Ermittlungen

SEK in Salzgitter: So verlief der Einsatz mit zwei Toten

Das SEK stürmte am Donnerstag ein Haus in Salzgitter, dabei starb ein Mann. Eine weitere Leiche wurde später gefunden. Wie es dazu kam.

Blick auf das Mehrfamilienhaus in Salzgitter, nachdem sich dort am Vorabend ein Mann verschanzt hatte.

Blick auf das Mehrfamilienhaus in Salzgitter, nachdem sich dort am Vorabend ein Mann verschanzt hatte.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Salzgitter. Nach dem tödlichen SEK-Einsatz in Salzgitter arbeitet die Polizei weiterhin an der Tatortaufnahme. Bei dem Einsatz am Donnerstag war ein Mann gestorben, die Beamten hatten bei der anschließenden Durchsuchung des Hauses eine zweite Leiche entdeckt.

Beamte wollen an diesem Freitag nun klären, warum sich der Mann in der Wohnung verschanzte – und welchen Zusammenhang es zu dem zweiten Toten gibt. Der von der Polizei am Donnerstag in einer Bedrohungslage erschossene 28-Jährige stehe in Verdacht, bereits Tage zuvor in seiner Wohnung einen Mann getötet zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Braunschweig am Freitag mit.

Die Tatortaufnahme habe schon in der Nacht begonnen und werde nun fortgesetzt, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.„Wir stehen ganz am Anfang der Ermittlungen“, betonte er. Auch müssten noch Zeugen vernommen werden.

Mann verschanzte sich – und bedrohte Beamte mit Waffe

Die Polizei war am Donnerstagnachmittag nach einem Notruf zu dem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Fredenberg gerufen worden. In einer der Wohnungen hatte sich ein Mann verschanzt. Polizisten fanden den Mann verletzt in der Wohnung und riefen Spezialeinsatzkräfte zur Hilfe.

Diese versuchten, den Mann zur Kooperation zu bewegen, die Gespräche scheiterten jedoch. Als die Spezialkräfte schließlich die Wohnung stürmten, bedrohte der Mann sie mit einer Waffe. Die Beamten schossen auf ihn – einer der Schüsse war tödlich.

Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, sei noch nicht geklärt, woher die vorher entdeckten Verletzungen des später Erschossenen stammen. Der Wohnungsinhaber stehe aber nicht im Verdacht, dem Mann etwas angetan zu haben oder mit ihm in einen Streit geraten zu sein. Hinweise auf Drogen oder Alkohol als Auslöser der Bedrohungslage hatten die Ermittler zunächst nicht.

Die Polizei durchsuchte später die Wohnung des Angreifers, die nur wenige Straßen von dem Haus entfernt lag. Dort fanden die Beamten dann eine weitere männliche Leiche. Die Todesursache in diesem Fall war jedoch zunächst unklar. Erste Hinweise auf Sprengstoff in der Wohnung bewahrheiteten sich nicht. (dpa/ac)