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Karl-May-Festspiele: Alexander Klaws wird der neue Winnetou

Alexander Klaws spielt Winnetou bei den Karl-May-Festspielen. Die Indianer-Darstellung zu Unterhaltungszwecken gilt als problematisch.

Alexander Klaws ist der neue Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg.

Alexander Klaws ist der neue Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg.

Foto: Markus Scholz / dpa

Berlin. Er gewann die erste Staffel „Deutschland sucht den Superstar“, landete ein paar Hits („Take Me Tonight“, „Free Like The Wind“). Doch anstatt wie viele seiner Nachfolger und Mitstreiter in der Versenkung zu verschwinden, hat sich Alexander Klaws eine erfolgreiche Karriere aufgebaut.

Nach diversen Musical-Engagement – besonders als „Tarzan“ und Jesus begeisterte er viele Zuschauer – übernimmt er nun eine neue Rolle: Er wird „Winnetou“ bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg.

Alexander Klaws wird Winnetou – auch Larissa Marolt ist dabei

Der 35-Jährige wird vom 29. Juni an als edler Apachenhäuptling am Kalkberg in den Sattel steigen, wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Dabei erhält er prominente Unterstützung – ebenfalls mit Casting-Show-Erfahrung. An seiner Seite reitet Model und Schauspielerin Larissa Marolt (26, „Germany’s next Topmodel“).

Sie schlüpft in die Rolle der Schauspielerin Tiffany O’Toole, die extra für sie maßgeschneidert worden sei. Den Sohn den Bärenjägers verkörpert Raúl Richter („Gute Zeiten, schlechte Zeiten“).

Für Klaws ist am Kalkberg dennoch nicht alles neu. Bereits 2017 ritt er als Old Surehand in Bad Segeberg durch die Prärie. Nun darf er in die Rolle des Winnetou schlüpfen. Seit September hatten die Veranstalter nach einem neuen Winnetou gesucht. Mehr als 50 prominente und nicht prominente Schauspieler seien in Betracht gezogen worden.

Ungebrochen beliebt – auch, wenn es zunehmend Kritik an Indianer-Darstellungen gibt

Die Festspiele erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit – auch, wenn es inzwischen Kritik an der problematischen Indianer-Kostümierung gibt. Teils extrem wichtige Symbole indigener Völker würden zu Accessoires, die die Bedeutung für die Schöpfer und deren Kulturen missachten. Darüber informiert etwa die Seite „Was ist Rassismus“.

Gerade bei Indianern ist die Aufbereitung zu Unterhaltungszwecken schwierig: Bis heute haben die indigenen Völker in den USA, Schauplatz von Wild-West-Geschichten, mit den Folgen der Geschichte zu kämpfen – Unterdrückung und Enteignung durch die weißen Einwanderer waren Alltag, Tausende wurden getötet.

Über Kostüme, die Kulturen missachten und/oder rassistische Stereotype bedienen, wird immer wieder debattiert. Zuletzt nahmen Deiters und Real nach Rassismusvorwürfen wegen eines Karnevalskostüms das Modell „Afrikanische Dame“ aus dem Angebot. (ses/dpa)

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