Unfall

„Schnellste Frau der Welt“ tot - sie fuhr mehr als 700 km/h

Die Rennfahrerin und TV-Moderatorin Jessi Combs ist tödlich verunglückt. Die 36-Jährige wollte einen Geschwindigkeitsrekord aufstellen.

Jessi Combs hatte in der Wüste für einen Rekordversuch trainiert. Sie starb bei einem Unfall.

Jessi Combs hatte in der Wüste für einen Rekordversuch trainiert. Sie starb bei einem Unfall.

Foto: Frederick M. Brown / Getty Images

Portland. Sie galt als „schnellste Frau der Welt auf vier Rädern“, moderierte im Fernsehen und war in den USA berühmt. Jetzt ist Jessi Combs tot. Sie verunglückte bei einem Trainingsrennen in der Alvord-Wüste im US-Bundesstaat Oregon. Die Polizei im Bezirk Harney County bestätigte laut US-Medien am Mittwoch, dass sich der Unfall dort am Vortag auf einer Rennpiste zugetragen habe.

Weitere Details wurden nicht genannt. Noch vor wenigen Tagen hatte sie sich mit einem Schwarz-Weiß-Foto für die Unterstützung bei ihren Fans bedankt. Es war das letzte Foto, das sie vor ihrem Tod gepostet hatte.

Combs wollte einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen – dabei hatte sie bereits zwei Mal den Weltrekord gebrochen. 2013 raste sie mit 632 Kilometer pro Stunde durch Utah, 2016 toppte sie sich selbst noch einmal am selben Ort. 708 Kilometer pro Stunde zeigte das Tacho dieses Mal an. Doch die Combs wollte noch mehr – zu viel?

Jessi Combs bei Unfall gestorben: Ursache noch unklar

Die 36-Jährige gehörte dem Rennteam „North American Eagle“ an, das den Tod der Fahrerin auf seiner Webseite verkündete. Combs war alleine in dem jetgetriebenen Rennwagen unterwegs. Die Unfallursache werde noch untersucht, teilte die Polizei mit. „Ich möchte Euch nur danke sagen für Eure Unterstützung. Das ist alles“, schrieb sie. „Habt einen schönen Tag.“

Combs war auch als TV-Moderatorin bekannt. Sie wirkte unter anderem an Shows wie „MythBusters – Die Wissensjäger“, „XTreme 4×4“ und „All Girls Garage“ mit.

Das ist Jessi Combs – Fakten zur Rennfahrerin:

  • Jessica Combs gilt als die „schnellste Frau der Welt“
  • Mehrfach stellte die US-Amerikanerin einen Weltrekord auf
  • Geboren wurde sie am 27. Juli 1980 in den USA
  • In den USA war sie darüber hinaus auch als TV-Moderatorin bekannt

Extremsport mit Gefahr

Extremsportler und Rennfahrer setzen sich mit ihrer Leidenschaft großen Risiken aus. Im April dieses Jahres endete das für mehrere Weltklasse-Kletterer tödlich, deren Leichen in Kanada gefunden worden waren.Ende Mai verunglückten zwei Rennfahrer bei der Sachsen-Rallye tödlich. Tragisch war auch der Fall dieses Sportlers: Wrestler Silver King starb im Ring, weil zuerst niemand half.

(dpa/cho/bekö)

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