Demonstration

USA: Mann fährt mit Auto in Protestgruppe – Motiv unklar

Ein Mann ist in Seattle in eine Gruppe von Demonstranten gefahren. Ob es sich dabei nur um einen Unfall handelte, ist bisher unklar.

Autobahn in Seattle: Rettungskräfte sind vor Ort, nachdem ein Fahrer in eine Black Lives Matter-Barrikade auf der Interstate 5 gefahren ist. Zwei Demonstrantinnen wurden verletzt.

Autobahn in Seattle: Rettungskräfte sind vor Ort, nachdem ein Fahrer in eine Black Lives Matter-Barrikade auf der Interstate 5 gefahren ist. Zwei Demonstrantinnen wurden verletzt.

Foto: James Anderson / dpa

Seattle. Ein Mann ist mit seinem Auto in der US-Großstadt Seattle in eine Gruppe Demonstranten gerast und hat zwei Frauen erfasst. Eine der Frauen wurde lebensgefährlich verletzt, die andere mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, erklärten Polizei und Feuerwehr in der Nacht auf Samstag auf Twitter. Der Fahrer, ein 27-jähriger Mann aus Seattle, wurde festgenommen, berichtet der US-amerikanische Nachrichtensender NBC. Zunächst war unklar, ob der Mann absichtlich in die Menschen gerast ist, teilten Behörden mit. Die Straße warkurz vor Mitternacht für Black-Lives-Matter-Proteste gesperrt worden.

Auf einem von US-Medien verbreiteten Video ist zu sehen, dass sich mehrere Menschen auf der gesperrten Fahrbahn aufhielten, als das weiße Auto mit hoher Geschwindigkeit auf sie zuraste. Nach der Festnahme des Mannes bat die Polizei die Demonstranten, die Proteste einzustellen. Ein Foto, das von einem Polizeibeamten veröffentlicht wurde, zeigt das weiße Auto des Täters mit einer zerbrochenen Windschutzscheibe.

In vielen US-Städten gibt es derzeit Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Ausgelöst worden waren sie durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz.

Die USA feiern am 4. Juli den Unabhängigkeitstag. Zu diesem Anlass hatte Präsident Donald Trump bereits am Freitagabend (Ortszeit) eine Rede vor dem Nationaldenkmal Mount Rushmore gehalten. Er sprach dabei in Bezug auf die anhaltenden Proteste von einer „gnadenlosen Kampagne zur Auslöschung unserer Geschichte.“

(dpa/jas/amw)

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