Notarzteinsatz

Mann parkt Rettungswagen um – und attackiert Sanitäter

Ein Mann hat kurzerhand einen Rettungswagen umgeparkt. Er war wütend, weil er zugeparkt worden war. Die Sanitäter musste sich retten.

Ein 45-Jähriger hat einen Rettungswagen in Eppstein in Hessen eigenmächtig umgeparkt – während eines lebensrettenden Einsatzes. (Symbolbild)

Ein 45-Jähriger hat einen Rettungswagen in Eppstein in Hessen eigenmächtig umgeparkt – während eines lebensrettenden Einsatzes. (Symbolbild)

Foto: Patrick Seeger / dpa

Eppstein.  Sobald der Notruf kommt, muss es schnell gehen: Die Sanitäter eilen zum Rettungswagen, spielen schon mal im Kopf durch, wie sie gleich helfen werden. Eines wollen sie dabei jedenfalls nicht: Zeit verlieren.

Es wäre geradezu fahrlässig, sich vor dem Haus eines Hilfebedürftigen Zeit zum ordentlichen Einparken zu nehmen. Doch genau das hielt jetzt ein 45-Jähriger im hessischen Eppstein offenbar für angebracht.

Retter mussten sich einschließen, weil Mann aggressiv wurde

Rettungssanitäter hatten sein Fahrzeug während eines lebensrettenden Einsatzes am Freitag zugeparkt. Das machte ihn so wütend, dass er in den offenstehenden Rettungswagen stieg und ihn kurzerhand selbst umparkte, wie eine Sprecherin der Polizei am Samstag mitteilte.

Die häufigsten Fehler beim Leisten von Erster Hilfe

Als ein Rettungssanitäter ihn nach dem Umparken ansprach, reagierte der Mann laut Polizei so aggressiv, dass der Retter sich im Fahrzeug einschließen musste. „Das Verhalten des uneinsichtigen Bürgers stellt eine Straftat dar“, erklärte die Polizei.

Man ermittele nun wegen unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs und Widerstands gegen den Sanitäter, der Vollstreckungsbeamten gleichgestellt sei.

Immer wieder werden Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert. In Berlin etwa bedrohte ein Autofahrer einen Sanitäter, der ein Kind reanimieren wollte. In Frankfurt am Main attackierte ein alkoholisierter Vater einen Sanitäter, der seinem verletzten Sohn helfen wollte.

Hinzu kommen unzählige Vorfälle, in denen falsche Rettungsgassen den Helfern wertvolle Zeit kosten.

(dpa/cho)