Rettungseinsatz

Sieben Lawinen-Verschüttete gerettet – „Weihnachtswunder“

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Skifahrer nach Lawinenabgang gerettet

Skifahrer nach Lawinenabgang gerettet

Die Lawine war am Donnerstag im Schweizer Skiort Andermatt niedergegangen.

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In Andermatt in der Schweiz hat es einen Lawinenabgang gegeben. Der Schnee riss mehrere Skifahrer mit. Einige konnten gerettet werden.

Andermatt. 
  • In der Schweiz hat sich eine Lawine abgesetzt – direkt auf eine Skipiste
  • Mindestens sechs Skifahrer wurden verschüttet
  • Drei Menschen konnten lebend gerettet werden
  • Vier weitere befreiten sich selbst unverletzt aus dem Schnee

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist in der Schweiz eine Lawine auf eine Skipiste abgegangen. Die Schneemassen setzten sich im Skigebiet Andermatt in Bewegung. Mindestens sechs Skifahrer wurden von der mächtigen Lawine verschüttet.

Zwei Verletzte konnten schon kurze Zeit nach dem Abgang gerettet werden. Sie seien von der Alpinen Rettung Zentralschweiz (Rega) in ein Krankenhaus geflogen worden.

Sie seien bei einer großangelegten Suchaktion mit leichten Verletzungen aus den Schneemassen gezogen worden, erklärte die Polizei in dem Skiort Andermatt am Donnerstag. Vier unverletzte Verschüttete hätten sich selbst befreien können oder seien ebenfalls von Rettern aus dem Schnee gezogen worden.

Tags zuvor hatten Einsatzkräfte schon ein Lawinenopfer in Österreich nach fünf Stunden lebend aus dem Schnee gerettet. Angesichts dieses Zeitraums sprach der zuständige Landesleiter der Bergrettung, Michael Miggitsch, von einem „Weihnachtswunder“.

Die Behörden gingen aber zunächst davon aus, dass noch weitere Skifahrer verschüttet worden sind. Dann meldeten sie dann am Nachmittag die vier unverletzten Verschütteten. Ob die Lawine weitere Menschen mitriss, blieb zunächst offen.

Nach Angaben der Kantonspolizei Uri läuft ein Großeinsatz – um 10.50 Uhr sei die Meldung vom Lawinenabgang bei den Rettern eingegangen. Darüber hatte das Portal „Blick.ch“ berichtet. Dort hieß es nach Angaben der Polizei: „Es handelt sich um eine relativ große Lawine, 20 auf 50 Meter.“

Lawine in der Schweiz: Skifahrer entgehen knapp Unglück

Auf Fotos des Nachrichtenportals ist zu sehen, dass die Lawine wohl direkt auf eine Piste abgegangen ist. Unweit der Fotos sind auch Skifahrer zu sehen, die einem Unglück selbst offensichtlich nur knapp entkommen sind. Ein Video auf Twitter soll den Moment zeigen, in dem die Lawine losgeht:

Eine Karte des Dienstes Google Maps zeigt das Skigebiet Andermatt in der Schweiz:

Lawinen sind leicht auszulösen

Laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) gilt für die Region Andermatt die Gefahrenstufe 3. Das bedeutet: erhebliche Lawinengefahr. Lawinen können schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden und gefährlich groß werden. In den vergangenen Tagen hatte es viel Neuschnee in dem Gebiet gegeben. Auch interessant: So entstehen Lawinen.

Lawinen – Mehr zum Thema

Immer wieder werden Wanderer oder Skifahrer von Lawinen verschüttet. Mitte Dezember war im Kleinwalsertal ein Wanderer dabei getötet worden – seine Frau musste dabei zusehen. Am Mont Blanc war Ende November eine Lawine abgegangen, unter der mehrere Skifahrer verschüttet wurden. (dpa/ac)