rentenbezüge freuen. Das bedeutet aber nicht, dass die Rentner die Folgen der Corona-Krise nicht zu spüren bekommen. Der Bund Deutsche Rentenversicherung geht von einer Nullrunde für 2021 aus.
  • Trotz Corona gibt es in Deutschland weniger Bewerber als Ausbildungsplätze. Jugendliche schauen sich vermehrt nach Alternativen zur klassischen Ausbildung um, erklärte das Institut der deutschen Wirtschaft. Das Studium gelte als „krisensicher, der kleine Ausbildungsbetrieb um die Ecke eher nicht“
  • Brandenburgs Landesbildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat für ihr Bundesland die Einführung einer Maskenpflicht an Schulen angekündigt
  • Nach Nordrhein-Westfalen wollen auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen Bußgelder für „Masken-Muffel“ in Bussen und Bahnen verhängen
  • Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, dass an Deutschlands Schulen von der fünften Klasse an auch im Unterricht Maske getragen wird. Lesen Sie hier: Namhafte Corona-Berater: Was ist eigentlich die Leopoldina?
  • IT-Sicherheitsexperten und das Bundesamt für IT-Sicherheit schlagen Alarm, weil es in der Corona-Krise zu einem dramatischen Anstieg von Hacker-Angriffen kommt. Lesen Sie hier: Homeoffice bietet Angriffsfläche – so oft schlagen Hacker zu
  • Die Corona-Krise hat einen US-Schuldirektor in kurzer Zeit zum Internet-Star gemacht. Quentin Lee aus Alabama sammelte in wenigen Tagen mehr als 4,5 Millionen YouTube-Klicks. Das Video sehen Sie hier: Schuldirektor landet viralen YouTube-Hit mit Corona-Rap
  • Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Pandemiebekämpfung an Schulen vorgeworfen. Das ganze Interview lesen Sie hier: Hofreiter: Regierung bei Corona-Schutz an Schulen fahrlässig
Steinmeier: Im Kampf gegen Corona nicht nachlässig werden
Steinmeier- Im Kampf gegen Corona nicht nachlässig werden

Dienstag, 4. August 2020: Berlin erlaubt wieder Prostitution

  • Angesichts steigender Infektionszahlen hat die Türkei die Maßnahmen gegen das Coronavirus verschärft. Beschlossen wurden unter anderem tägliche Quarantäne-Kontrollen und strengere Auflagen für Hochzeiten und Trauerfeiern
  • Nach monatelangem Verbot wegen der Corona-Pandemie wird Sexarbeit in Berlin schrittweise wieder erlaubt. Lesen Sie hier: Berlin erlaubt Prostitution wieder – ohne Geschlechtsverkehr
  • Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden.
  • Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.
  • In Mecklenburg-Vorpommern müssen Schüler und Lehrer künftig auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Maskenpflicht gelte ab Klasse fünf, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).
  • Nach den massenhaften Verstößen gegen die Corona-Auflagen bei den Demos in Berlin am vergangenen Wochenende hat sich eine Debatte über die Grenzen der Versammlungsfreiheit entfacht. Bundeswirtschaftsminister Altmaier forderte härtere Strafen für Verstöße gegen Corona-Regeln. Lesen Sie mehr dazu: Anti-Corona-Demo befeuert Debatte über Versammlungsrecht.
  • Die Sharing Economy ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Für Unternehmen wie die Wohnungs-Vermietungs-Plattform Airbnb, der Taxidienst Uber oder der Büroflächenvermieter WeWork ist die Corona-Krise eine Zäsur. Wie hart die Sharing Economy von der Pandemie getroffen wird, lesen Sie hier: Airbnb, Uber und Co.: Beendet Corona die Idee des Teilens?
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.
  • In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Innerhalb von 24 Stunden seien 46.321 neue Ansteckungen registriert worden.

Montag, 3. August 2020: Neue Corona-Regeln an den Schulen – Sommerfest in Wiesbaden sorgt für Anstieg der Infektionszahlen

  • In einigen Bundesländern gehen die Sommerferien zu Ende und Hamburg sowie Nordrhein-Westfalen haben für die Schüler bereits eine Maskenpflicht angekündigt. Dennoch gibt es Unterschiede bei der genauen Ausgestaltung der neuen Corona-Regel. In Sachsen zum Beispiel sieht Kultusminister Christian Piwarz aktuell keine Notwendigkeit für eine Maskenpflicht an Schulen. Entscheiden dürfen es dort aber am Ende die einzelnen Schulleitungen. In Hessen verhält es sich genauso. Droht den Schülern dank des Föderalismus nun ein Corona-Regelchaos an den Schulen? Lesen Sie hier den Überblick, was in welchem Bundesland für Schüler gilt.
  • Bei einem privaten Sommerfest in Wiesbaden haben sich nach Angaben der Stadt bisher 18 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Ein großer Teil der Gäste sei bereits ermittelt, getestet und einige unter Quarantäne gestellt worden. Einige Testergebnisse würden noch ausstehen. „An diesem Beispiel sieht man wieder, dass ein Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln auch bei Feierlichkeiten enorm wichtig ist“, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) der Mitteilung zufolge.
  • Die Berliner Polizei hat den Veranstaltern der Anti-Corona-Demo in Berlin in Bezug auf die Teilnehmerzahlen deutlich widersprochen. Die Organisatoren von „Querdenken 711“ behaupten, an der Demo hätten 1,3 Millionen Menschen teilgenommen. Die Berliner Polizei will hingegen nur 17.000 Menschen in der Spitze gezählt haben. Bei dem vorherigen Protestzug auf der Straße des 17. Juli seien laut Polizei 20.000 Menschen mitmarschiert.
  • Die Infektionsgefahr an Schulen in Sachsen ist laut einer Studie „extrem niedrig“. Das gab Professor Wieland Kiess vom Leipziger Universitätsklinikum bei der Vorstellung der Studienergebnisse in Dresden bekannt. Während der Corona-Studie im Mai und Juni sind bei 2600 Schülern und Lehrern keine Infektionen festgestellt worden. „Die akute Ansteckung lag bei Null“, sagte Kiess. Zudem fanden die Forscher in nur 14 von 2300 Blutproben Antikörper, die auf eine bereits überstandene Corona-Erkrankung hinweisen.
  • Die Bahn hat auf die Forderungen der Bundesregierung und der Grünen reagiert, die Maskenpflicht in den Zügen und Bussen des Unternehmens durchzusetzen. „Wenn eine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar“, teilte der Konzern der Deutschen Presse-Agentur mit. Bestehende Länder-Verordnungen erlaubten bei renitenten Maskenverweigerern einen Ausschluss von der Beförderung.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewandt und vor Leichtsinnigkeit in der Corona-Pandemie gewarnt. „Die Verantwortungslosigkeit einiger weniger ist ein Risiko für uns alle“, sagte Steinmeier. Wer jetzt nicht besonders vorsichtig sei, gefährde die Freiheit vieler. Um einen zweiten Lockdown zu verhindern, müsse die Zeit bis zur Verfügbarkeit wirksamer Medikamente mit Disziplin und Vernunft überbrückt werden. „Der Weg zur Normalität, die wir uns doch alle wünschen, geht nicht über Leichtsinn, Sorglosigkeit und Ignoranz“, mahnte Steinmeier.
  • In weiteren französischen Gemeinden gilt jetzt eine Maskenpflicht im Freien. In 69 zusätzlichen Gemeinden des Départements Mayenne müssen seit Montag die Schutzmasken auch auf der Straße getragen werden. In der Küstenmetropole Nizza muss Medienberichten zufolge jetzt auf bei Touristen beliebten Plätzen eine Maske im Freien getragen werden. Bei Nichteinhaltung drohe ein Bußgeld von 35 Euro, berichtete France 3. Die Präfektur von Lille hatte zuvor für die Stadt eine Maskenpflicht etwa in der Fußgängerzone angekündigt. Auch auf Parkplätzen an Einkaufszentren oder in Parks ist die Maske verpflichtend.
  • Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den nordrhein-westfälischen Flughäfen werden rund 2,5 Prozent der Urlauber Corona-positiv getestet. Dies sei eine „relativ hohe“ Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im Deutschlandfunk. 40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch.
  • Haustiere wie Hunde und Katzen können von Menschen mit dem Coronavirus infiziert werden. Diese Annahme von Wissenschaftlern hat jetzt eine Studie italienischer Forscher bestätigt. Sie untersuchten in Norditalien, vor allem in der Lombardei, 540 Hunde und 277 Katzen. Die Tiere lebten in Haushalten mit Corona-Patienten oder in besonders stark von Corona betroffenen Gebieten. 3,4 Prozent der Hunde und 3,9 Prozent der Katzen hatten Antikörper gegen das Virus gebildet.

Sonntag, 2. August 2020: Hohe Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln gefordert

  • Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut macht Hoffnung auf eine vergleichsweise schnelle Verfügbarkeit einer Corona-Impfung. „Die Zuversicht ist groß, denn wir haben gerade in den letzten Wochen erlebt, dass wir aus den ersten klinischen Prüfungen Ergebnisse erhalten haben, die zeigen, dass einige Impfstoffe tatsächlich eine spezifische Immunreaktion beim Menschen gegen Coronavirus 2 induzieren können“, sagte Präsident Klaus Cichutek am Sonntagabend im ZDF. Weltweit gebe es 140 bis 150 Impfstoffprojekte in diesem Bereich.
  • Zwei Maskenverweigerer haben auf einem Flug von Amsterdam nach Ibiza randaliert und sind nach der Landung von spanischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die beiden Männer hätten sich auf dem Flug am Freitag geweigert, Masken zu tragen, und andere Passagiere verbal und körperlich angegriffen, sagte ein Sprecher der Fluglinie der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Lesen Sie hier: Maskenverweigerer randalieren auf KLM-Flug – Festnahme
  • Der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming weitet sich aus. In einem weiteren Betrieb haben sich 43 Saisonarbeiter mit dem Virus angesteckt. „Diese und auch deren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne“, sagte Landrat Werner Bumeder (CSU) am Sonntag. Am Vortag hatten die Behörden noch von 27 Fällen gesprochen. Die Tests in weiteren Betrieben und bei Bürgern im Landkreis Dingolfing-Landau seien negativ gewesen. „Nach jetzigem Stand liegt also nur ein Infektionsherd in Mamming vor.“
  • Nach der Massendemonstration gegen Corona-Vorschriften in Berlin hat der Vizevorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei, ein härteres Vorgehen des Staates gegen Regelbrecher gefordert. Diese Demonstranten seien „eine Gefahr für unser Land“, sagte Frei unserer Redaktion. Daher sollten die Ordnungsbehörden „stärker auf schlüssige und detaillierte Hygienekonzepte bei Demonstrationsgenehmigungen drängen“. Die Umsetzung müsse mit empfindlichen Geldbußen für die Organisatoren verbunden werden. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte „dreistellige Bußgelder“ bei Verstößen gegen Maskenpflicht und Abstandsgebot. Dafür solle eine bundeseinheitliche Regelung getroffen werden.
  • Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat ihren Neustart nach der Corona-Zwangspause kurzfristig verschoben. Die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee für die erste Augusthälfte wurden am Sonntag abgesagt. Entgegen den Erwartungen des Unternehmens stehe eine letzte formale Freigabe für den Start der Kurzreisen ab 5. August durch den Flaggenstaat Italien noch aus, teilte Aida an seinem Sitz in Rostock mit. Betroffen sind mehrere Fahrten zwischen Anfang und Mitte August. Bei den geplanten Fahrten ab dem 16. August geht Aida davon aus, dass sie stattfinden können, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.
  • Mindestens 40 Crew-Mitglieder eines in Norwegen vor Anker liegenden Passagierschiffs haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Unter ihnen sei auch ein deutscher Staatsbürger, teilte die norwegische Reederei Hurtigruten mit. 33 andere Betroffene kämen aus den Philippinen, je einer aus Frankreich und aus Norwegen. Keiner von ihnen zeige Anzeichen einer Krankheit. Insgesamt sind derzeit noch 154 Crew-Mitglieder an Bord der „Roald Amundsen“.
  • Im Nachbarland Polen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen, das Land registrierte so viele neue Fälle wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden nach eigenen Angaben 658 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Seit drei Tagen registriert das EU-Land täglich neue Rekordwerte. Die Regierung in Warschau erwägt deshalb schärfere Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus.
  • Die ZDF-Journalistin Dunja Hayali musste ihre Dreharbeiten auf der Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin abbrechen. Hayali und ihr Team waren zuvor mehrfach beschimpft worden, offenbar gab es zu große Sicherheitsbedenken. In einem rund 37 Minuten langen Video, das Hayali auf Instagram postete, ist zu sehen, wie Demo-Teilnehmer ihr und ihrem Team am Samstag „Lügenpresse“ und „Schämt euch“ entgegenrufen. Hayali berichtet selbst von Beleidigungen und Bedrohungen, ohne konkrete Beispiele zu nennen.

Samstag, 1. August 2020: Altmaier fordert härtere Strafen vor Verstöße gegen Corona-Regeln

  • Tausende Israelis haben an mehreren Orten des Landes gegen Korruption und das Krisenmanagement von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Corona-Pandemie protestiert. Nach Angaben der Polizei nahmen an einer Demonstration in Jerusalem mehr als 7000 Menschen teil. Sie forderten den Rücktritt des Regierungschefs
  • 135 Bewohner einer Gemeinschaftsunterkunft in Nürnberg sind unter Quarantäne gestellt worden, weil einer der Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden ist
  • Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden nach eigenen Angaben 658 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden
  • Bei der Auflösung der Kundgebung von Gegnern staatlicher Corona-Auflagen in Berlin hat die Polizei die Veranstaltungsbühne besetzt. Lesen Sie mehr:
  • Im Kampf gegen das Coronavirus will Russland im Herbst mit den ersten Impfungen beginnen. Dies sei für Oktober geplant, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge. Zunächst sollten Ärzte und Lehrer geimpft werden, dann schrittweise der Rest der Bevölkerung
  • Angesichts steigender Corona-Zahlen verschärft Helgoland die Maskenpflicht. Am kommendem Montag müsse zunächst für zwei Wochen auf der Einkaufsstraße Lung Wai und auf der Promenade vom Hafen bis zum Dorfkern eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden
  • Mit einem Demonstrationszug haben Tausende Menschen in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Die Polizei ging am Nachmittag von rund 15.000 Teilnehmern aus. Nach Polizeiangaben wurden dabei die Hygienevorgaben wie Abstand und Mund-Nasen-Schutz nicht eingehalten
  • Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle erweitert Griechenland die Maskenpflicht. Wie der Zivilschutz mitteilte, müssen alle Menschen fortan in geschlossenen Räumen eine Maske tragen. Zudem sind Besuche in Krankenhäusern und Altersheimen nur im Ausnahmefällen erlaubt
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich für härtere Strafen bei Verstößen gegen Corona-Regeln ausgesprochen. Ein Vorschlag Altmaiers: Man soll nur in Busse und Bahnen einsteigen dürfen, wenn man Schutzmaske trägt oder eine beim Einstieg erwirbt.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet
  • Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro spielt auch nach seiner Coronavirus-Infektion die Gefahren der Pandemie weiter herunter. Es gebe nichts zu befürchten, sagte er vor Reportern. „Ich bedauere die Todesfälle. Aber Menschen sterben jeden Tag, an vielen Dingen. So ist das Leben“
  • Angesichts der rasanten steigende Zahl von Coronainfektionen in Deutschland haben führende Politiker und Ökonomen vor einem weiteren Lockdown gewarnt. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte unserer Redaktion: „Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten. Das würde unsere Wirtschaft kaum verkraften und sich letztendlich auch negativ auf den Sozialstaat und seine Stabilität auswirken. Hilfsmaßnahmen wie im jetzigen finanziellen Rahmen ließen sich wohl nicht wiederholen“
  • Die Soforthilfe für in finanzielle Nöte geratene Studenten wird stark nachgefragt. Von den seit Juni zur Verfügung gestellten 100 Millionen Euro an Überbrückungshilfe sind laut Bundesbildungsministerium bereits über 28 Millionen Euro abgerufen worden

Freitag, 31. Juli 2020: Mallorca-Urlauber nach Corona-Infektion in Quarantäne

  • Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming hat sich die Zahl der infizierten Erntehelfer auf 232 erhöht. Das Landratsamt leitete am Freitagabend nach eigenen Angaben „umgehend eine Trennung der nun positiv getesteten Saisonarbeitskräfte von den negativ Getesteten in die Wege“.
  • Nachdem das Auswärtige Amt einige Gebiete Spaniens zu Risikogebieten erklärt hat, fragen sich viele Deutsche, was nun mit ihren gebuchten Flügen nach Barcelona & Co. geschieht. Der Verbraucherzentrale Bundesverband macht gegenüber unserer Redaktion deutlich, dass kein rechtlicher Anspruch auf eine Rückerstattung besteht – egal, ob es eine Reisewarnung gibt oder nicht. Dennoch können Betroffene zumindest einen Teil des Ticketpreises wiederbekommen.
  • Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat aus seiner eigenen Corona-Infektion offensichtlich nichts gelernt. Bei einem Besucht in Bagé im Süden Brasiliens trug er zwar eine Maske, schüttelte aber Hände, wie das Portal „G1“ am Freitag berichtete. Daraufhin hätten sich Menschenansammlungen gebildet. Bolsonaro zeigte bei dem Auftritt demnach das umstrittene Malariamittel Hydroxychloroquin, das er zur Covid-19-Behandlung propagiert. Bolsonaro hatte vor mehr als drei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Mehrere Tests fielen positiv aus, am Samstag twitterte er dann, ein neuer Test bei ihm sei negativ ausgefallen.
  • Donald Trump hat in Bezug auf die Verschiebung der US-Wahlen eine Rolle rückwärts gemacht. „Ich will keine Verschiebung“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im weißen Haus. Nur einen Tag zuvor hatte Trump einen gänzlich anders lautenden Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter abgesetzt. Auch wenn Trump jetzt nichts mehr von einer Verschiebung der Wahl wissen will, erneuerte er auf der Pressekonferenz ausführlich seine Befürchtungen zum Wahlbetrug.
  • Die Corona-Apps verschiedener europäischer Staaten sollen vernetzt werden. Die EU-Kommission soll den entsprechenden Auftrag bald den deutschen Unternehmen SAP und Telekom erteilen. Diese hatten bereits die deutsche Corona-Warn-App entwickelt – bei der zuletzt bekannt wurde, dass sie mehrere Wochen bei manchen Android- und iPhone-Benutzern nicht richtig funktioniert hatte.
  • Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien warnt das Auswärtige Amt nun vor touristischen Reisen in drei Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen. Betroffen von der formellen Reisewarnung sind nach einer Mitteilung des Auswärtigen Amts vom Freitag Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra, nicht aber Mallorca und auch nicht die Kanaren.
  • Nach einer Hochzeitsfeier sind im Kreis Kleve mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Bei der Veranstaltung habe es sich um eine Feier im benachbarten Kreis Wesel gehandelt, sagte eine Sprecherin. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste im Ort Geldern im Kreis Kleve beheimatet. „Das Gesundheitsamt nimmt direkt Kontakt mit den positiv getesteten Personen auf, um weitere Informationen zu erhalten“, sagte Landrat Wolfgang Spreen. Die Kontaktpersonenermittlung laufe.
  • Mit ihrem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ will die Bundesregierung Unternehmen Anreize bieten, Azubis zu halten oder gar neue Ausbildungsstellen zu schaffen. Ab kommender Woche können kleine und mittlere Betriebe daher die sogenannte Azubi-Prämie beantragen. Dafür stellt die Bundesregierung insgesamt 500 Millionen Euro bereit.
  • Erstmals seit der Wiedereröffnung der Balearen-Inseln mit Mallorca für den internationalen Tourismus sind Urlauber nach Behördenangaben positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt worden. Über die Herkunft oder die Nationalität der Betroffenen teilte die regionale Gesundheitsbehörde am Freitag auf Anfrage zunächst nichts weiter mit. Die Zeitung „Diario de Mallorca“ schrieb, es handele sich insgesamt um zehn Urlauber mit nur leichten oder gar keinen Krankheitssymptomen. Bereits zuvor hatte eine Familie aus Cottbus offenbar das Coronavirus mit nach Hause gebracht. Lesen Sie hier: Corona: Familie muss nach Mallorca-Urlaub in Quarantäne Wegen illegaler Partys hat die Regierung der Balearen vergangene Woche die Lokale am Ballermann und auch im bei Briten beliebten Vergnügungsareal Punta Ballena in Magaluf geschlossen. Lesen Sie dazu: Partys am Strand von Magaluf sorgen für Ärger auf Mallorca

Corona-News: Bisherige Meldungen im alten Live-Ticker

Wir starten unseren neuen News-Ticker. Alle bisherigen Nachrichten finden Sie in unserem bisherigen Corona-News-Ticker.

Corona: Mehr Infos zur Pandemie

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen