Kanarische Inseln

Kanaren: Nach Sandstürmen gibt es angenehme Temperaturen

Inselbewohner und Urlauber der Kanaren haben immer wieder mit Sandstürmen – den Calimas – zu leben. Jetzt wird es kühler und wolkig.

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Berlin. Auf den Kanaren ist nach einem Sandsturm im Laufe der Woche wieder Entspannung eingekehrt. Das Phänomen, das im Spanischen als „Calima“ bezeichnet wird, hatte Sand aus der Sahara auf die kanarischen Inseln gebracht.

Zu den Sandstürmen hatte es auch relativ hohe Temperaturen gegeben. Diese sind jedoch nun nicht mehr verzeichnet. Am Samstagmorgen wurden auf Gran Canaria 22 Grad gemessen – höchstens sollten es 24 Grad werden.

Bewohner und Urlaube der Kanaren können sich somit beruhigen. Denn vor allem für Ältere und Kranke können die vorangegangen Sandstürmer zum Problem werden. Denn die feinen Sandkörner können die Atemwege reizen.

Zudem bringen die Calimas steigende Temperaturen. Zum Wochenende hin können Kanaren-Reisende (und Einwohner) aber – im wahrsten Sinne – aufatmen. Denn zumindest die Sandstürme sind vorerst nicht mehr nennenswert.

Die Sicht beeinträchtigen dann auch nicht mehr Sandkörner, sondern Wolkenfelder. Erst zum Wochenende hin wird es sonniger.

Reisewetter Kanaren: Sandsturm zieht auf, lässt Temperaturen steigen

  • Von der Sahara kommend zog ein Sandsturm Richtung kanarische Inseln
  • Das Phänomen kann vor allem für ältere und kranke Menschen gefährlich werden
  • Behörden empfehlen allen Urlaubern, die Mittagshitze zu meiden
  • Mit Calimas steigen die Temperaturen – zum Wochenende wird es nun wieder etwas kühler
  • Sonne ist die nächsten Tage weniger zu sehen, so die Prognose

Meldung vom 25. Juli: Genau wie Sandstürme sind Erdbeben für die Einwohner der Kanaren nichts besonderes, können Touristen aber erschrecken. Zuletzt hatte es im Januar ein stärkeres Beben gegeben. Nachdem die Erde gewackelt hatte, hatten Experten Sorge, dass der Vulkan Teide ausbrechen könnte.

In diesen Tagen erwarten die kanarischen Inseln wieder Sandstürme – von der Sahara ziehen die „Calimas“ zu der Inselgruppe. Die Sandpartikel können die Augen und Schleimhäute reizen, sorgen meist für eine Temperaturerhöhung. Auch auf den Kanaren ist zum Wochenende ein Temperaturanstieg zu erwarten.

Bei dem aktuellen Sandsturm sollen zuerst sind die östlichen Inseln betroffen sein, er weitet sich aber über die gesamte Inselgruppe aus. Das kündigte das spanische Wetteramt Aemet an.

Zusätzlich zu dem Sandsturm bebte die Erde zwischen Gran Canaria und Teneriffa. Das “Instituto Geográfico Nacional“ verzeichnete zwei Erdstöße, berichtet „Radio Europa“ – beide hätten die Stärke 2,9 erreicht.

So verhalte ich mich bei einem Erdbeben richtig

Die regelmäßigen Sandstürme werden Calima genannt, sie führen Sand aus der Sahara auf die Inseln. Ein regelmäßiges Phänomen, das besonders trockene Luft bringt. Ein Risiko vor allem für ältere und kranke Menschen, speziell mit Lungenproblemen. Das Gesundheitsministerium warnt vor allem vor sportlichen Aktivitäten in der Mittagshitze.

Die Kanaren liegen unmittelbar vor der Nordsahara – wie auf dieser Google-Maps-Karte zu sehen ist.

Bereits am Montag war ein Sandsturm über Sevilla in Spanien zu sehen – er sorgte für eine rote Sonne und ein orange-rotes Farbspiel über der Stadt.

Kanaren erwarten Calima: Kälter als Deutschland

Einhergehend mit dem Sandsturm wird ein Temperaturanstieg erwartet. Gran Canaria soll bis zu 34 Grad warm sein, andere Inseln erwarten Temperaturen um die 30 Grad. Wer allerdings aus Deutschland wegen der Hitze auf die Kanaren reist, hätte auch Zuhause bleiben können: Es werden bis zu 40 Grad, der Wetterdienst hat Warnungen ausgesprochen.

Neben der trockenen Luft ist eine schlechtere Sicht eine weitere Nebenwirkung einer Calima.

Im Februar war auf Teneriffa eine deutsche Kletterin in den Tod gestürzt. Eine Familientragödie trug sich im April zu – es wurden Wohnungen durchsucht. (ses)