Brennerautobahn

Schnee-Chaos in Italien: Tausende steckten am Brenner fest

| Lesedauer: 2 Minuten
Massive Schneefälle haben am Samstag für ein Verkehrschaos am Brenner gesorgt. Die Südtiroler Brennerautobahn musste wegen Lawinengefahr und hängen gebliebener Lastwagen komplett gesperrt werden.

Massive Schneefälle haben am Samstag für ein Verkehrschaos am Brenner gesorgt. Die Südtiroler Brennerautobahn musste wegen Lawinengefahr und hängen gebliebener Lastwagen komplett gesperrt werden.

Foto: Zeitungsfoto.At / dpa

Nichts ging mehr auf der Brennerautobahn: Wegen Schnee-Chaos mussten teils mehrere Tausende bei Minusgraden in ihren Autos ausharren.

Rom.  Heftiger Schneefall im Norden Italiens hat am Samstag für Verkehrschaos auf der Brennerautobahn gesorgt. Tausende Autos waren auf der A22 steckengeblieben. Medienberichten zufolge mussten sie zum Teil die Nacht auf Samstag in ihren Fahrzeugen verbringen.

Ein Weiterkommen war unmöglich, Lastwagen ohne Schneeketten blieben liegen. Einsatzkräfte hätten schließlich etwa 200 Personen aus ihren Bussen und PKWs gerettet, nachdem diese dort teils Stunden bei Temperaturen unter dem Nullpunkt zugebracht hätten, sagte eine Sprecher der Feuerwehr der Provinz Bozen.

Blockierte Autos und Lkw konnten zudem von den Bergungskräften wieder fahrtüchtig gemacht werden.

Brennerautobahn von Lawine getroffen

Am Samstagmorgen hatte eine Lawine die Autobahn getroffen, allerdings war zu dem Zeitpunkt kein Auto auf der betreffenden Wegstrecke. Hunderte Helfer waren im Einsatz, um das Schneechaos zu bewältigen. Der Zivilschutz riet Touristen im Pustertal und in anliegenden Tälern, geplante Abreisen zu verzögern.

Inzwischen wurde die Brennerautobahn schrittweise wieder für den Verkehr geöffnet. „Die Verkehrssituation auf den Staatsstraßen und auf der Brennerautobahn hat sich leicht entspannt, kritische Situationen bestehen aber weiterhin“, teilte der Südtiroler Zivilschutz mit.

Sonntag soll es weiter schneien

Neben der Freigabe der Südspur wurde auch die Nordspur der A22 Stück für Stück wieder befahrbar gemacht. Weitere Schneefälle am Sonntag sind allerdings angekündigt – und auch der Zugverkehr auf der Brennerlinie bleibt laut Zivilschutz vorerst stark eingeschränkt. Weil die Situation auf vielen Straßen „kritisch“ war, konnten teilweise auch Schienenersatzbusse nicht fahren.

In Teilen von Mittel- und Süditalien bereitete statt Schnee starker Regen Probleme. An Flüssen in Emilia-Romagna wurde vor Hochwasser gewarnt. In Venedig lag der Wasserstand bei mehr als 110 Zentimetern. Auch in Rom regnete es am Samstag ohne Unterlass.

(dpa/rtr/cho)

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos