See-Elefanten

Robben kapern Touristenstrand in USA – „Shutdown“ schuld?

| Lesedauer: 2 Minuten
Ein Strand nur für Robben: Am „Drakes Beach“ in Kalifornien haben Touristen derzeit keinen Zutritt mehr.

Ein Strand nur für Robben: Am „Drakes Beach“ in Kalifornien haben Touristen derzeit keinen Zutritt mehr.

Foto: Eric Risberg / dpa

Dutzende Robben haben sich am Strand „Drakes Beach“ in Kalifornien breitgemacht. Was das mit Trumps „Shutdown“ zu tun haben könnte.

San Francisco.  Eigentlich ist „Drakes Beach“ ein beliebter Strand bei Touristen, doch die müssen jetzt draußen bleiben. Der Abschnitt im nordkalifornischen Nationalpark Point Reyes ist von einer Horde See-Elefanten in Beschlag genommen worden.

In den vergangenen Wochen hätten sich Dutzende Tiere am „Drakes Beach“ breitgemacht, weshalb der Strand für Menschen leider geschlossen bleiben müsse, teilte die Parkverwaltung am Freitag mit. Parkhüter machen die jüngste Haushaltssperre der US-Regierung mit dafür verantwortlich.

Der „Shutdown“ hielt mehr als einen Monat an und führte auch dazu, dass im Januar Strände, Parkplätze und Zufahrtsstraßen im gut eine Autostunde nördlich von San Francisco gelegenen Point-Reyes-Nationalpark gesperrt blieben.

Mehr als 40 Robbenbabys am Strand geboren

Die See-Elefanten, die gewöhnlich abgelegene Buchten aufsuchen, breiteten sich infolge des „Shutdowns“ an dem menschenleeren Ausflugsziel aus. Auch eine höhere Flut und Winterstürme mögen eine Rolle gespielt haben, wie Parkbiologen dem „Marin Independent Journal“ erklärten.

Unter den See-Elefanten waren zahlreiche trächtige Weibchen. Nach jüngster Zählung wurden an dem Strandabschnitt mehr als 40 Robbenbabys geboren. Bis auf einen Parkplatz und zu Picknicktischen drangen einige der See-Elefanten-Bullen vor.

Das ist nicht ganz ungefährlich: Die tonnenschweren Meeressäuger können aggressiv sein. See-Elefanten sind die größten Robben der Welt.

Besucher durften See-Elefanten beobachten

Der Strand bleibe deshalb am Wochenende vorsichtshalber geschlossen, teilte die Parkverwaltung mit. Doch Ranger stünden am Parkplatz bereit, um Besuchern einen sicheren Blick auf die See-Elefanten zu ermöglichen.

Man müsse allerdings flexibel sein, falls das „neue Management“ entscheiden sollte, die Wege und Parkfläche zu besetzen, scherzte die Behörde.

Fünf Wochen lang hatte die Haushaltssperre in den USA gedauert, nun ist der „Shutdown“ beendet – allerdings nur vorerst.

Auch wenn die Robben durch ihn ihre Ruhe hatten, für den Rest des Landes war die Situation weniger entspannt: Experten warnten zwischenzeitlich, der „Shutdown“ könne zum Sicherheitsrisiko in den USA werden. (dpa/cho)

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos