Coronavirus

Appell unserer Redaktion: Wir brauchen Einheit in der EU

In Zeiten der Corona-Krise ist die europäische Solidarität besonders wichtig. Zehn internationale Tageszeitungen rufen zur Einheit auf.

Coronavirus: Merkel sieht EU vor "größter Bewährungsprobe seit ihrer Gründung"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht in der Corona-Krise für Europa eine Herausforderung historischen Ausmaßes. Europa und Deutschland brauchen "eine gewisse Souveränität oder zumindest eine Säule der Eigenfertigung" von Schutzmasken.

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Berlin. Die Corona-Krise trifft alle Länder der Europäischen Union auf schmerzhafte Weise. Eine Reihe von europäischen Medien – darunter auch Zeitungen der Funke Mediengruppe, zu der unsere Redaktion gehört – ruft die politischen Führer Europas zu einvernehmlichen Lösungen auf. Die EU habe jetzt die historische Chance, eine gemeinsame Strategie für die Bereiche Gesundheit und Wirtschaft zu entwickeln, so der gemeinsame Appell:

Die Europäische Union wurde auf den Ruinen des Zweiten Weltkriegs geboren. Sie wurde durch den Willen der Frauen und Männer gebaut, die sich entschieden haben, die Schwierigkeiten in einem Geist der Solidarität und mit dem unbeugsamen Willen anzugehen, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. In oft schwierigen historischen Zusammenhängen, kurz nach einem Krieg und nach dem Ende einer Diktatur, haben unsere Zeitungen die Wiedergeburt des Kontinents begleitet. Sie haben bei der Verteidigung der demokratischen Werte und eines Orts einzigartiger Freiheit in der Welt mitgewirkt.

Europa braucht mehr Solidarität in der Corona-Krise

Die Spaltung und der Mangel an Solidarität zwischen den Staaten setzen dieses Gebäude in dem Moment aufs Spiel, in dem es am notwendigsten ist. Angesichts einer Pandemie, die sie schmerzhaft trifft, hat die Europäische Union eine Verabredung mit der Geschichte. Sie hat die Wahl zwischen zwei Optionen. Auf der einen Seite stehen Spaltung und Egoismus, die mit Blick auf die Epidemie völlig unverständlich für die öffentlichen Meinungen wären. Auf der anderen Seite geht es um die Solidarität zwischen den Völkern und die starke erneute Bestätigung unseres gemeinsamen Schicksals.

Während sich die europäischen Finanzminister an diesem Dienstag zusammenfinden, rufen wir heute die nationalen Regierungen eindringlich zu einem kollektiven Schub auf. Die Krise, durch die wir gehen, stellt eine existentielle Bedrohung für die EU dar. Sie kann aber auch eine Chance sein, wenn die Regierungschefs unserer Länder gemeinsam Maßnahmen ergreifen, die gewaltigen Herausforderungen, die vor uns stehen, zu bewältigen. Eine gemeinsame Strategie mit Blick auf die Bereiche Gesundheit und Wirtschaft ist lebenswichtig, um nicht dauerhaft geschwächt aus der Krise hervorzugehen. Denn kein Land wird allein imstande sein, ihr die Stirn zu bieten.

Es ist die Stunde eines gemeinsamen Weckrufs für Europa!

Berliner Morgenpost (Deutschland)

Braunschweiger Zeitung (Deutschland)

Gazeta Wyborcza (Polen)

Hamburger Abendblatt (Deutschland)

Jutarnji List (Kroatien)

Le Quotidien (Luxemburg)

Le Soir (Belgien)

Ouest-France (Frankreich)

Público (Portugal)

Tageblatt (Luxemburg)

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