Corona-Zahlen

RKI: Über 1100 – Zahl der Neuinfektionen steigt weiter

Das RKI meldet am Freitag über 1100 Neu-Infektionen. Die Reproduktionszahl steigt leicht. Die RKI-Corona-Fallzahlen für Deutschland.

Coronavirus: Darum ist die Reproduktionszahl so wichtig

Beim Coronavirus ist oft von der Reproduktionsrate oder einem Reproduktionswert die Rede. Was ist das und was sagt es aus? Unser Video erklärt es.

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Berlin. 
  • Das Robert Koch-Institut meldet auch am Freitag wieder mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden (Stand: 7. August)
  • 1147 bestätigte Neuinfektionen wurden dem RKI gemeldet
  • Das RKI schätzt die aktuelle Reproduktionszahl – auch R-Wert genannt – auf 1,16 (Stand 7. August), zuvor lag der Wert bei 0,99
  • Der 7-Tage-R-Wert liegt laut RKI bei schätzungsweise 1,16 (Stand 7. August)
  • Seit Beginn der Pandemie sind dem RKI zufolge 9183 Menschen in Deutschland nach einer Coronavirus-Infektion gestorben
  • Die Corona-Fallzahlen des RKI im Überblick

Zum zweiten Mal in Folge liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach Angaben des Robert Koch-Instituts zum ersten Mal seit Monaten wieder über 1000 gestiegen: Das RKI meldete am Freitag 1147 mehr Infektionen als am Donnnerstag. Der R-Wert ist leicht gestiegen.

Seit Ende vergangener Woche stellt das RKI hatte eine deutliche Steigerung der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland fest. Vor einer Woche lag die Zahl pro Tag um die 900 neue Neuinfektionen, ging dann ein paar Tage zurück – was am Meldeverfahren der Gesundheitsämter am Wochenende liegen könnte – und lag am Donnerstag zum ersten mal seit Monaten wieder über 1000. Lesen Sie hier: Virologe Drosten: Jeder Bürger sollte ein Kotakt-Tagebuch führen

Seit gut fünf Monaten bestimmt die Coronavirus-Pandemie das Leben der Menschen weltweit. Bislang konnte Deutschland dank seiner Corona-Maßnahmen hohe Infektionszahlen wie etwa in den USA vermeiden.

Wie viele Menschen derzeit in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert sind, was die beiden Reproduktionszahlen bedeuten und wie deren aktueller Stand ist, lesen Sie hier:

RKI: Das sind die aktuellen Fallzahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin veröffentlicht jeden Tag neue Coronavirus-Infektionszahlen.

Das Institut hat bislang 214.214 nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen in Deutschland gezählt. (Stand 7. August).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Rund 195.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen bisher überstanden.

Lesen Sie hier: Alle aktuellen Nachrichten im Coronavirus-Newsticker.

Was ist die Reproduktionszahl und wie hoch ist sie aktuell?

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 7. August, 0 Uhr, in Deutschland bei 1,16 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass zehn Infizierte geschätzt neun weitere Menschen mit Covid-19 anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Lesen Sie hier: Auswärtiges Amt warnt mit Reisewarnungen vor diesen Corona-Risikogebieten.

Die Reproduktionszahl ist ein wichtiges Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung mit dem Erreger ansteckt. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen. Liegt er darüber, breitet sich das Virus weiter aus. Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet.

Was ist der 7-Tage-R-Wert und wie hoch ist er?

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert derzeit bei 1,16, am Vortag lag er bei 1,06 (Stand 7. August). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tage an. Lesen Sie hier: Schule in der Corona-Pandemie – was Eltern jetzt wissen müssen

Obwohl die Fallzahlen in Deutschland insgesamt weiter auf einem niedrigen Niveau sind, beeinflussen lokale Häufungen den R-Wert stark. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen empfindlich, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. Dies kann insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen, so das RKI.

Lesen Sie hier: RKI-Fallzahlen – Unterschiede zu den Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität.

Coronavirus-Pandemie: RKI-Fallzahlen pro Bundesland

Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land. Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen.

Lesen Sie hier:

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene Infektionen, Datenstand 7. August):

  • Bayern: 51.710
  • Nordrhein-Westfalen: 50.937
  • Baden-Württemberg: 37.642
  • Niedersachsen: 14.723
  • Hessen: 12.568
  • Berlin: 9543
  • Rheinland-Pfalz: 7713
  • Sachsen: 5590
  • Hamburg: 5530
  • Brandenburg: 3600
  • Schleswig-Holstein: 3569
  • Thüringen: 3413
  • Saarland: 2900
  • Bremen: 1792
  • Sachsen-Anhalt: 2044
  • Thüringen: 3413
  • Mecklenburg-Vorpommern: 907

Weitere wichtige Zahlen finden Sie in unserem Coronavirus-Monitor.

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