Sprengstoff-Verdacht

Bombenalarm in Duisburg – Verdächtiger festgenommen

Polizei-Großeinsatz in Duisburg: Wegen einer verdächtigen Tasche wurde ein Einkaufszentrum geräumt. Ein Verdächtiger ist festgenommen.

Ein Einkaufszentrum in der Duisburger Innenstadt ist am Montagabend wegen einer verdächtigen Tasche evakuiert worden. Sprengstoffexperten und die Spurensicherung waren im Einsatz.

Ein Einkaufszentrum in der Duisburger Innenstadt ist am Montagabend wegen einer verdächtigen Tasche evakuiert worden. Sprengstoffexperten und die Spurensicherung waren im Einsatz.

Foto: Christoph Reichwein / dpa

Duisburg.  Bombenalarm in Duisburg: Eine verdächtige Tasche hat am Montagabend in einem Einkaufszentrum in der nordrhein-westfälischen Stadt einen stundenlangen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Das „Forum“ in der Duisburger Innenstadt wurde geräumt und abgesperrt.

Nach einer Verfolgung wurde in den Niederlanden ein Verdächtiger festgenommen. Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. Nun werde ermittelt, ob und inwieweit der Mann mit dem Vorfall zu tun hat. „Wir gehen davon aus, dass die Tasche absichtlich dort abgestellt wurde“, sagte der Sprecher. Weitere Angaben zu dem Mann machte der Sprecher zunächst nicht.

Der Verdächtige sei auf deutscher Seite der Grenze im Rahmen einer Fahndung kontrolliert worden und dann mit dem Auto in die Niederlande geflohen. Niederländische Polizisten nahmen ihn schließlich fest. Deutsche Beamte seien in die Niederlande gereist, sagte der Sprecher der Essener Polizei: „Wir versuchen nun, ihn mit Beantragung eines Haftbefehls nach Deutschland zurückzubringen.“

Sprengstoff-Experten untersuchten verdächtige Tasche

Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamts (LKA) waren am Montagabend im Einsatz, auch mit Sprengstoffspürhunden. Die Beamten beschossen die Tasche schließlich mit einem starken Wasserstrahl, um sie auf explosive Stoffe zu kontrollieren, wie ein Sprecher berichtete. Dies sei eine übliche Vorgehensweise. Zu einer Explosion sei es nicht gekommen.

Nach einem Bericht der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ handelte es sich um eine schwarze Tasche in der Größe eines Trolleys. Sie sei vor der Sprengung mit einem Roboter untersucht worden. Auch ein Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes habe die Tasche in einem Spezialanzug untersucht.

Was genau sich in dem Gepäckstück befand, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Der Einsatz wurde nach Mitternacht beendet und das Einkaufszentrum an der Fußgängerzone in der Duisburger Königstraße wieder freigegeben. (dpa/moi)