Gruppenvergewaltigung

14-Jähriger soll junge Frau schon früher vergewaltigt haben

Eine Frau (18) wurde in Mülheim Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Ein Verdächtiger (14) soll das nicht zum ersten Mal getan haben.

Ein Waldstück am Eppinghofer Bruch in Mülheim. In diesem Waldstück sollen die Kinder und Jugendlichen die junge Frau Anfang Juli vergewaltigt haben.

Ein Waldstück am Eppinghofer Bruch in Mülheim. In diesem Waldstück sollen die Kinder und Jugendlichen die junge Frau Anfang Juli vergewaltigt haben.

Foto: Lars Heidrich / Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Mülheim. Der 14-jährige Hauptverdächtige im Fall einer Gruppenvergewaltigung in Mülheim/Ruhr soll das Opfer bereits vor der Tat im Juli vergewaltigt haben. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die Tat an einem nicht näher zu bestimmenden Datum im Sommer 2019 stattgefunden haben soll.

Der Haftbefehl wurde demnach erweitert. Deshalb – und aufgrund des Haftbefehls vom 8. Juli – bleibt der 14-Jährige weiterhin in Untersuchungshaft. Der Verteidiger des Teenagers hatte zuvor einen Antrag auf Haftprüfung gestellt, den er am Dienstag aber wieder zurücknahm.

Anfang Juli soll eine junge Frau in Mülheim von mehreren Jugendlichen und Kindern missbraucht worden sein. Drei 14-Jährige und zwei Zwölfjährige sollen die 18-Jährige in ein Gebüsch gezerrt und sie dort vergewaltigt haben.

Die mutmaßlichen Täter stammen aus Bulgarien, die Stadt Mülheim prüfte nach der Tat, ob man die Familien in ihre Heimat zurückschicken kann.

Antrag auf Haftprüfung zurückgenommen

Die Ermittlungen in dem Fall dauern an. Die Staatsanwaltschaft gibt aus Opferschutzgründen und aufgrund der Nichtöffentlichkeit des Verfahrens nach dem Jugendgerichtsgesetz derzeit keine weiteren Auskünfte.

Gegen die beiden 12-Jährigen, die an der Gruppenvergewaltigung im Juli beteiligt gewesen sein sollen, war ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung eingeleitet worden. Das Verfahren gegen die beiden strafunmündigen Beschuldigten wurde zwischenzeitlich eingestellt. Laut Staatsanwaltschaft sind sie nach Strafgesetzbuch schuldunfähig.

Die Staatsanwaltschaft wird wohl Anklage erheben beziehungsweise ein Verfahren eröffnen. Wann das so weit sein wird, konnte eine Sprecherin am Montag auf Anfrage nicht sagen. „Auch wenn wir mit beschleunigter Geschwindigkeit an dem Fall arbeiten, kann das noch ein paar Wochen dauern“, sagte sie.

In Mülheim war es im Juni zu einem zweiten sexuellen Übergriff gekommen. Jugendliche sollen Mädchen sexuell belästigt haben. Unweit von Mülheim entfernt, in Herne, hatte es kurz darauf einen weiteren sexuellen Übergriff von Teenagern auf ein Mädchen gegeben. (waz)

Dieser Text ist zuerst auf waz.de erschienen.