Widerstand

Gafferin (11) beschimpft Polizei – Jugendamt eingeschaltet

Eine elf Jahre alte Gafferin hat Rettungskräfte bei einem Brand behindert. Die Polizei musste sie in einen Streifenwagen stecken.

Die Polizei in Essen hat sich von einer Elfjährigen wüste Beschimpfungen anhören müssen. (Symbolbild)

Die Polizei in Essen hat sich von einer Elfjährigen wüste Beschimpfungen anhören müssen. (Symbolbild)

Foto: imago stock&people / imago/Eibner

Essen.. Eine Schülerin hat in Essen Polizisten während eines Feuerwehreinsatzes bepöbelt. Die Elfjährige weigerte sich derart hartnäckig, den Einsatzort zu verlassen, dass die Beamten sie bis zum Ende der Löscharbeiten in einen Streifenwagen verfrachten mussten.

Das Feuer war am Mittwoch im ersten Obergeschoss eines Hauses im Stadtteil Katernberg ausgebrochen. Die Polizei musste nach eigenen Angaben mehrere Gaffer vertreiben, „um einen störungsfreien Einsatzablauf zu gewährleisten.“

Elf Jahre alte Gafferin ignoriert Platzverweis der Polizei

Die Erwachsenen seien auch alle gegangen, so die Polizei. Das Mädchen habe aber nicht pariert: „Ihre Reaktion auf einen weiteren dringlichen Platzverweis – sie beschimpfte die Beamten“, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Mit „einfacher Gewalt“ hätten die Beamten die Elfjährige dann aus dem Einsatzbereich gebracht und in ihren Streifenwagen gesetzt. Das Mädchen habe sich aber nicht beruhigt: „Erfolglos versuchte sie, sich aus dem Griff des Polizisten zu lösen, um zurück in den Einsatzbereich zu gelangen.“ Nach dem Einsatz brachten Polizisten die Elfjährige nach Hause.

Polizei schaltet Jugendamt wegen Gafferin ein

Strafrechtliche Konsequenzen drohen ihr nicht, da sie noch nicht strafmündig ist. Die Polizei hat nach Informationen der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) aber das Essener Jugendamt unterrichtet, wie es bei solchen Fällen üblich ist. Warum das Kind Platzverweise der Polizei ignorierte und die Beamten aufs Übelste beschimpfte, sei unklar, sagte eine Sprecherin der Zeitung.

Immer wieder kommt es zu Problemen mit Schaulustigen an Unglücksorten. Die Polizei Dortmund drehte im Februar den Spieß um und veröffentlichte nach einem Unfall Fotos von den Gaffern. Im vergangenen Jahr verschickte die Polizei Anzeigen, weil Gaffer einen sterbenden Mann gefilmt hatten.

(dpa/cho)