Festnahme

Kinder auf Rückbank, Leiche im Kofferraum: Mann festgenommen

Ein Autofahrer, der seine tote Ehefrau im Kofferraum liegen hatte, ist an der französisch-schweizerischen Grenze festgenommen worden.

Französische Polizisten haben einen Mann festgenommen, der im Kofferraum seines Autos seine Ehefrau liegen hatte.

Französische Polizisten haben einen Mann festgenommen, der im Kofferraum seines Autos seine Ehefrau liegen hatte.

Foto: Ben185 / Getty Images/iStockphoto

Doussard. Seine Kinder saßen auf der Rückbank, im Kofferraum lag die tote Ehefrau: Ein Mann ist in Frankreich laut übereinstimmenden Medienberichten mit einer Leiche im Auto gestoppt und festgenommen worden. Unter anderem berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise von dem Fall.

Der Mann sei am Sonntagmorgen in Doussard nahe der Grenze zur Schweiz und zu Italien festgenommen worden. Nach Angaben der Zeitung „Le Parisien“ ist der Mann polizeibekannt, die Polizei soll zuvor einen Hinweis erhalten haben.

Die Kinder wurden nach der Festnahme in Obhut genommen. Die Familie sei gerade aus Italien in ihre Heimat nach Frankreich zurückgekehrt.

Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Die Leiche der Frau war in einem Koffer gefunden worden. Die Justiz ermittele nun wegen Mordes. „Herzlichen Glückwunsch an unsere Gendarmen für ihre Reaktionsfähigkeit und ihren Scharfsinn“, twitterte die Polizei der Region Haute-Savoie zu dem Fall.

Häusliche Gewalt beschäftigt französische Regierung

Gewalt gegen Frauen hatte zuletzt auch die französische Regierung beschäftigt. Nach Bekanntwerden alarmierender Zahlen will der Staat Frauen künftig besser vor häuslicher Gewalt schützen. Im September soll es einen Runden Tisch geben, an dem die betroffenen Minister, Akteure vor Ort, öffentliche Dienste, Verbände und Familien von Opfern zusammenkommen.

Auch die Präsidentengattin Brigitte Macron will sich dabei persönlich engagieren. Im vergangenen Monat hatten zahlreichen Menschen in Paris demonstriert und angeprangert, dass nicht genug zum Schutz von Frauen vor Gewalt getan werde. (ba/dpa)