Serien-Aus

„Lindenstraßen“-Aus – Fans wollen in Köln demonstrieren

Im März 2020 soll die letzte Folge der „Lindenstraße“ zu sehen sein. Das wollen Fans noch verhindern – und gehen auf die Straße.

Lindenstraßen-Aus: Drei Dinge, die man wissen muss

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Köln.  Das angekündigte Aus der Kult-Fernsehserie „Lindenstraße“ hatte im November für großes Aufsehen gesorgt. Fans der Serie wollen gegen das Ende demonstrieren. Für diesen Samstag ist deshalb eine Protestaktion in Köln geplant. Um 14 Uhr soll es losgehen.

Nach Angaben der Organisatoren rechne man mit mehreren hundert Teilnehmern. Und sie haben sich auch besondere Dinge ausgedacht: So wollen die Fans auf dem Roncalliplatz direkt neben dem Kölner Dom unter anderem den „Silvestertanz“ der „Lindenstraße“ aufführen. Das ist eine Walzerversion der Titelmusik, zu der die Bewohner traditionell am Silvesterabend auf der Straße tanzen.

„Lindenstraßen“-Aus – Produzenten sind sauer auf die ARD

Vor einigen Monaten hatte der WDR angekündigt, die Serie 2020 einzustellen. Die erste Folge war 1985 ausgestrahlt worden. Der Grund für das Ende sind nach Sender-Angaben sinkende Einschaltquoten. Die Produzenten sind sauer auf die ARD.

Einige Schauspieler traf das Aus unvorbereitet. „Lindenstraße“-Star Andrea Spatzek etwa erfuhr aus Medien davon.

Marcel Schenk, der an der Demonstration teilnehmen wird, sagte, es sei das erste Mal, dass Fans für eine Fernsehserie auf die Straße gingen. „Wenn’s wirklich voll wird, wenn’s Aufsehen erregt, dann glaube ich, dass einen ARD-Programmdirektor das auch zum Umdenken anregen könnte“, sagte Schenk.

Andreas Sartorius von der Initiative „Lindenstraße muss bleiben!“, die die Demonstration organisiert, sagte, die „Lindenstraße“ sei sonntags immer noch unter den „Top Ten“ der ARD. Er vermute, dass politische Motive bei der Absetzung eine Rolle spielen würden – die „Lindenstraße“ habe immer sehr progressiv gesellschaftlich relevante Themen aufgegriffen.

Es soll nicht bei einer Demonstration bleiben: Am 2. Februar soll es eine zweite Demo in München geben, am 23. Februar dann wieder in Köln.

(sdo/dpa)

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