Patriarch

Ex-Freundin lüftet Geheimnis: Ferdinand Piëch hatte 13. Sohn

Bislang gingen Beobachter davon aus, dass der langjährige VW-Patriarch zwölf Kinder hat. Doch Piëch hat geblufft.

Auch nach seinem Tod im Fokus: Ferdinand Piëch (r.) hat einen Sohn vor der Öffentlichkeit verheimlicht.

Auch nach seinem Tod im Fokus: Ferdinand Piëch (r.) hat einen Sohn vor der Öffentlichkeit verheimlicht.

Foto: Jochen Lübke / dpa

Berlin. Es war ein sorgsam gehütetes Geheimnis, das Ferdinand Piëch zu Lebzeiten energisch verteidigte. Nun, mehr als eine Woche nach dem Tod des früheren VW-Chefs, hat eine ehemalige Lebensgefährtin das Rätsel gelüftet.

Es geht um Piëchs familiäre Situation. Bislang gingen Beobachter davon aus, dass der langjährige VW-Patriarch zwölf Kinder hat – allerdings sah er sich stets mit Gerüchten über weiteren Nachwuchs konfrontiert.

Der frühere Vorstands- und Aufsichtsratschef hatte sich energisch dagegen gewehrt, auch juristisch. So erwirkte er Unterlassungserklärungen gegen Medien, die es den Redaktionen bei Strafe verboten, über ein 13. Kind zu berichten. Umso verblüffter reagierte die geneigte Öffentlichkeit auf eine Erklärung der Witwe nach Piëchs Tod am 25. August. Darin schrieb Ursula Piëch: „Er hinterlässt eine große Familie mit 13 Kindern und über doppelt so vielen Enkelkindern.“

Wie viele Nachkommen hat Ferdinand Piëch wirklich?

Offiziell galt ein anderes Clan-Mitglied als Hans Porsches Vater

Jetzt wird klar: Der Österreicher hat tatsächlich geblufft. „Es ist zutreffend, dass es sich beim 13. Kind um meinen Sohn Hans Porsche handelt. Diese Tatsache wurde durch einen gerichtlich anerkannten Vaterschaftstest bestätigt“, stellt Marlene Porsche klar, die einst mit Piëch liiert war.

Der „Welt am Sonntag“ zufolge wurde Hans Porsche 1973 geboren. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Mutter Marlene und ihr Mann Gerhard Porsche – ein Cousin Ferdinand Piëchs – offiziell noch ein Paar. Im Alter von einem Jahr zog Hans Porsche dann mit seiner Mutter in den Haushalt von Ferdinand Piëch, wo er demnach zehn Jahre lang lebte.

Hans Porsche lebt zurückgezogen von der Öffentlichkeit, über ihn ist wenig bekannt. Bislang galt er unter Kennern des verzweigten Porsche/Piëch-Clans als Sohn von Marlene und Gerhard Porsche. Laut „WamS“ wurde die Vaterschaft Piëchs erst 2017 nach einem Test beim Bezirksgericht Salzburg anerkannt. Seine Anwälte teilten mit: „Zu privaten Angelegenheiten äußert sich unser Mandant grundsätzlich nicht. Wir bitten, seine Privatsphäre zu respektieren.“

Ferdinand Piëch hatte ein eher schlechtes Verhältnis zu seinen Kindern

Aber warum machte der Manager so ein Gewese um die Vaterschaft? Die Beziehung zwischen Marlene Porsche und Ferdinand Piëch zerbrach Anfang der 80er-Jahre. Dann verliebte sich Piëch in Ursula Plassner – die beiden heirateten 1984 und blieben bis zu seinem Tod zusammen.

Piëch hatte kein gutes Verhältnis zu seinen Kindern. Nur zu seinem jüngsten Sohn Gregor soll er eine engere Verbindung gehabt haben. Auch Hans Porsche soll sich als Kind eher seinem offiziellen Vater verbunden gefühlt haben als seinem Erzeuger, berichtet die „Welt am Sonntag“.

Der gebürtige Wiener selbst blieb auffallend vage, wenn es um seine Nachkommen ging. Als er in einem Interview konkret nach der Zahl seiner Kinder gefragt wurde, scherzte er einmal: „Etwa ein Dutzend. So genau weiß man das nicht.“

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