Zwischenfall

Drohne gesichtet: Frankfurter Flughafen stellt Betrieb ein

Am Frankfurter Flughafen ging für über anderthalb Stunden nichts mehr – weil ein Pilot eine Drohne gesehen hatte. Nicht der erste Fall.

Wegen einer gesichteten Drohne hat der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Main den Flugbetrieb für mehr als eineinhalb Stunden einstellen müssen.

Wegen einer gesichteten Drohne hat der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Main den Flugbetrieb für mehr als eineinhalb Stunden einstellen müssen.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Frankfurt/Main. Nach einer Drohnensichtung ist am Montagvormittag der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen für mehr als eineinhalb Stunden eingestellt worden. Nach dem ersten Bericht eines Piloten um 11.23 Uhr, er habe im südlichen Teil des Flughafens eine Drohne entdeckt, habe es keine Freigabe für Starts und Landungen mehr gegeben, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Danach gab es weitere Berichte über Drohnensichtungen. Ob es sich jeweils um dasselbe Fluggerät handelte, war zunächst unklar. Gegen 13 Uhr wurde der Betrieb nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wieder aufgenommen.

Frankfurter Airport: Flugausfälle wegen Drohnengefahr

Ein Fraport-Sprecher berichtete zunächst von 64 umgeleiteten Flügen sowie 13 Annullierungen. Zu Verzögerungen könne es weiter kommen. Fraport hatte Passagiere gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen und sich möglichst früh vor Abflug am Check-in-Schalter einzufinden. Der Betreiber empfahl zudem, den Flugstatus vorab auf den Internetseiten der Fluggesellschaften zu prüfen.

Landes- und Bundespolizei suchten nach der Drohne, auch ein Hubschrauber sei im Einsatz. Die Ermittlungen dauerten auch am Mittag noch an, teilte die Bundespolizei bei Twitter mit. Sicherheit gehe vor, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport.

Auch Flug von NRW-Ministerpräsident Laschet umgeleitet

Erst vor wenigen Wochen hatte der Frankfurter Flughafen seinen Betrieb wegen Drohnengefahr für eine Stunde einstellen müssen. Mehr als 20 Flugzeuge hätten auf andere Flughäfen umgeleitet werden müssen, hatte Fraport am 8. Februar dazu mitgeteilt.

Am Montag war auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betroffen. Laschet und ein Großteil seiner Delegation konnten nicht wie geplant gegen Mittag in Frankfurt landen. Sein Flug wurde zunächst nach Köln umgeleitet, wo nachgetankt werden sollte.

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Fast 90 Prozent aller Behinderungen in der Nähe von Flughäfen

Immer wieder kommt es an deutschen Flughäfen zu Zwischenfällen mit Drohnen, die Zahl war aber zuletzt gesunken. Die DFS registrierte im vergangenen Jahr 125 Behinderungen, 33 weniger als im Jahr zuvor. 110 Zwischenfälle und damit 88 Prozent wurden in der Nähe von Flughäfen bemerkt.

Mit 28 Drohnensichtungen war erneut Frankfurt als größter deutscher Flughafen am häufigsten betroffen. Es folgten Berlin-Tegel und München (beide 15) sowie Düsseldorf (12 Fälle). Die Bundesregierung fördert inzwischen sogar ein Abwehrsystem für Drohnen an Flughäfen. (dpa)

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