Kriminalität

Bluttat in Starnberg: Erschoss Sohn seine Eltern und sich?

Seit Tagen fehlte ein Lebenszeichen von dem Starnberger Ehepaar. Dann entdeckt die Polizei in dessen Haus drei Tote. Was ist passiert?

Starnberg am frühen Montagmorgen: Ein Polizist kommt aus dem Haus, in dem drei Tote gefunden wurden – ein Ehepaar und dessen Sohn, wie die Polizei mitteilte.

Starnberg am frühen Montagmorgen: Ein Polizist kommt aus dem Haus, in dem drei Tote gefunden wurden – ein Ehepaar und dessen Sohn, wie die Polizei mitteilte.

Foto: Angelika Warmuth / dpa

Berlin/Starnberg. Seit mehreren Tagen konnte sie ihre Eltern nicht erreichen – dann alarmierte die Tochter die Polizei. Beamte fuhren am Sonntag zum Anwesen des Ehepaares im bayerischen Starnberg – und machten eine schreckliche Entdeckung: In dem Haus lagen drei Tote.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, handelt es sich dabei um das Ehepaar, eine 60 Jahre alte Frau und ihren 64 Jahre alten Mann, sowie um den 21-jährigen Sohn der Familie.

Die Kripo gehe davon aus, dass der Sohn zunächst seine Eltern und dann sich selbst tötete, sagte Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer am Montag. Zwei Faustfeuerwaffen seien als mutmaßliche Tatwaffen sichergestellt worden.

Drei Tote in einem Haus in Starnberg – Hintergründe sind unklar

Das Motiv ist noch unklar. „Die Ermittlungen stehen noch am Anfang“, teilte die Polizei mit. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass weitere Menschen an der Tat beteiligt waren. Die Beamten sperrten den Tatort ab, Ermittler sicherten noch in der Nacht Spuren.

Bisher ist unklar, was genau zu welchem Zeitpunkt in dem Haus geschah. „Wir gehen davon aus, dass die Tatzeit am Wochenende gewesen sein muss“, sagte Kammerer. Weitere Informationen erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion, die für Montag am Institut für Rechtsmedizin geplant war. (max/dpa)

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