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Schlittenhunde müssen auf Grönland durch Schmelzwasser waten

Das Foto geht um die Welt: Hunde ziehen einen Schlitten über das Meereseis in Grönland – und waten durch knöchelhohes Schmelzwasser.

Eigentlich sollten die Hunde direkt auf Eis laufen. Stattdessen müssen sie den Schlitten quasi über Wasser ziehen.

Eigentlich sollten die Hunde direkt auf Eis laufen. Stattdessen müssen sie den Schlitten quasi über Wasser ziehen.

Foto: Steffen M. Olsen / dpa

Kopenhagen. Acht Hunde ziehen einen Schlitten über das Meereis von Grönland. Der Tag ist außergewöhnlich heiß, die Sonne prasselt von oben. Statt über die Eisfläche zu gleiten, waten die Tiere durch knöchelhohes Schmelzwasser. Eine Szene, die der dänische Klimaforscher Steffen M. Olsen festhält. Sein Foto geht aktuell um die Welt.

„Ich habe versucht, eine problematische Situation zu dokumentieren, in die wir während unserer Arbeit hineingelaufen sind, und fand sie auch persönlich etwas surreal“, erklärte Olsen.

Dass ein per Handy aufgenommenes Foto eines Amateurs solch eine Reichweite bekommen könne, hätte er nicht gedacht, sagte der Wissenschaftler laut der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau.

Schlittenhunde-Foto zeigt schnelle Schmelze des Meereises

Sein Institutskollege Rasmus Tonboe schrieb auf Twitter zu dem Bild, die schnelle Schmelze und die geringe Durchlässigkeit des Meereseises sorgten dafür, dass das Schmelzwasser an der Oberfläche bleibe. Erst Ende vergangenen Jahres hatte der Weltklimarat erneut vor den drastischen Folgen des Klimawandels für die Umwelt gewarnt.

Vor einiger Zeit hatte auch das Schicksal eines anderen Tieres auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht: Ein verhungernder Eisbär hatte mit letzter Kraft nach Nahrung gesucht.

(dpa/vem)