Gefangen

Internetbekanntschaft: Mann sperrt Frau zwei Wochen ein

Sie hatten sich schon einmal getroffen. Der zweite Besuch einer Deutschen bei einem Österreicher endete jedoch in einem Alptraum.

Die Polizei rettete eine Frau vor einem Mann – er hatte seine Internetbekanntschaft eingesperrt,

Die Polizei rettete eine Frau vor einem Mann – er hatte seine Internetbekanntschaft eingesperrt,

Foto: Werner Scholz / imago/Werner Scholz

Berlin. Die beiden hatten sich im Internet kennengelernt – und sie ihm offenbar vertraut nach einem ersten Treffen. Denn eine 40-Jährige machte sich von Köln im Oktober wieder auf dem Weg zu einem 42-Jährigen in Österreich. Allerdings: Statt trauter Zweisamkeit erlebte sie einen echten Alptraum. Der Mann sperrte seine Internetbekanntschaft ein – fast zwei Wochen hielt er sie gefangen.

„Dort dürfte es nach Angaben des Opfers zu Drohungen, Nötigungen und leichten Körperverletzungen durch Schläge gekommen sein“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Bei einem gemeinsam Ausflug habe sich das Opfer einem Polizisten anvertraut, der Tatverdächtige wurde daraufhin festgenommen.

Frau eingesperrt: Österreicher in Haft

Nach Angaben der Polizei ist der Mann wegen gefährlicher Drohung und Nötigung sowie mehreren Eigentumsdelikten vorbestraft. Auch das sei für die Staatsanwaltschaft Anlass gewesen, den Mann in Haft zu nehmen.

Der Verdacht der Freiheitsentziehung beruhe ausschließlich auf den Aussagen der Frau aus Deutschland, sagte ein Polizeisprecher. Der Tatverdächtige weist die Vorwürfe von sich.

Es war das zweite Treffen – man besaß Waffen

Der 42-Jährige und die 40-Jährige hatten sich laut Polizei im September erstmals persönlich gesehen. Anfang Oktober beschlossen die beiden, sich wieder in der Wohnung des 42-Jährigen in Fohnsdorf in der Steiermark zu treffen. Dort fanden die Ermittler zwei Schreckschusswaffen.

Die Leidenszeit der 40-Jährigen in Österreich war nach zwei Wochen beendet. Anders erging es Natasha Kampusch. Sie wurde jahrelang in einem Kellerverlies eingesperrt. Bei Markus Lanz sprach sie darüber. Kampusch bewegte viele Zuschauer – und wurde angegriffen. (ses/dpa)