Weniger als 700 Tote

Zahl der täglichen Corona-Todesopfer in Italien gesunken

Zum ersten Mal seit mehr als einer Woche meldet Italien einen Tag mit weniger als 700 Corona-Toten. Zugleich zeichnet sich in Spanien ein Sinken der Zahl der Neuinfektionen ab. Die absoluten Zahlen sind aber immer noch bedrückend.

Eine Polizistin mit Mundschutz bei einer Straßenkontrolle in Rom.

Eine Polizistin mit Mundschutz bei einer Straßenkontrolle in Rom.

Foto: dpa

Rom. In Italien sind erstmals seit neun Tagen innerhalb von 24 Stunden weniger als 700 Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Am Samstag zählte der Zivilschutz 681 neue Opfer der Lungenkrankheit Covid-19.

Insgesamt hat das Land nun 15.362 Tote zu beklagen. "Unser Kampf gegen das Coronavirus geht unvermittelt weiter", sagte der zuständige Regierungskommissar Domenico Arcuri und warnte: "Aber wir sollten vermeiden zu glauben, dass wir gewinnen, dass wir unseren Gegner in die Enge getrieben haben."

Die Zahl der Menschen in Italien, die sich nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert haben, stieg am Samstag um rund vier Prozent auf 124.632. Das ist in etwa die gleiche Steigerungsrate wie an den Tagen zuvor, es wird allerdings mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet. Erstmals gesunken ist die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Patienten um 74 auf 3994.

In Spanien stabilisieren sich die Zahlen der Corona-Krise drei Wochen nach Beginn der strikten Ausgehsperre weiter. Die Zuwachsrate der Neuinfektionen ging bis zum Mittag erneut zurück und lag bei weniger als sechs Prozent.

Insgesamt wurden rund 7000 neue Ansteckungen nachgewiesen, die Gesamtzahl belief sich auf mehr als 124.700, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Gleichzeitig wurden den amtlichen Angaben zufolge fast 4000 an Covid-19 erkrankte Patienten innerhalb eines Tages als genesen entlassen. Damit sind schon mehr als 34.000 Betroffene wieder gesund. Spanien ist weltweit eines der am stärksten von der Krise betroffenen Länder.

Auch die Zahl der Todesfälle ging zurück. Dennoch wurden innerhalb von 24 Stunden zum achten Mal in Folge mehr als 800 Tote verzeichnet. Die Gesamtzahl belief sich auf rund 11.700. Das waren 809 mehr als am Freitag. Besonders stark betroffen sind weiterhin die Regionen Madrid und Katalonien.

Ministerpräsident Pedro Sánchez entschied am Nachmittag nach einer Videokonferenz mit dem wissenschaftlichen Komitee, das die Regierung berät, den Alarmzustand samt strikten Ausgangsbeschränkungen ein weiteres Mal bis zum 26. April zu verlängern. Eigentlich sollten die Maßnahmen nur noch bis zum 11. April gelten. Das Parlament muss die erneute Verlängerung aber in der kommenden Woche noch billigen.

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