Wettervorschau

Wetter: Erst kommt die Hitze – dann Gewitter und Hagel

Das Wetter zeigt sich weiter wechselhaft. Zum Wochenstart zeigt sich das Wetter von seiner guten Seite. Doch die Gewitter kommen.

Wetter: Sonne gab es wie im Englischen Garten in München an vielen Orten Deutschlands.

Wetter: Sonne gab es wie im Englischen Garten in München an vielen Orten Deutschlands.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Offenbach.  Das Wetter zeigte sich zum Wochenstart in Deutschland von seiner freundlichen Seite. Nachdem es sich am Sonntag noch vielerorts abgekühlt hatte, legten die Temperaturen zum Wochenbeginn wieder deutlich zu. Auch in den nächsten Tagen rechnet der Deutsche Wetterdienst mit viel Sonne und Hitze – doch dann kündigen sich bereits die nächsten Unwetter an.

Für Dienstag rechnet der DWD wie auch in der vergangenen Woche damit, vor Hitze und UV-Strahlungen warnen zu müssen, wie ein Sprecher sagte. Trotzdem bliebt das Wetter weiter unbeständig. Aussicht auf eine konstantere Wetterlage gibt es vorerst nicht. „Ein richtiges Sommer-Hoch will sich in diesem Jahr bislang nicht einstellen“, sagte ein Sprecher vom DWD.

Grund für die sonnige Wetterlage ist Hoch Tale, das aktuell für bestes Sommerwetter sorgt. Doch in der schwülen Luft entwickeln sich bereits Schauer, kräftige Gewitter oder gar Unwetter.

Wetter: Wetterdienst hält Hitze- und UV-Warnungen für möglich

Dabei steigen die Temperaturen bis zum Mittwoch zunächst weiter an. Für den Dienstag erwartet der DWD Höchstwerte zwischen 27 und 32 Grad, am Mittwoch werden örtlich sogar 33 Grad erreicht. Hitze- und UV-Warnungen seien bereits am Dienstag daher sehr wahrscheinlich, sagte der Meteorologe. Im Süden und Osten bleibt es den Angaben zufolge zunächst heiter. Im Westen verdichten sich die Wolken, es gibt die ersten Gewitter.

„Ein Hochdruckgebiet von Frankreich zieht in den Nordosten und bringt Sonne und sommerliche Temperaturen“, sagte eine Sprecherin vom Deutschen Wetterdienst.

Wetter: Das sind die Prognosen für Montag

Für Montag sind Meteorologen zuversichtlich, dass fast überall in Deutschland perfektes Badewetter herrscht. „Die warme Meeresluft trocknet immer mehr ab, so dass sich zu Beginn der Woche oft die Sonne zeigt“, sagte Meteorologin Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach.

  • Kleinere Quellwolken bleiben meist harmlos, lediglich über den Bergen sind einzelne Schauer oder kurze Gewitter möglich.
  • Die Temperatur steigt auf bis zu 29 Grad am Montag und 31 Grad am Dienstag.
  • Nur auf den Inseln und im Bergland ist es etwas kühler.

Noch am Wochenende kam es im Norden zu schweren Unwettern. Dicke Hagelkörner, Blitzeinschläge und Überschwemmungen waren die Folge. Während in einigen Regionen die Keller vollliefen, plagten sich andere mit anhaltender Trockenheit. Auch im Ausland ist es mitunter nicht ruhiger. So kam es in den Nachbarländern am Wochenende zu zwei Todesfällen.

Kontrastprogramm dagegen zu Wochenbeginn: Am Montag gibt es zunächst fast überall in Deutschland Sonne. Anders dagegen ab Wochenmitte: Dann kann es wieder deutlich krachen. Wir zeigen Ihnen die Prognosen für Montag und wie das Wetter in den nächsten Tagen wird.

Gewitter laut Wetterdienst ab Mittwoch

Für den Rest der Woche kann es ähnlich werden wie auch in der vergangenen Woche, wo es zum Teil zu heftigen Unwettern kam. Am Mittwoch nähert sich laut Wetterdienst von Westen her „eine Störung“: Im Westen ist das trockene und sonnige Wetter dann schon wieder zu Ende. In Berlin startet die Woche ebenfalls freundlich.

Heftige Unwetter in Deutschland

Besonders stark betroffen waren der Süden und Osten des Landes.
Heftige Unwetter in Deutschland

„Es kann zu kräftigen Gewittern mit Starkregen und Sturmböen kommen“, sagte Kernn. In der Nacht zum Donnerstag zieht die „Störung“ langsam nach Osten und bringt am Donnerstag auch dort teils kräftige Gewitter.

So wird das Wetter in den nächsten Tagen

Mindestens bis Sonntag hält sich das gewittrige Wetter noch - eine echte Schönwetter-Periode ist nicht in Sicht.

  • Dienstag: Am Dienstag könnte es noch wärmer werden als am Montag, bei Temperaturen von bis zu 31 Grad in Berlin und bis zu 30 Grad im Ruhrgebiet.
  • Mittwoch: Am Mittwoch dehnen sich Schauer und Gewitter laut Prognose immer weiter nach Osten aus. Das Risiko von Unwettern mit heftigem Starkregen und Hagel nimmt weiter zu. Auch der Osten Deutschlands bekommt dann Regen ab.
  • Donnerstag: Das ändert sich am Donnerstag. Gewitter und Regen stehen auf der Tagesordnung. Die Temperaturen liegen bei etwa 28 Grad in Berlin und 22 Grad im Westen.

Schwere Unwetter sorgten für Chaos

Am Wochenende gab es bereits schwere Gewitter in Teilen des Landes. Am Samstag zog eine schwere Unwetterfront über Mecklenburg-Vorpommern und bescherte der Feuerwehr zahlreiche Einsätze, vor allem um Wasserschäden zu beseitigen.

Eine deutsche Touristin kam am Samstag durch die Unwetter in Frankreich sogar ums Leben. Auf einem Campingplatz in der französischen Stadt Taninges war die Frau von einem Baum erschlagen worden. Zum Unglückszeitpunkt befand sich die 51-jährige in einem Wohnwagen. Wenige Kilometer nördlich am Genfer See ist es zu einem weiteren Todesfall gekommen: Ein Ausflugsboot war bei Sturm gekentert und die Frau ins Wasser gefallen.

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Unwetter am vergangenen Wochenende über großen Teilen Deutschlands

In Bayern führten unwetterartige Regenfälle in der Nacht zum Sonntag zu Überschwemmungen in Teilen von Landsberg am Lech. Ein Wohngebiet wurde nach Angaben der Feuerwehr von einer Schlammlawine getroffen. Bis zu 40 Häuser seien betroffen gewesen, bei denen teilweise auch die Keller mit dem Dreck vollgelaufen seien, sagte der Einsatzleiter der örtlichen Feuerwehr. Die verbrachte die Nacht damit, Keller auszupumpen und die Straße vom Schlamm zu säubern.

Auch in Baden-Württemberg wütete am Samstagabend ein Sturm: Bei Konstanz am Bodensee legten umgestürzte Bäume Teile des Bahnverkehrs lahm. Mehrere Züge hätten nicht weiterfahren können, teilte die Bundespolizei am Sonntag mit. Und auch über Norddeutschland zog am Samstagvormittag ein Unwetter mit Gewittern und starken Böen hinweg.

Wetter: Es ist weiter sehr trocken

Ungeachtet der teils kräftigen Gewitter und Regenschauer ist es in einigen Regionen Deutschlands zu trocken. In den Flüssen und Seen Mecklenburg-Vorpommerns etwa fehlt nach dem langen Sommer 2018, dem trockenen Winter und dem sonnenreichen Mai Wasser, die Pegelstände sind sehr niedrig. Warum es hagelt, stürmt und regnet – so entsteht das Wetter.

„An der Müritz haben wir ein historisches Tief. Die lang anhaltende Trockenheit ist wirklich ungewöhnlich“, sagt Sebastian Dosch von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Eberswalde. (bkö/vem)