Polizeieinsatz

A7: Pferd auf Autobahn eingeschläfert – Polizei teilt Foto

Auf der A7 hat ein Pferd seinen Anhänger zerstört. Die Verletzungen des Tieres waren so schwer, dass es eingeschläfert werden musste.

Bei voller Fahrt hat ein Pferd auf der A7 seinen Anhänger zerstört. Es ist nicht der einzige Unfall mit Pferden am Pfingstwochenende gewesen.

Bei voller Fahrt hat ein Pferd auf der A7 seinen Anhänger zerstört. Es ist nicht der einzige Unfall mit Pferden am Pfingstwochenende gewesen.

Foto: Polizei Hildesheim

Hildesheim.  Auf der A7 bei Hildesheim musste ein Pferd am Sonntag eingeschläfert werden. Eine Ärztin konnte nichts mehr für das Tier tun und erlöste es von seinem Leid. Was war geschehen? „Aus bisher unbekannten Gründen ist das Pferd während der Fahrt gestiegen und durchbrach dabei die gesamte Front des Anhängers mit dem Kopf“, heißt es in einer Polizeimitteilung.

Die 78-jährige Fahrerin hatte gemerkt, dass der Anhänger ins Schleudern geriet – und hielt direkt an: Ihr offenbarte sich ein schreckliches Bild. Ein Arzt, der zufällig vorbeikam, verabreichte dem Tier zunächst ein Beruhigungsmittel für Menschen.

Pferd stirbt auf der Autobahn 7 – Das Wichtigste in Kürze:

  • Auf der Autobahn 7 bei Hildesheim durchbrach ein Pferd einen Autoanhänger
  • Die Fahrerin bemerkte, wie sein Anhänger außer Kontrolle geriet
  • Das Pferd durchbrach die Front des Anhängers
  • Die Pferdehalterin musste notärztlich betreut werden
  • Die Polizei sperrte die Autobahn kurzzeitig

Zwei Polizeiwagen wurden zu der Unfallstelle gerufen. Denn die Beamten wollten einen Ausbruch des Tieres unbedingt vermeiden, um Gefahren für andere Autofahrer abzuwenden. „Nicht selten ist es dadurch schon zu sehr schweren Verkehrsunfällen gekommen“, schreiben die Beamten weiter in der Mitteilung.

Ein Foto, das die Polizei nach dem Unfall veröffentlichte, lässt erahnen, mit welcher Wucht das Tier gegen die Wände des Pferdeanhängers geknallt sein muss. Das Plastik der Verkleidung des Anhängers ist zerstört, Blut ist zu erkennen. Die Besitzerin des Tieres alarmierte sofort die Polizei, die die Autobahn absperrte und dabei sogar mit einer Maschinenpistole vor dem Pferd für Aufsehen sorgte.

Wenig später erklärte die Polizei die merkwürdige Aktion. Der Polizist hatte sich mit der Waffe vor dem Anhänger positioniert. In einer Mitteilung erklärt die Polizei die Aktion als „Vorsichtsmaßnahme“. Damit habe die Polizei rechtzeitig eingreifen wollen, wenn die Situation eskaliert wäre.


Die 69 Jahre alte Pferdehalterin wurde nach dem Tod ihres Tieres durch Rettungskräfte betreut, da sie aufgrund der Geschehnisse emotional sehr ergriffen war und unter Schock stand.

Polizei gibt wichtige Tipps beim Tiertransport

In einer Mitteilung gibt die Polizei darüber hinaus Tipps, wie sich Tierhalter verhalten sollten, wenn sie mit Pferden auf der Autobahn liegen bleiben.

  1. Unfallstelle absichern
  2. Polizei über Notfall informieren
  3. Bei den Tieren sorgt die Situation für viel Stress, ein Ausbruch sollte verhindert werden
  4. Hunde sollten an der Leine geführt werden

Die Polizei verlangsamte den Verkehr, um notfalls schnell eine Vollsperrung einrichten zu können, sollte das Pferd durchgehen und auf die Fahrbahn laufen.

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Unter Polizeibegleitung wurde das Gespann mit dem beschädigten Anhänger bis zur nächsten Abfahrt von der Autobahn herunter begleitet. Gegen 18.20 Uhr konnte die A7 wieder komplett freigegeben werden. Es kam zu keinen großen Verkehrsstörungen.

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(bekö/dpa/eng)