Maskenpflicht in Braunschweig: König Kunde hält sich dran

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Norbert Jonscher
Media Markt-Chef Mirko Rüsing bedient seine Kunden mit Corona-Schutzmaske.

Media Markt-Chef Mirko Rüsing bedient seine Kunden mit Corona-Schutzmaske.

Foto: Norbert Jonscher

In den Märkten und Geschäften gibt es praktisch überhaupt keine Probleme.

Braunschweig. Media Markt-Chef Mirko Rüsing steht mit seiner Corona-Schutzmaske an einem Bestell-Board und schaut nach, ob die vom Kunden gewünschten Druckerpatronen noch auf Lager sind. Sie sind es. Ein Mitarbeiter, ebenfalls „mit“ unterwegs, holt sie aus der Abteilung, die derzeit für Kunden nicht zugänglich ist. Denn der Elektro-Markt hat bis auf Weiteres nur noch 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Der Gesetzgeber will es so.

99 Prozent haben eine Maske dabei

Neu ist: Am Eingang steht seit Samstag ein Security-Mann, der genau hinschaut: Hat der Kunde, wie seit dem 25. April vorgeschrieben, eine Maske auf? Die allermeisten haben – und werden eingelassen. „99 Prozent haben eine“, berichtet Rüsing, der noch keinen einzigen Kunden abweisen musste. Nur ab und an komme es vor, dass jemand „ohne“ ankomme. Was dann aber auch kein Thema sei. „Wenn es gar nicht anders geht, bekommt der Kunde eben eine von uns.“

Niemand kauft „ohne“ ein

Das Unternehmen bewegt sich damit auf der sicheren Seite. Denn Verstöße gegen die neue Maskenpflicht könnten Bußgelder nach sich ziehen – nicht nur für den Kunden, sondern auch für das Geschäft.

Aktuell sehe die Verordnung des Landes Niedersachsen aber noch keine Bußgelder bei Verstößen vor, sagt Sabrina Bindernagel, Sprecherin der Stadtverwaltung. Bisher seien vom Zentralen Ordnungsdienst auch erst wenige Verstöße festgestellt worden. „Die meisten Menschen halten sich an die Vorgaben.“

Was sagt die Polizei?

Die Polizei hatte auf die Einhaltung der neuen Maskenpflicht zunächst verstärkt ein Auge gerichtet, oder besser gesagt: sogar einige. Denn sie zeigte in den ersten Masken-Tagen auffallend Präsenz in der City. Viel zu tun gab es indes nicht für die Beamten. König Kunde hatte verstanden. „Es gab so gut wie gar keine Probleme. Die Menschen waren einsichtig“, berichtet Polizeisprecher Dirk Oppermann. Inzwischen habe die Polizei ihr Augenmerk wieder mehr auf die Parks der Stadt gerichtet.

Corona-Woche 8 in unserer Stadt. Die Straßen sind weiterhin weit leerer als sonst, die Passantenzahlen mehr als 50 Prozent niedriger. Immer mehr Menschen sind mit Corona-Masken plus Sonnenbrille am Start – der Komplettschutz gegen Tröpfcheninfektionen. Auffällig: Viele selbst gebastelte Modelle mit modischem Einschlag sind dabei. Am Eingang von Geschäften steht Sicherheitspersonal, das sich nicht auf Diskussionen einlässt. Die Regeln sind klar definiert.

Was ist in den Schloss-Arkaden los?

Besucher müssen sich hier an neue Regelungen gewöhnen. Ins Parkhaus einfahren darf nur, wer eine Maske trägt. Die Zufahrt am Ritterbrunnen ist gesperrt, ebenso der mittige Fußgänger-Eingang unterhalb des Portikus. Center-Managerin Katrin Brangs sagt dazu: „Um die Einhaltung der behördlichen Auflagen sicherzustellen, haben wir in den Schloss-Arkaden unter anderem ein Wegeleitsystem und eine Zugangskontrolle eingeführt.“ Die Braunschweiger zeigten sich hierbei sehr verständnisvoll und umsichtig.

Maskenpflicht im Klinikum

Um auch weiterhin die Schutzmaßnahmen für Patienten, Besuchende, Externe und Mitarbeiter zu erhöhen und zu gewährleisten hat sich jetzt auch das Klinikum Braunschweig nach dem in Kraft treten der Maskenpflicht am 27. April für eine Maskenpflicht im Klinikum entschieden. „Jeder Patient und jede externe Person, welche das Klinikum und deren Medizinischen Versorgungszentren betritt und sich darin aufhält, sind ab sofort dazu verpflichtet einen Mundnasenschutz zu tragen“, heißt es in einer Mitteilung. Dies gelte auch für Lieferanten, Kuriere und Taxifahrer. Das generelle Besuchsverbot bleibe weiterhin bestehen.

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