Ermittlungen

Bombendrohungen gegen Behörden in mehreren Bundesländern

Eine Reihe von Bombendrohungen gingen am Dienstagmorgen bei Behörden in ganz Deutschland ein. Mehrere Gebäude wurden daher geräumt.

Bundesweite Bombendrohung gegen Justizgebäude

In Lübeck, Wolfsburg, Erfurt, Chemnitz und Mainz gab es Bombendrohungen gegen Land- und Amtsgerichte. Die Polizei untersuchte die Gebäude umfangreich und gab Entwarnung. Seit Mittag werden Gerichtsverhandlungen fortgesetzt.

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Lübeck/Erfurt. 
  • Fast deutschlandweit sind am Dienstagmorgen Bombendrohungen in Behörden eingegangen
  • Betroffen waren vor allem Gerichtsgebäude
  • Bombendrohungen gingen unter anderem in Lübeck, Wolfsburg, Erfurt, Chemnitz, Mainz und Hanau ein
  • In Hanau galt die Bombendrohung der Bundesagentur für Arbeit
  • Teilweise wurden die Gebäude geräumt und der Betrieb zwischenzeitlich eingestellt

Bombendrohungen in Lübeck, Wolfsburg, Erfurt, Chemnitz, Mainz und Hanau: Wegen Drohungen sind in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Thüringen und Hessen öffentliche Gebäude evakuiert worden.

In Lübeck räumte die Polizei das Amtsgericht. Staatsanwaltschaft und Polizei Lübeck teilten mit, sie hätten am Morgen von der Bedrohung des Gebäudes erfahren.

Auch im niedersächsischen Wolfsburg musste das Amtsgericht wegen einer Bombendrohung geräumt. Die Drohung war ersten Ermittlungen zufolge per E-Mail eingegangen. Inzwischen konnte zwar Entwarnung gegeben werden, die Verhandlungen wurden aber bis zum Mittag ausgesetzt.

Bombendrohung in Erfurt: Polizei mit Spürhunden im Einsatz

In Erfurt wurde das Justizzentrum evakuiert. Zwei Sprengstoffspürhunde waren im Einsatz, die Polizei konnte allerdings keine tatsächliche Bedrohung ausmachen und gab Entwarnung.

Betroffen waren unter anderem das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Erfurt, deren Mitarbeiter ihre Büros verlassen mussten. Gerichtsverhandlungen wurden bis zum Mittag ausgesetzt.

Nähere Angaben zur Art der Drohung wollte die Polizei vorerst nicht machen. Auch die Zahl der betroffenen Justizmitarbeiter konnte nicht beziffert werden.

Bombendrohung in Mainz: Gerichtsgebäude

Gegen das Amtsgericht Chemnitz hat es am Dienstag ebenfalls eine Bombendrohung gegeben. Das Gebäude wurde nicht geräumt. Nähere Angaben machte die Polizei nicht.

In Mainz räumte die Polizei nach der Bombendrohung das Land- und Amtsgericht. Nach Angaben einer Polizeisprecherin seien die Bombendrohungen gegen 7.30 Uhr eingegangen. Nähere Angaben dazu machte sie nicht. Das Justizzentrum werde mit Spürhunden durchsucht. Mehrere Nebengebäude seien darüber hinaus freiwillig geräumt worden.

Bombendrohung in Hanau: Bundesagentur für Arbeit evakuiert

Auch in der hessischen Stadt Hanau hat es eine Bombendrohung gegeben. Betroffen war dort allerdings kein Justizgebäude, sondern die Bundesagentur für Arbeit. Das Gebäude wurde geräumt.

Betroffen von der Räumung waren die Mitarbeiter, Publikumsverkehr gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie ein Polizeisprecher berichtete. Das mehrstöckige Gebäude wurde demnach durchsucht, im Einsatz waren zahlreiche Beamte sowie Sprengstoffspürhunde.

Medienberichten zufolge sind noch weitere Behörden – in erster Linie Gerichtsgebäude – von Bombendrohungen betroffen. So sei laut „Bild“ im baden-württembergischen Baden-Baden ein Gerichtsgebäude nach einer Bombendrohung durchsucht worden. Auch in den Ruhrgebietsstädten Essen und Bochum seien demnach die Landgerichte betroffen.

Bombendrohungen – Mehr zum Thema

Im vergangenen Jahr hatte es im Oktober eine Reihe von Bombendrohungen gegen Rathäuser gegeben. Zuvor musste eine Moschee in Duisburg wegen einer Bombendrohung geräumt werden.

(dpa/fmg)

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