Polizeieinsatz

E-Scooter auf Autobahn geworfen – U-Haft wegen Mordversuch

Zwei alkoholisierte Männer haben einen E-Scooter auf die Autobahn geworfen. Nur durch Glück wurde dabei laut Polizei niemand verletzt.

Zwei junge Männer haben in Bochum einen E-Scooter auf die Autobahn 40 geworfen.

Zwei junge Männer haben in Bochum einen E-Scooter auf die Autobahn 40 geworfen.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Bochum. In Bochum haben am Montagabend zwei alkoholisierte Männer einen E-Scooter auf die Autobahn 40 geworfen. Insgesamt vier Autos wurden durch die Aktion beschädigt. Die Staatsanwaltschaft wertet den Wurf der Tretroller als Mordversuch. Die Tatverdächtigen sind deshalb am Dienstag nach dem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr in Untersuchungshaft genommen worden.

Wie die Polizei mitteilte, hatten ein 18-jähriger Mann aus Bochum und ein 22-Jähriger aus Hattingen den Elektroroller von einer Überführung am Ruhrstadion auf die Fahrbahn geworden. Vier Fahrzeuge waren dann über den Roller gefahren. Sie wurden dabei so stark beschädigt, dass die Polizei den Sachschaden auf 4000 Euro bezifferte. Bei dem Roller handelte es sich um einen Roller eines Verleihers.

Nach Angaben der Polizei wurde nur durch Glück niemand bei der gefährlichen Aktion verletzt. Die Tatverdächtigen wurden in Gewahrsam genommen. Die weiteren Ermittlungen führt nun das Verkehrskommissariat Bochum.

Im Rahmen mit E-Scootern wird aktuell über eine Null-Promille-Grenze für Fahrer diskutiert. Hintergrund sind zahlreiche Polizeikontrollen in deutschen Großstädten, bei denen immer wieder alkoholisierte Fahrer gestoppt wurden. Der Städtetag fordert nicht nur deswegen mehr Polizeikontrollen wegen E-Scootern. (ac)