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RKI: Corona-Fallzahlen steigen, Reproduktionszahl größer 1

Das RKI meldet erneut fast 900 Corona-Neuinfektionen am Dienstag. Die Reproduktionszahl ist dagegen leicht gesunken.

Coronavirus: Darum ist die Reproduktionszahl so wichtig

Beim Coronavirus ist oft von der Reproduktionsrate oder einem Reproduktionswert die Rede. Was ist das und was sagt es aus? Unser Video erklärt es.

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Berlin. 
  • Laut Robert Koch-Institut (RKI) liegt die Reproduktionszahl, der sogenannte R-Wert, derzeit bei schätzungsweise 1,02 (Stand 4. August, 0 Uhr)
  • Das bedeutet: Im Fall einer Infektion stecken zehn Corona-Infizierte nach Berechnung der Experten insgesamt etwa elf weitere Menschen an
  • Der 7-Tage-R-Wert bildet das Infektionsgeschehen von etwa einer bis zwei Wochen ab
  • Er liegt laut RKI bei 0,99 (Stand 4. August, 0 Uhr)
  • Laut RKI-Angaben haben sich 879 Menschen neu mit dem Virus infiziert (Stand 4. August)
  • Seit Beginn der Pandemie sind laut RKI 9156 Menschen in Deutschland an dem Virus gestorben
  • Alle Corona-Zahlen des RKI im Überblick

Das Robert Koch-Institut hatte zuletzt eine deutliche Steigerung der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland festgestellt. Nachdem Ende vergangener Woche pro Tag um die 900 neue Infektionen gemeldet worden waren, lagen die Zahlen die Zahl am Sonntag und Montag darunter. Doch am Dienstag meldet das RKI wieder 879 mehr Corona-Neuinfektionen als am Vortag: Damit sind die Zahlen so hoch wie seit mehreren Wochen nicht mehr.

Seit rund fünf Monaten bestimmt die Coronavirus-Pandemie das Leben der Menschen weltweit. Bislang konnte Deutschland dank seiner Corona-Maßnahmen hohe Infektionszahlen wie etwa in den USA vermeiden.

Wie viele Menschen derzeit in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert sind, was die beiden Reproduktionszahlen bedeuten und wie deren aktueller Stand ist, lesen Sie hier:

RKI: Das sind die aktuellen Fallzahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin veröffentlicht jeden Tag neue Coronavirus-Infektionszahlen.

Das Institut hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 211.281 angegeben – ein Plus von 879 gegenüber dem Vortag (Stand 4. August). Lesen Sie hier: 955 Corona-Neuinfektionen am Samstag – RKI schlägt Alarm

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 9148 Todesfälle (Stand 3. August).

Rund 194.000 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen bislang überstanden.

Lesen Sie hier: Alle aktuellen Nachrichten im Coronavirus-Newsticker.

Was ist die Reproduktionszahl und wie hoch ist sie aktuell?

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4. August, 0 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel insgesamt rund elf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Lesen Sie hier: Auswärtiges Amt warnt mit Reisewarnungen vor diesen Corona-Risikogebieten.

Die Reproduktionszahl ist ein wichtiges Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung mit dem Erreger ansteckt. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen. Liegt er darüber, breitet sich das Virus weiter aus. Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet.

Was ist der 7-Tage-R-Wert und wie hoch ist er?

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert derzeit bei 0,99, am Vortag lag er bei 1,00 (Stand 3. August). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen. Lesen Sie hier: Neuer Schweinegrippe-Virus entdeckt – droht nach Corona neue Pandemie?

Obwohl die Fallzahlen in Deutschland insgesamt weiter auf einem niedrigen Niveau sind, beeinflussen lokale Häufungen den R-Wert stark. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen empfindlich, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. Dies kann insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen, so das RKI.

Lesen Sie hier: RKI-Fallzahlen – Unterschiede zu den Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität.

Coronavirus-Pandemie: RKI-Fallzahlen pro Bundesland

Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land. Unter Umständen gibt es dabei sogar an den verschiedenen Tagen Schwankungen.

Lesen Sie hier:

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene Infektionen, Datenstand 4. August):

  • Baden-Württemberg: 37.455
  • Bayern: 51.279
  • Berlin: 9367
  • Brandenburg: 3579
  • Bremen: 1787
  • Hamburg: 5444
  • Hessen: 12.199
  • Mecklenburg-Vorpommern: 880
  • Niedersachsen: 14.634
  • Nordrhein-Westfalen: 49.727
  • Rheinland-Pfalz: 7583
  • Saarland: 2886
  • Sachsen: 5548
  • Sachsen-Anhalt: 2034
  • Schleswig-Holstein: 3494
  • Thüringen: 3385

Weitere wichtige Zahlen finden Sie in unserem Coronavirus-Monitor.

Weitere Informationen zur Corona-Krise:

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