Verkehr

Test: Mit dem grünen Pfeil biegen Radfahrer früher ab

An 40 Kreuzungen soll bundesweit ein Jahr lang der grüne Pfeil für Radfahrer getestet werden. Er soll das Vorankommen erleichtern.

Rechtsabbiegen bei rotem Licht: Der grüne Pfeil soll das Vorankommen erleichtern.

Rechtsabbiegen bei rotem Licht: Der grüne Pfeil soll das Vorankommen erleichtern.

Foto: Alexandra Roth

Bergisch Gladbach.  An vielen Kreuzungen in deutschen Großstädten sind die Ampelphasen so ungünstig, dass Radfahrer und Autofahrer sich beim Abbiegen gegenseitig behindern. Ein neues Verkehrsschild soll das nun ändern: der grüne Pfeil für Radler.

Wie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) mitteilt, werden in mehreren Großstädten die neuen Schilder getestet. Nach dem Anhalten an einer roten Ampel können Radfahrer dort rechts abbiegen. Das lässt zum Beispiel den Radverkehr abfließen, bevor Auto-, Lkw- und Motorradfahrer bei grün auch losfahren.

In diesen Städten wird der grüne Pfeil ab sofort getestet:

  • Bamberg
  • Darmstadt
  • Düsseldorf
  • Köln
  • Leipzig
  • München
  • Münster
  • Reutlingen
  • Stuttgart

Das Prinzip des grünen Pfeils ist nicht neu – allerdings zuletzt etwas aus der Mode gekommen. So wurden Schilder mit dem grünen Pfeil für den gesamten Straßenverkehr zuletzt in mehreren Städten wieder abgebaut.

Der allgemeine Pfeil erlaubt es bislang, dass Verkehrsteilnehmer auf dem rechten Fahrstreifen auf der Straße nach einem Halt auch bei roter Ampel rechts abbiegen dürfen.

Die Regelung ist laut BASt seit 1994 Bestandteil der bundesdeutschen Straßenverkehrsordnung (StVO), in der DDR kennt man den grünen Pfeil bereits seit 1978.

Der aktuelle Test läuft im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums und soll wohl bis zum Jahr 2020 laufen. Dann soll auf jeden Fall entschieden werden, ob der grüne Pfeil für Radfahrer in ganz Deutschland erlaubt wird. (ac)