Polizeieinsatz

Hochzeit: Bräutigam streitet sich mit Brautvater - Anzeige

Bei einer Hochzeitsfeier in Gelsenkirchen wurde ein Bräutigam verletzt. Der Polizeieinsatz auf der Hochzeit hat für die Männer Folgen.

Eine Hochzeitsfeier in Gelsenkirchen musste von der Polizei aufgelöst werden (Symbolbild).

Eine Hochzeitsfeier in Gelsenkirchen musste von der Polizei aufgelöst werden (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul / dpa

Gelsenkirchen. Für viele Brautpaare ist der Tag der Hochzeitsfeier der schönste Tag des Lebens. Doch statt mit Glücksgefühlen endete die Feier eines Bräutigams am Sonntag in Gelsenkirchen mit Schmerzen im Krankenhaus.

Wie die Polizei mitteilte, war es gegen 0.45 Uhr am Sonntag zu einem Streit zwischen dem Bräutigam sowie dem Brautvater und dessen Sohn gekommen. Aus dem Streit entwickelte sich eine Handgreiflichkeit, bei der der Bräutigam verletzt wurde. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei löste die Feier auf und leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Hochzeit von Polizei gestoppt - Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine Gelsenkirchener Hochzeit wurde von der Polizei aufgelöst
  • Es kam zu einem Streit zwischen dem Bräutigam und dem Brautvater
  • Der Bräutigam kam ins Krankenhaus; gegen alle drei Männer ermittelt nun die Polizei

Die Polizei hat jetzt gegen die drei Männer Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. In der Hochzeitsnacht hatte der 38 Jahre alte Bräutigam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gemusst. Es sei noch unklar, worum es bei dem Streit in der Nacht auf Sonntag ging, berichtete die Polizei am Montag. Außerdem müssten die Vernehmungen nun zeigen, wer verantwortlich sei, sagte ein Polizeisprecher.

Die Stimmung bei der Hochzeitsgesellschaft in Gelsenkirchen war nach Polizeiangaben „aufgeheizt“. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich zunächst der 38-jährige Bräutigam mit dem Bruder (26) und dem Vater der Braut (57) gestritten. Aus einer Schubserei sei dann eine „handfeste Auseinandersetzung“ geworden. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung musste der Bräutigam die Nacht in der Notaufnahme verbringen. Die beiden Angehörigen der Braut wurden laut Polizei nicht im Krankenhaus behandelt.

Nicht weit von Gelsenkirchen entfernt – in Bochum und Herne – musste die Polizei nach Schüssen im Rahmen von Hochzeitsfeiern einschreiten.

Polizei findet bei Hochzeitsfeiern Waffen und Munition

In Bochum kontrollierte die Polizei am Samstagnachmittag drei Autos, die augenscheinlich zu einer türkischen Hochzeitsgesellschaft gehört hatten. Im Wagen eines 22-Jährigen fanden die Beamten zwei leere Patronen und eine Schreckschusspistole.

Auch in Herne stoppte die Polizei im Rahmen einer Fahndung vier Autos. Bei der Durchsuchung entdeckten die Beamten im Wagen eines 21-Jährigen verschossene Munition.

In Steinheim (Kreis Höxter) waren ebenfalls während einer Hochzeitsfeier Schüsse abgefeuert worden. Bei diesem Fall seien zwei Personen ermittelt worden, die zuvor Schüsse abgegeben haben sollen. In einem Auto fanden die Ermittler vier Schreckschusspistolen und Munition.

Bräutigam auf Junggesellenabschied erstochen

Erst vor kurzem machte ein Fall in Polen Schlagzeilen. Ein Bräutigam wurde auf seinem Junggesellenabschied von einem Mann erstochen. Auch ein anderer Fall sorgte für weltweites Entsetzen: Nur wenige Minuten nach ihrer Hochzeit war ein Paar in den USA getötet worden.

Polizisten berichten immer wieder von Hochzeitsfeiern, die eskalieren. In vielen Fällen spielen dabei Hochzeitskorsos eine Rolle. Bei einer Hochzeits-Blockade auf der A3 musste im Mai ein SEK eingesetzt werden.

In Ludwigsburg legte im Juli eine türkische Hochzeitsgesellschaft sogar die Innenstadt lahm. Nach mehreren Vorfällen wurden auch Forderungen laut, nach denen Auto-Poser höhere Bußgelder zahlen sollen. (dpa/ac)