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Arena-Streit: Frei.Wild spielen in Pahlen statt Flensburg

Die umstrittene Band Frei.Wild darf kein Konzert in der Flens-Arena geben. Deshalb weicht die Band jetzt auf einen anderen Ort aus.

Frei.Wild müssen nach einer Absage der Flens-Arena nun woanders spielen.

Frei.Wild müssen nach einer Absage der Flens-Arena nun woanders spielen.

Foto: KH / imago/Karina Hessland

Flensburg. Die Südtiroler Band Frei.Wild wird nach einer Auseinandersetzung nicht in der Flens-Arena in Flensburg auftreten. Das Landgericht Flensburg hatte den Antrag des Veranstalters abgelehnt. Dieser hatte darauf gedrungen, eine einstweilige Verfügung zu erlassen und die Halle der Gruppe für ihr am 20. April geplantes Konzert zur Verfügung zu stellen.

Nun wird Frei.Wild ausweichen: nach Pahlen im Kreis Dithmarschen. Damit tritt die Band rund 80 Kilometer vom eigentlichen Veranstaltungsort entfernt auf. Der Veranstalter werde einen Shuttle-Service ab Flensburg anbieten. Damit gibt es in Pahlen innerhalb weniger Tage zwei Frei.Wild-Konzerte: Am 18. April als regulärer Tourneeort und am 20. April als Ausweichort für das Flensburger Konzert.

Die Band hatte angekündigt, am 20. April nach Flensburg zu kommen. Daran halte man auch nun fest, um „all den Menschen dort zu zeigen, dass wir ein echt toller, friedlicher und vor allem lauter Haufen sind“, wie die Band laut Mitteilung betont.

Hallenbetreiber darf nicht zum Konzert verpflichtet werden

Das Landgericht hatte zuvor entschieden: Der Konzertveranstalter hat nach Ansicht der zweiten Zivilkammer keinen Anspruch auf die Nutzung der Halle. Zwischen Kläger und Beklagtem sei kein Mietvertrag zustande gekommen.

Ein Mietvertrag müsse zwar nicht schriftlich festgehalten werden, um in Kraft zu treten. Die beiden Parteien seien jedoch der Auffassung gewesen, dass erst ein schriftlicher Vertrag rechtskräftig geworden wäre, so das Urteil.

Dazu sei es nicht gekommen. Stattdessen hatte der Hallenbetreiber nach Angaben des Gerichts Sicherheitsbedenken geäußert und um ein Telefonat gebeten, als das Angebot bei ihm eingegangen war.

In der Stadt selbst regt sich viel Widerstand gegen das Frei.Wild-Konzert. Kritiker sehen eine Nähe zur rechten Szene bei ihr. Die Band selbst bestreitet diesen Vorwurf.

2016 hatte Frei.Wild bekanntgegeben, eine Pause einlegen zu wollen. Schon damals war aber klar, dass es kein endgültiges Ende der Band sein würde.

(vem/dpa)

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