Ozean

Giftgas-Alptraum im U-Boot: 14 Matrosen sterben bei Feuer

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Russland: Bei einem Feuer in einem U-Boot sind 14 Matrosen gestorben. (Symbolbild)

Russland: Bei einem Feuer in einem U-Boot sind 14 Matrosen gestorben. (Symbolbild)

Foto: Elaha Sahel / dpa

Bei einem Feuer in einem russischen U-Boot sind 14 Personen gestorben. Durch die Flammen wurde tief im Meer giftiges Gas freigesetzt.

Berlin. Drama in einem russischen U-Boot: Wegen eines Feuers an Bord sind mindestens 14 Matrosen ums Leben gekommen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag russischen Agenturen zufolge mit.

Die Besatzung war in tiefen Gewässern unterwegs, als der Brand ausbrach. Das Problem waren dann vor allem die giftigen Gase, die sich in dem Gefährt schnell ausbreiteten – ohne, dass die Crew irgendeine Chance gehabt hätte, diesen zu entkommen.

Feuer im U-Boot mit Giftgas: Matrosen löschen Brand

In einer Mitteilung der russischen Agentur „Tacc“ heißt es, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte. Das Feuer habe durch die „selbstlosen Handlungen“ der Mannschaft gelöscht werden können, hieß es. Wie viele Personen an Bord waren und überlebt haben, wurde bisher nicht öffentlich gemacht.

Das U-Boot befinde sich nun im Militärhafen Seweromorsk nahe der Stadt Murmansk im Norden Russlands. Der Vorfall habe sich bereits am Montag ereignet. Die Besatzung wollte Messungen am Boden vornehmen. Zu der Brandursache war zunächst nichts bekannt.

Das Ministerium ließ offen, wo genau sich der Vorfall ereignete und um welches U-Boot es sich handelt. Unbestätigten Medienberichten zufolge gehe es um das U-Boot AS-12, das auch unter dem Namen „Loscharik“ bekannt ist. Es ist seit 2003 in Betrieb, hat einen Atomantrieb und kann eine Tiefe von einigen Tausend Metern erreichen

2008 starben 20 Marineangehörige auf der „Nerpa“

Es ist der schwerste Vorfall auf einem russischen U-Boot seit 2008.

  • 2008 starben 20 Marineangehörige und Zivilisten auf einer Testfahrt an Bord des Jagd-U-Bootes „Nerpa“ (Robbe) an einer Gasvergiftung, als das Feuerlöschsystem ansprang und das tödliche Kältemittel Freon ausströmte.
  • Für weltweite Schlagzeilen sorgte 2000 der Untergang des Atom-U-Boots „Kursk“, damals eines der modernsten Schiffe der russischen Flotte. Das Unglück mit 118 Toten war durch einen defekten Torpedo ausgelöst worden. Viele Fragen blieben aber offen. Der Großteil des Berichts ist bis heute geheim.
  • 1989 zerstörte im Nordatlantik ein Brand das sowjetische Atom-U-Boot „Komsomolez“, 42 Matrosen starben.

Am Montag war ein deutscher Bundeswehrhubschrauber abgestürzt, die Pilotin verbrannte im Wrack. Erst kürzlich waren zwei Eurofighter in einander geflogen – und abgestürzt (ses/dpa)